Möslepark

Größe: Möslepark 11,5 ha, Konrad-Guenther-Park 6,4 ha

Lage: Im Osten Freiburgs

Ausstattung: Verkehrsschule, Rhododendrenpflanzungen

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Der Möslepark ist eine der ältesten Parkanlagen der Stadt Freiburg. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte eine systematische Durchgrünung der Stadt ein. Das Herrichten der Stadtwaldungen - speziell des Schlossbergs, des Sternwalds, der Waldseegegend sowie die Errichtung des Stadtgartens - zeigen deutlich den Beginn dieser Entwicklung.

Seinen Namen "Mösle", d.h. kleiner Mooswald im Gegensatz zum großen Mooswald im Westen der Stadt, verdankt er seinem Wasserreichtum. Unter der Oberfläche der Parklandschaft liegen die ältesten Quellfassungen der Stadt.

Der Park entstand auf der ursprünglich zum Stadtwald gehörenden Fläche aus den Anlagen am Waldsee und dessen Umgebung, die nach 1879 auf Initiative des "Vereins zur Verschönerung der Stadt Freiburg" angelegt wurden. Die Planung und anschließende Pflege des Mösleparks wurden vom damaligen Stadtgärtner Maximilian Wilhelm Schmöger ausgeführt. Sein Entwurf aus dem Jahr 1885 orientierte sich an der Mitte des 19. Jahrhunderts aufkommenden Volksparkidee: Während die Parkanlagen der Renaissance und des Barock überwiegend dem Adel vorbehalten waren, sollten Volksparks auch dem einfachen Volk zur Verfügung stehen und dem Bedürfnis nach mehr öffentlichem Grün in den schnell wachsenden Städten Rechnung tragen.

Ursprünglich war der Park im späten, schematisierten Stil eines Landschaftsparks angelegt worden, dessen streng geometrischer Grundriss auch nach einer Umgestaltung nach dem ersten Weltkrieg beibehalten wurde. Der alte Baumbestand aus Stieleichen und Hainbuchen wurde in die Gestaltung einbezogen und durch einige Exoten ergänzt. Die Parkgestaltung entsprach einem englischen Landschaftsgarten mit einem Wechselspiel aus Licht und Schatten.

Der 16 ha große Park beinhaltet auf der Nordseite eine ehemalige Aufforstungsfläche, den heutigen Konrad-Guenther-Park. Der Möslepark ist Teil des Landschaftsschutzgebiets "Lorettoberg-Günterstal-Littenweiler" mit einer Gesamtfläche von 20,2 ha.

Bei einem Spaziergang durch den Park fällt als erstes der alte, dichte Baumbestand auf. Es sind hauptsächlich Stieleichen und Hainbuchen mit eingestreuten Flächen von Rhododendren und Azaleensträuchern. Der Park wird extensiv gepflegt und kann als naturnahe Anlage mit wenigen exotischen Pflanzen und Schmuckbeeten eingestuft werden.

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