Carla Haslbauer

Carla Haslbauer
Foto: Werner Cee

Carla Haslbauer (*1994) arbeitet seit dem Abschluss in Illustration Fiction an der Hochschule Luzern Design & Kunst als freischaffende Illustratorin. Als Mitglied des Comic-Kollektivs Corner Collective realisiert sie regelmäßig auch Comic-Projekte. „Die Tode meiner Mutter“ ist ihr erstes Bilderbuch. Carla Haslbauer lebt in Luzern.

Lirum Larum Leseklasse fragt

Warum stirbt die Mutter auf der Bühne?

Die Mutter in unserer Geschichte ist Opernsängerin. Und in der Welt der Oper wird viel und dramatisch gestorben auf der Bühne. Oft sind die Geschichten in den Opern ganz tragisch und auch traurig und am Ende stirbt immer irgendwer. Oft singen dann die Sänger und Sängerinnen ganz lange Arien („Arie“ ist das Wort für „Lied“ in der Oper) während sie so tun als würden sie sterben. Das ist natürlich ein bisschen unrealistisch ist, weil wenn man tot ist kann man ja eigentlich nicht mehr singen.

Warum ist die Mutter auf den Zeichnungen so groß?

In den Zeichnungen habe ich extra die Mama ganz gross gezeichnet und die Kinder ganz klein. Weil ich die Geschichte aus der Sicht der Kinder erzählen wollte habe ich mich an meine eigene Kindheit erinnert. Und da ist mir eingefallen das mir die Welt der Erwachsenen immer sehr gross vorkam. Besonders sah meine Mutter sehr gross aus als ich klein war.

Wie kamen Sie auf die Idee, dass die Mutter sterben soll?

Die Idee zu dieser Geschichte hat mir eigentlich meine eigene Mutter gegeben. Denn in der Geschichte wird erzählt wie die Kinder mit einer Mama als Opernsängerin aufwachsen. Und auch meine Geschwister und ich sind mit solch einer Mutter gross geworden. Auch ich habe meine Mama immer singen gehört, und in vielen verschiedenen Kostümen gesehen. Ich habe mich natürlich auch sehr gerne selber verkleidet und meine Mama ganz oft auf der Bühne in ihren verschiedenen Rollen sterben gesehen. Und die eigene Mama so oft sterben und wieder aufstehen zu sehen ist ja eigentlich schon ganz schön seltsam. Und diese besondere und seltsame Erfahrungen wollte ich gerne erzählen. So entstand diese Geschichte.

Und hier noch eine Bonus-Info, nach der Ihr gar nicht gefragt habt: Wisst Ihr, warum das Grompel ausgerechnet gerne Schnürsenkel frisst?

Als Kind hatte ich ein Meerschweinchen namens Purzel, das uns immer die Schnürsenkel aus den Schuhen gefressen hat. Es konnte passieren, dass man einen Schuh hervorzog und ihn schnüren wollte – aber da war nichts mehr! Daran musste ich beim Grompel denken.

Lirum Larum Lesezeiten

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  • Fr, 8. Oktober | 11 Uhr | Tunibergschule

Öffentlich:

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