Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Freiburg ist "Gedächtnis der Verwaltung" sowie zentrale Anlaufstelle für Forschungen zur Stadtgeschichte.

Es ist zuständig für die Sicherung und Erschließung der städtischen Überlieferung. Darüber hinaus verwahrt es auch nichtamtliche Archivalien, wie private Nachlässe oder Fotos. Die Bereitstellung der Dokumente für Interessierte, die Erforschung der Stadtgeschichte und die historische Bildungsarbeit, z.B. durch eigene Publikationen, Ausstellungen und Führungen vor allem für Schüler und Studenten, gehören zu seinen Aufgaben.




Aktuell:

Neuerscheinung "Freiburg und der Kolonialismus. Vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus""

Wie tief waren die Stadt Freiburg und ihre Bürgerschaft in die deutsche Kolonialgeschichte verstrickt? Und welche Bedeutung besaß der Kolonialismus für die Freiburgerinnen und Freiburger? Die Studie kommt zum Ergebnis: In allen sozialen Milieus war koloniales Gedankengut verankert: Sowohl im bürgerlich-nationalen wie im katholischen als auch im Arbeiter-Milieu dachten die meisten Menschen kolonial. Über alle politischen Gräben hinweg teilten sie die Überzeugung von einer zivilisatorischen Überlegenheit der Deutschen gegenüber den kolonisierten Bevölkerungen. Nationale und koloniale Vereine trommelten für die Errichtung neuer Kolonien und verteidigten die brutale Niederschlagung von Widerständen.
 
Zahlreiche Gesellschaften und wissenschaftliche Vortragsserien widmeten sich kolonialen Themen, ein Völkerkundemuseum wurde eingerichtet, und die Lokalpresse berichtete ausführlich von den Kolonialkriegen, wo auch Freiburger Soldaten in die Kämpfe verwickelt waren. Das Interesse und Engagement für die Kolonien überdauerte auch das Ende der deutschen Kolonialherrschaft (1918). In der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus war der Kolonialrevisionismus in Freiburg besonders stark, wie sich auch bei der Reichskolonialtagung 1935 in Freiburg zeigte – dem lokalen Höhepunkt der Kolonialbegeisterung.
 
Die Studie ist im Buchhandel oder direkt beim Stadtarchiv Freiburg, Grünwälderstraße 15, 79098 Freiburg, Telefon: 0761/201-2701, oder per E-Mail unter stadtarchiv@stadt.freiburg.de erhältlich. Sie kostet 24,50 Euro.

"Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit"

Begleitbroschüre zur Ausstellung kostenfrei erhältlich

Vor 800 Jahren, 1218, starb mit Bertold V. der letzte Herzog von Zähringen. Zahlreiche Geschichten und Legenden ranken sich bis heute um dieses Geschlecht, das am Ober- und Hochrhein sowie in Burgund seinen Machtbereich hatte und dessen Vertreter für etwa 150 Jahre zu den einflussreichsten Reichsfürsten zählten. Unter dem Motto „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ war die u.a. vom Stadtarchiv Freiburg i. Br. konzipierte Wanderausstellung vom 10. Dezember 2018 bis zum 1. Februar 2019 in der Meckelhalle des Sparkassen-FinanzZentrums zu sehen. Die Termine der weiteren Stationen finden Sie auf der Internetseite www.diezaehringer.eu.

Die reich bebilderte, 60-seitige Begleitbroschüre ist kostenfrei im Sparkassen-Finanzzentrum oder im Stadtarchiv Freiburg erhältlich (ggf. zzgl. Versandkosten).

Vortragsreihe "Auf Jahr und Tag. Leben in Freiburg in der Neuzeit"

im WS 2018/2019​

Nachdem sich die ersten Vortragsreihen 2012/13 und 2014/15 besonderen Daten der Stadtgeschichte gewidmet haben, wird in Weiterführung der erneut sehr erfolgreichen Vortragsreihe 2016/17, die anhand von Personen dem Leben im mittelalterlichen Freiburg gewidmet war, nun die Neuzeit in den Blick genommen.
 
Beispielhaft stehen dabei der Kartograf Martin Waldseemüller, die Ursulinerin Euphemia Dorer, der Verleger Bartholomä Herder, der Politiker Karl von Rotteck, die Dermatologin Bertha Ottenstein und andere für ihre soziale Gruppe, ihren Beruf oder für Institutionen, deren Alltag, Aufgaben und Umfeld dargestellt werden.
 
Das thematische Spektrum der zehn Abende umfassenden Vortragsreihe beleuchtet  somit den Humanismus genauso wie Architektur, Kunst und Wissenschaft, außerdem die Kirche, das Schulwesen, die Wohlfahrtspflege sowie nicht zuletzt auch den Widerstand im Nationalsozialismus.

22.10.2018 bis 11.03.2019, immer Montags, 19 Uhr, Audimax der Universität Freiburg

Eine Veranstaltung des Stadtarchivs Freiburg in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Freiburg (Abt. Landesgeschichte), dem Alemannischen Institut Freiburg e.V., dem Breisgau-Geschichtsverein "Schau-ins-Land" e.V., dem Landesverein "Badische Heimat" e.V. und dem Münsterbauverein Freiburg e.V.

Eintritt frei!

Kommende Vorträge


Recherche

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Kontakt

Stadtarchiv
Grünwälderstraße 15
79098 Freiburg
Telefon (07 61) 2 01-27 01
Fax (07 61) 2 01-27 99

Anfahrtsbeschreibung

mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit allen Straßenbahnlinien in Richtung Innenstadt, Haltestelle "Bertoldsbrunnen"

mit dem Auto:
Autobahn A 5, Ausfahrt Freiburg-Mitte, Richtung Innenstadt. Da beim Archiv keine Parkplätze vorhanden sind, möchten wir Sie bitten, dem Parkleitsystem zu folgen.


Öffnungszeiten

Montag, Dienstag Donnerstag:
10-16 Uhr
Mittwoch: 10-18 Uhr
Freitag: geschlossen

Aushebezeiten für Archivalien an allen Öffnungstagen um 10.30 und 12.30 Uhr.

Bereitstellung von Akten und Literatur aus den Außenmagazinen müssen bis spätestens Montag 12 Uhr eingegangen sein und stehen dann ab Mittwoch 10 Uhr zur Benutzung bereit.
Übersicht Bestände Außenmagazin (260,6 KB)


Antrag auf Benutzung

Die Benutzung des Archivs erfordert einen Antrag, der unmittelbar vor der ersten Nutzung vor Ort gestellt oder hier online ausgefüllt werden kann:

Online-Antrag (57,9 KB)


Reproduktionsgenehmigung

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