Stadtplanung

Stadtansicht von oben

Gegenstand gesamtstädtischer Konzepte sind die räumlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Gesamtentwicklungen der Stadt Freiburg. Aktuelle Herausforderungen sind die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in der kommunalen Planung, der Umgang mit dem demographischen Wandel und der Globalisierung, die klimagerechte Stadtentwicklung sowie die Etablierung einer umfassenden Beteiligungskultur (Governance) in Planungs- und Entscheidungsprozessen.

Farbiger Plan mit Gebietsabgrenzungen

Das räumliche Planungsinstrument der Stadtentwicklung ist der Flächennutzungsplan (FNP). Er stellt die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung der Stadt Freiburg dar. Der Flächennutzungsplan ist ein vorbereitender Bauleitplan, der keine direkte Rechtskraft für Bürgerinnen und Bürger entfaltet. Dargestellt sind vor allem die vorgesehene Art der baulichen Nutzung als bindende Vorgabe für den Inhalt von Bebauungsplänen sowie Hinweise zur Genehmigungsfähigkeit von Vorhaben.

Städtebauliche Rahmenkonzepte und Entwürfe werden sowohl als Grundlage für die Entwicklung neuer Baugebiete erarbeitet als auch für städtebaulich bedeutende Grundstücke und Stadtbereiche, um etwa Innenentwicklungspotenziale besser beurteilen zu können. Sie dienen der Veranschaulichung planerischer Ideen und Konzepte und werden in der Regel mit Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt und diskutiert. Häufig werden für städtebaulich bedeutsame Entwicklungsbereiche Wettbewerbe und Mehrfachbeauftragungen durchgeführt, die der zusätzlichen Qualitätssicherung dienen.

Visualisierung: Wohnbebauung mit Platz Cafes, Marktständen, Wasserspielen und Straßenbahn

Zum Bau des neuen Stadtteil Dietenbach laufen derzeit Planungen und Untersuchungen.
In den 1990er Jahren wurde die Siedlungsentwicklung der Stadt Freiburg maßgeblich durch zwei große Projekte geprägt. Mit dem Stadtteil Rieselfeld und dem Konversionsvorhaben Vauban entstanden auf einer Fläche von rund 110 Hektar neue Wohn-, Gewerbe- und Mischgebiete in innovativer und wegweisender Bauweise und Gestaltung.

Bebauungspläne sind verbindliche Bauleitpläne auf ein begrenztes Teilgebiet der Stadt.
Die Grundlage dafür bildet der Flächennutzungsplan als vorbereitender Bauleitplan.
Bebauungspläne sollen aufgestellt werden, wenn es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Die Aufstellung von Bebauungsplänen liegt im Ermessen der Gemeinde. Im Bebauungsplan werden konkrete und allgemein verbindliche Festsetzungen zur Art ("was wird" bzw. "was darf gebaut werden") sowie zum Maß der baulichen Nutzung ("in welchem Umfang darf gebaut werden") getroffen. Darüber hinaus treffen Bebauungspläne auch gestalterische und sonstige Vorgaben.

In Freiburg gelten für Neubauten und neue Baugebiete Grundsätze, die das Planverfahren, die Finanzierung und die Art der Bebauung betreffen.
Die sogenannten baulandpolitischen Grundsätze sind am 30. Juni 2009 vom Gemeinderat der Stadt Freiburg beschlossen und zuletzt am 19.05.2015 geändert worden. Sie werden in städtebaulichen Verträgen zu allen Bauleitplanverfahren, die zusätzliche Baurechte schaffen, mit den Planungsbegünstigten verbindlich vereinbart. Außerdem sind sie Grundlage für alle Kaufverträge beim Verkauf städtischer Baugrundstücke.

Das Stadtbild wird maßgeblich von der Stadtgestaltung geprägt. Gestaltungspläne für den öffentlichen Raum im Rahmen der Bauleitplanung und Bestandsentwicklung gewährleisten Aufenthalts- und Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Darüber hinaus sorgt die Stadtgestaltung mit graphischen Produkten aller Art für die Öffentlichkeitsarbeit der Bauverwaltung.

In der Stadterneuerung geht es im Speziellen um die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen zur Behebung städtebaulicher Missstände. Dafür stehen neben den finanziellen Ressourcen aus der Bund-Länder-Städtebauförderung auch besondere planungsrechtliche Instrumente zur Verfügung. Derzeit werden folgende Verfahren durchgeführt: Sanierungsverfahren Südliche Altstadt/ Augustinermuseum, Soziale Stadt Alt-Haslach und Soziale Stadt Weingarten-West sowie die Umsetzung des Zentren-Aktivierungs-Konzeptes (ZAK) Betzenhausen im Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren.

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Auskunfts- und Beratungsdienst (BZBE) rund um das Thema Bauen, Energie und Baurecht