Zentren-Aktivierungskonzept Betzenhausen-Bischofslinde

  • Wie bleibt der Stadtteil als Wohngebiet attraktiv?
  • Wie kann die bestehende Nahversorgung erhalten und gestärkt werden?
  • Wie können wir den öffentlichen Raum attraktiver und funktionaler gestalten, angefangen von der Platz- und Straßenraumgestaltung bis zur Neuordnung des Verkehrs und der Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsmittel?
  • Wie kann das private Engagement der Ortsansässigen - ob Gewerbetreibende, Eigentümer/-innen oder Anwohner/-innen - aktiviert und gestärkt werden?

Antworten auf diese und weitere Fragen versucht das Zentren-Aktivierungs-Konzept (ZAK) Betzenhausen- Bischofslinde zu geben.

Anlass

Der bereits seit Jahren zu beobachtende Wandel der Handelsstrukturen – Stichworte: Verlagerung, Vergrößerung, Filialisierung – führen dazu, dass die Stadtteilzentren mit ihrer kleinteiligen Handelsstruktur unter Druck geraten. Wie wichtig die Funktion von Handel und Dienstleistung gerade in den Stadtteilzentren ist, lässt sich am besten nachvollziehen, wenn es zu dauerhaft wirksamen Verlagerungen der Kundenströme an andere Standorte kommt. Neben fehlender Nahversorgung geht im Zuge von Kaufkraftverlagerungen die Wertigkeit des Stadtteils insgesamt verloren.

Freiburg hat sich – auch aufgrund seines erfolgreichen Märkte- und Zentrenkonzeptes – dieser Negativentwicklung aktiv entgegen gestellt. Dennoch müssen sich auch hier die Stadtteilzentren den neuen Herausforderungen stellen bevor sich schleichende Tendenzen verfestigt haben. Das Stadtteilzentrum von Betzenhausen-Bischofslinde mit den beiden Geschäftslagen Obere Sundgauallee und Bischofslinde ist vom Strukturwandel im Einzelhandel bereits gekennzeichnet.

Mit der Eröffnung großflächiger Einzelhandelsvorhaben an der Berliner Allee wird der Druck auf die gewachsenen Einzelhandelslagen zusätzlich wachsen. Für die Bewältigung des Balanceaktes zwischen dem Interesse an intakten Stadtteilzentren einerseits und den Forderungen des Einzelhandels nach marktgerechten und wettbewerbsfähigen Flächen andererseits bedarf es integrierter Konzepte, die über die planungsrechtliche Steuerung des großflächigen Einzelhandels hinausgehen.

Ziel

Aufgabe des am Beispiel des Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde erarbeiteten ZAK ist die Entwicklung langfristig tragfähiger Strategien zur Sicherung der stadtteilzentralen Funktionen, insbesondere auch im Hinblick auf die demographischen Tendenzen des Wohnstandortes. Im Unterschied zu dem sehr umfassenden Ansatz der Stadtteilentwicklungspläne (STEP) beschränkt sich das ZAK auf die Zentrenstärkung im Sinne eines von der Mitte des Stadtteils ausgehenden, kurzfristig einsetzbaren Handlungskonzepts. Dem gemäß wurden Aspekte, die für eine integrierte Stadtteilentwicklung von Bedeutung sind (Schule, Bildung, Sport, Umweltsituation, u.a.) nur insoweit betrachtet, als sie Einfluss auf die hier zu verfolgenden Ziele für das Stadtteilzentrum haben.

Umsetzung

Das ZAK liefert für die formulierten Einzelbausteine Geschäftsstraßenmanagement, Gestaltungs- sowie Verkehrskonzept einen integrierten Handlungsrahmen, der eine Umsetzung als abgestimmte Gesamtmaßnahme ermöglicht, wovon die größten Synergieeffekte für die Stadtteilentwicklung zu erwarten sind. Das Vorliegen eines solchen integrierten Handlungskonzeptes ist auch Voraussetzung für die Vergabe von Städtebaufördermitteln aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Der Förderantrag hierfür ist vom Gemeinderat am 20. Oktober 2009 beschlossen worden. Das ZAK wurde 2012 in die Städtebauförderung im Programmbereich "Aktive Stadt- und Ortszentren" aufgenommen.

Kontakt

Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
79106 Freiburg
Telefon (07 61) 2 01-40 43
Fax (07 61) 2 01-40 49

Ihre Meinung

Hier können Sie sich an der Diskussion zur geplanten Modernisierung des Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde beteiligen