Gesund und lecker

Mittagessen

Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sind wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. In Freiburger Schulen wird dafür ein abwechslungsreiches Mittagessen angeboten. Damit werden die Schüler_innen mit allen wichtigen Nährstoffen und mit viel Energie versorgt.

Speisenangebot

An bis zu fünf Tagen in der Woche können Kinder ein warmes Mittagessen erhalten. Jedes Menü besteht aus einer Vorspeise, einer Hauptspeise und einem Dessert. Zusätzlich steht an jeder Schule ein Trinkbrunnen zur Verfügung. Daraus kann kostenfrei Trinkwasser mit und ohne Kohlesäure in die eigene Trinkflasche gefüllt werden.

Grundschulen

In Grundschulen gibt es ein vegetarisches Menü. Dies ist die Entscheidung des Freiburger Gemeinderats von 2022. Voraussetzung für die Teilnahme am Mittagessen ist eine Anmeldung in der Schulkindbetreuung. Lediglich Kinder aus Ganztagsschulen können sich auch nur zum Mittagessen anmelden.

Weiterführende Schulen

An Weiterführenden Schulen stehen an drei Tagen zwei vegetarische Gerichte zur Auswahl sowie an zwei Tagen auch ein Fleisch- oder Fisch-Gericht.

Kosten

Die Eltern zahlen einen Eigenanteil von 4,40 Euro für das Schuljahr 2023/24 und 4,80 Euro ab dem Schuljahr 2024/25. Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets besteht die Möglichkeit, ein kostenloses Mittagessen zu erhalten.

Anmeldung

Die Anmeldung zum Mittagessen erfolgt über das Anmeldeformular zur Schulkindbetreuung: www.freiburg.de/schulkindbetreuung

Bei Schulkindbetreuung in freier Trägerschaft erfolgt die Anmeldung zum Mittagessen über das Sekretariat der Schule.

Qualitätsmanagement

Zur Sicherung der Qualität finden regelmäßig Qualitätszirkel mit den Caterern statt. Wenn gewünscht, kann parallel dazu auch ein Mensabeirat unter Beteiligung des Caterers in der Schule stattfinden. Wir möchten so gut es geht Speisereste vermeiden. Daher werden diese von den Caterern zwei Mal im Schuljahr gemessen. Zusätzlich gibt es an den Schulen unterschiedliche Möglichkeiten zur Reduktion von Speiseresten. Bitte informieren Sie sich bei Interesse in Ihrer jeweiligen Schule, wie dies vor Ort umgesetzt wird.

Qualitätskriterien

Das Essen wird von externen Caterern zubereitet und direkt an die Schulen geliefert. Bei der Planung und Zubereitung der Speisen müssen die Caterer folgende Kriterien erfüllen, um die Qualität des Essens sicherzustellen:

  • Leckeres, gesundheitsförderliches und kindgerechtes Speisenangebot auf Basis der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
  • Die Speisen wiederholen sich erst nach 8 Wochen wieder.
  • Es werden mindestens 30 Prozent biologische Zutaten, vorzugsweise Gemüse und Obst verwendet.
  • Für Obst und Gemüse wird das saisonale Angebot bevorzugt.
  • Tee, Kakao, Bananen, Schokolade, Zucker (wenn nicht aus der EU) und Reis werden ausschließlich mit Fair-Trade-Zertifizierung eingekauft.
  • Eier und Produkte mit Ei stammen aus Freilandhaltung oder ökologischer Haltung.
  • Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe, Aromen und Süßstoffe, aber auch Formfleisch und gentechnisch veränderte Lebensmittel sind bei der Zubereitung verboten.
  • Die artgerechte Tierhaltung bei Fleisch wird berücksichtigt.
  • Es wird nur Seefisch, der die Anforderungen des Gütezeichens Marine Stewardship Council (MSC) oder die Aquaculture Stewardship Council (ASC) erfüllen eingekauft.

In weiterführenden Schulen:

Es wird auf Formfleisch verzichtet. Die artgerechte Tierhaltung bei Fleisch wird berücksichtigt. Es wird nur Seefisch, der die Anforderungen des Gütezeichens Marine Stewardship Council (MSC) oder die Aquaculture Stewardship Council (ASC) erfüllen eingekauft.

Lebensmittelqualitäten und -häufigkeiten für 5 Verpflegungstage

Entsprechend den DGE-Qualitätsstandards, Stand 2022

Lebensmittel Häufigkeiten für 5 Verpflegungstage basierend auf den folgenden Qualitäten
Getreide*, Getreideprodukte*, Kartoffeln*
(*Ökologisch/ biologisch erzeugte Produkte)
5 mal (1 mal täglich)
davon: mindestens 1 x Vollkornprodukte
maximal 1 x Kartoffelerzeugnisse
Vollkornprodukte, Pseudogetreide, Kartoffeln (roh oder vorgegart) Parboiled Reis oder Naturreis
Gemüse* und Salat*
(*Ökologisch/ biologisch erzeugte Produkte)
5 mal (1 mal täglich)
davon: mindestens 2 mal als Rohkost
mindestens 1 mal Hülsenfrüchte
Gemüse (frisch oder tiefgekühlt), Hülsenfrüchte, Salat
Obst*
(*Ökologisch/ biologisch erzeugte Produkte)
mindestens 2 mal
davon: mindestens 1 x als Stückobst
mindestens 1 x als Nüsse (ungesalzen) oder Ölsaaten
Obst (frisch oder tiefgekühlt) ohne Zucker und Süßungsmittel
Nüsse (ungesalzen) oder Ölsaaten
Milch und Milchprodukte mindestens 2 mal Milch, Naturjoghurt, Buttermilch, Dickmilch, Kefir: maximal 3,8 % Fett absolut / Speisequark: maximal 5 % Fett absolut / jeweils ohne Zucker und Süßungsmittel
Käse: maximal 30 % Fett absolut
Öle und Fette Rapsöl ist Standardfett Raps-, Lein-, Walnuss-, Soja-, Olivenöl, Margarine aus den genannten Ölen
Eier*
(*Gütesiegel)
Für Eier gibt es keine Empfehlung zur Verzehrmenge.
In den nährstoffoptimierten Speiseplänen wurde für das Mittagessen mit 20 bis 30 g (Mischkost) bzw. 40 bis 50 g Ei (vegetarische Kost) pro Woche gerechnet.
 
In Weiterführenden Schulen:    
Fleisch und Wurst*
 (*Gütesiegel)
maximal 1 mal Fleisch / Wurstwaren
mageres Muskelfleisch
davon: mindestens 2 mal mageres Muskelfleisch innerhalb von 20 Verpflegungstagen
 
Fisch*
 (*Gütesiegel)
maximal 1 mal Fisch
davon: mind. 2 mal fettreicher Fisch innerhalb von 20 Verpflegungstage
 

Pädagogische Begleitung

Kinder lernen durch Erfahrung und Vorbilder. Das gemeinsame Essen in der Schulkindbetreuung unterstützt dabei. Beim Mittagessen werden die Kinder in den Grundschulen von pädagogischen Fachkräften betreut. Diese haben die Möglichkeit durch den sogenannten "Pädagogischen Happen" mit den Kindern am Tisch mitzuessen. Das gemeinsame Mittagessen wird genutzt um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und dabei auch wichtige Werte zu vermitteln. Durch Fortbildungen und den schulübergreifenden Austausch entwickeln sich pädagogische Fachkräfte stetig weiter. Der "Pädagogische Happen" wird derzeit an den Grundschulen eingeführt und ist noch nicht flächendeckend an allen Schulen umgesetzt. Ob Ihre Schule dabei ist, erfahren Sie bei Ihrer Schulkindbetreuung.

Ernährungsbildung

In Freiburger Schulen sollen Schüler_innen lernen, sich genussvoll, gesundheitsförderlich und nachhaltig zu ernähren. Damit dies auch langfristig gelingt, fördern und unterstützen die Verantwortlichen vor Ort alltagsintegrierte Ernährungsbildungsangebote an den Schulen. Damit auch die regionale Wertschöpfungskette vom Acker auf den Teller miterlebt werden kann, investieren die Caterer pro Jahr und Schule 20 Stunden für Ernährungsbildungsaktivitäten. Das können z.B.  Halbtages- oder Tagesausflüge zu regionalen Lieferanten sein, von denen der Speisenanbieter seine Ware bezieht oder auch der Besuch in seiner Produktionsstätte.

Beispiele für ernährungsbildende Aktivitäten:

  • Koch- und Back-AGs
  • Kindgerechte Küchenmaterialien z.B. Kinderschneidemesser, Haferflockenquetsche
  • Themenbezogene Bilder- und Kochbücher sowie Plakate zur Meinungsbildung
  • Gestaltung des Schulhofs mit essbaren Pflanzen in z.B. Hochbeeten
  • Schulacker mit Gemüsebeeten im Rahmen des Unterrichts oder einer Garten-AG
  • Kooperationen und Projekte mit lokalen Akteuren

Welche Angebote es an Ihrer Schule gibt, zeigt Ihnen sehr gerne Ihre Schulkindbetreuung.