Stadterneuerung

Eine wichtige Aufgabe der Stadt Freiburg ist die Stadterneuerung. Dabei sollen die städtebaulichen und funktionalen Missstände beseitigt und die nachhaltige Entwicklung in den Bestandsgebieten gefördert werden. Derzeit befinden sich die Gebiete Soziale Stadt Weingarten-West und Südliche Altstadt / Augustinermuseum sowie die Umsetzung des Zentren-Aktivierungskonzepts (ZAK) Betzenhausen im Verfahren. Das Gebiet Soziale Stadt Alt-Haslach wurde im Jahr 2011 erfolgreich beendet und wird derzeit im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Abschluss gebracht.

Ziel der Städtebauförderung
Mit Hilfe der Städtebauförderung, das heißt durch die finanzielle Unterstützung aus Förderprogrammen, an denen sich Bund, Land und Stadt Freiburg beteiligen, können Stadtquartiere ganzheitlich aufgewertet werden. Neben der städtebaulichen und gestalterischen Sanierung werden gleichermaßen wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt. Die Städtebauförderung stärkt die örtliche Identität und unterstützt den Wohnungsbau. Sie sichert die soziale Stabilität und verbessert die lokale Ökonomie.

Gesetzliche Grundlagen
Der Rechtlich Rahmen ergibt sich aus den Regelungen des Grundgesetzes (Artikel 104 b) und des Baugesetzbuches (§ 164 a ff) in Verbindung mit der Bund-Ländern-Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung. Die Städte- und Gemeinden bewerben sich auf die jährlich ausgeschriebenen Stadterneuerungsprogramme und müssen hierfür einen Eigenanteil in Höhe von 40% erbringen.

Die Stadt Freiburg muss die Vorbereitung, Planung und Durchführung der städtebaulichen Erneuerung gewährleisten, wenn sie Fördermittel in Anspruch nehmen will. Hierfür erarbeitet sie ein städtebauliches Entwicklungskonzept (Rahmenplan). Dieses umfasst eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen und wird unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen.

Perspektiven für Freiburg
Die städtebauliche Erneuerung ist eine strukturelle Daueraufgabe. Die Stadt Freiburg stellt sich der Herausforderung und geht auf die sich verändernden technischen, wirtschaftlichen, kulturellen, ökologischen und nicht zuletzt sozialen Anforderungen in den einzelnen Stadtgebieten ein und wirkt bei Bedarf einem Abwärtstrend entgegen. Aktuell wird ein Fördergebiet  in Haslach zwischen der Uffhauser Straße und Feldbergstraße vorbereitet. Städtebauliches Entwicklungs- und Zukunfts- Konzept.pdf (8,206 MB)

Straßenflucht mit Blick in die Reihenhaussiedlung

Die Knopfhäusle-Siedlung im Stadtbezirk Oberwiehre ist eine ehemalige Arbeitersiedlung, welche Ende des 19. Jahrhunderts in der zu dieser Zeit locker besiedelten Wiehre errichtet wurde. Mit seiner vollständig überlieferten Bebauung, den erhaltenen Grünflächen und dem Straßennetz, steht die Siedlung unter Denkmalschutz und ist von großer historischer und städtebaulicher Bedeutung. Im Zuge des Sanierungsprogramms Soziale Stadt soll die Siedlung saniert werden.

Das Gebiet "Sulzburger Straße" im Stadtteil Weingarten soll saniert werden. Ziel ist es, die vorhandenen Strukturen an den demografischen Wandel anzupassen. Die Gebäude sollen dabei barrierefrei und energetisch modernisiert werden. Auch der öffentliche Straßenraum soll aufgewertet und die Verkehrssituation verbessert werden. Schwerpunkte sind die Erweiterung und Sanierung der Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt sowie die Sanierung von zwei achtgeschossigen Wohngebäuden der Freiburger Stadtbau.

In Freiburg-Haslach wird der Bereich zwischen Uffhauser Straße und Feldbergstraße erneuert. Das Gebiet besteht hauptsächlich aus Geschosswohnungsbauten, welche nach dem 2. Weltkrieg bis in die 60er Jahre erbaut wurden. Im Süden des Gebietes befinden sich die Freiflächen der Joseph-Brandel-Anlage. Aufgrund des Innenentwicklungspotentials und der modernisierungsbedüftigen Wohnbebauung wird das Quartier im Rahmen des Sanierungsprogramms Soziale Stadt saniert und aufgewertet.

Das Gebiet Weingarten West wurde im Jahr 2006 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Das derzeitige Fördergebiet umfasst den ersten von drei möglichen Sanierungsabschnitten. Das 27 ha große Untersuchungsgebiet weist inzwischen städtebauliche Missstände durch die homogene Baustruktur des Typus Großsiedlung der 1960 er Jahre auf.

Wie geht es weiter mit dem Nahversorgungszentrum in Betzenhausen-Bischofslinde? Welche Entwicklungsmöglichkeiten sehen Gewerbetreibende, Eigentümer, Anwohner- und Kundschaft, um das Zentrum langfristig attraktiv zu machen? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen des „Zentren-Aktivierungs-Konzepts (ZAK) Betzenhausen-Bischofslinde“ gemeinsam mit allen Betroffenen diskutiert und im Laufe des Prozesses auch beantwortet werden.

In den Jahren 2001 – 2011 wurde im rund 17 ha großen Sanierungsgebiet die städtebaulichen Missstände erhoben (vorbereitenden Untersuchungen) und ein integriertes Handlungskonzept daraus entwickelt. Die integrierte Quartiersentwicklung (Rahmenplan.pdf) Soziale Stadt Alt-Haslach hatte zum Ziel den Stadtteil insbesondere durch die Verbesserung des Wohnungsbestandes umfassend aufzuwerten. Neben der Sanierung von denkmalgeschützten Bestandsgebäuden wurden auch neue Wohnungen errichtet.

Kontakt

Stadtplanungsamt

Abteilung Städtebau
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
79106 Freiburg
Telefon
Fax (07 61) 2 01-41 99