Abgesagt!

Ferdinand Lutz

Ferdinand Lutz
by Ferdinand Lutz

Ferdinand Lutz, geboren 1987, lebt als Comiczeichner und Trickfilmer in Köln. Seine Comics werden jeden Monat in “Dein SPIEGEL” abgedruckt. Gemeinsam mit einem Musiker und Geräuschemacher reist er viel umher, um aus seinen Büchern vorzulesen.

Lirum Larum Leseklasse fragt

Wieso hast Du über Außerirdische geschrieben?

Weil ich mich in manchen Situationen selbst wie ein Außerirdischer fühle. Nicht wie einer mit riesigen schwarzen Augen und großem Kopf, sondern einer, der das Verhalten der anderen Erwachsenen um sich herum manchmal seltsam findet. Kennt ihr das Gefühl?

Warum hast Du einen Comic geschrieben und kein normales Kinderbuch?

Diese Frage stelle ich mir zurzeit auch gerade! Denn einen Comic zu machen dauert viiiiiiel länger, als ein „normales“ Kinderbuch: Zuerst schreibe ich alle Dialoge in einem Text, genau wie bei einem „normalen“ Kinderbuch. Aber anschließend muss ich noch alles zeichnen. Pro Seite gibt es ungefähr sechs Bilder, der erste Band von Q-R-T hat etwa 130 Seiten - das ergibt also über 600 kleine Bilder, die ich anschließend noch zeichnen muss. Was für eine Arbeit! Aber mir persönlich gefallen Comics sehr, weil ich vieles erzählen kann, ohne zu sagen, dass es passiert. Ich muss nicht schreiben: „Lara schaut traurig auf den Boden.“ Sondern ich zeichne es einfach! Das finde ich magisch, wenn ich etwas erzählen kann, ohne dafür Worte benutzen zu müssen.

Wieso bleiben die Bewohner auf dem Planeten "Rzzz" für immer Kinder?

Das hat wieder etwas mit der ersten Frage zu tun: Weil ich selbst viele Erwachsene komisch finde, wollte ich einen Außerirdischen als Hauptfigur, der eigentlich genau so ist wie alle anderen Kinder hier auf der Erde - nur eben, dass er noch nie vorher einen Erwachsenen gesehen hat. Also durfte es auf seinem Planeten keine geben. Also bleiben auf seinem Planeten alle ihr Leben lang Kinder. Irgendwo muss es dann auch noch einen Planeten „Zrrrr“ geben, auf dem die Bewohner von Geburt an alte Omas und Opas sind.

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