Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Freiburg ist "Gedächtnis der Verwaltung" sowie zentrale Anlaufstelle für Forschungen zur Stadtgeschichte.

Es ist zuständig für die Sicherung und Erschließung der städtischen Überlieferung. Darüber hinaus verwahrt es auch nichtamtliche Archivalien, wie private Nachlässe oder Fotos. Die Bereitstellung der Dokumente für Interessierte, die Erforschung der Stadtgeschichte und die historische Bildungsarbeit, z.B. durch eigene Publikationen, Ausstellungen und Führungen vor allem für Schüler und Studenten, gehören zu seinen Aufgaben.

Aktuell:

Besuch des Lesesaals wieder möglich

Liebe Archivbenutzer_innen,

für eine Nutzung des Lesesaals gelten folgende Regelungen:

Öffnungszeiten:
Der Lesesaal ist geöffnet Montag bis Donnerstag, jeweils von 10:00–16:00 Uhr.

Begrenzte Nutzer_innen-Zahl und Voranmeldung mit bestätigter Reservierung:
Die Nutzung des Lesesaals ist aufgrund einzuhaltender Abstandregelungen nur für maximal zeitgleich drei Personen möglich.
Für einen Besuch bitten wir um Voranmeldung mindestens einen Werktag im Voraus. Möglich ist die Reservierung einzelner oder mehrerer halber und/oder ganzer Nutzungstage: Sie können von 10:00–12:45 Uhr oder von 13:15–16:00 Uhr oder durchgängig von 10:00–16:00 Uhr reservieren.
Voranmeldungen sind ausschließlich telefonisch zu den Öffnungszeiten (Mo–Do von 10–16 Uhr) unter 0761/201-2701 oder per E-Mail an stadtarchiv@stadt.freiburg.de möglich.
Ein Besuch ist nur nach telefonisch oder schriftlich bestätigter Reservierung möglich. Bitte informieren Sie uns (auch kurzfristig), wenn Sie eine bestätigte Reservierung doch nicht nutzen.

Beratung, Findmittelrecherche, Arbeitsgerät:
Der Aufenthalt in der Kanzlei zu Beratungs- oder Recherchezwecken ist auf ein Minimum zu reduzieren. Wir bitten Sie, sich bei Beratungsbedarf vorab mit uns in Verbindung zu setzen; ggf. können wir Ihre Anfrage telefonisch oder schriftlich beantworten, und eine persönliche Nutzung ist nicht erforderlich. Bitte bringen Sie Ihr eigenes Arbeitsgerät mit (elektronische Geräte, Bleistift und Papier).

Schutz- und Hygienemaßnahmen:

  • Im gesamten öffentlichen Bereich des Stadtarchivs einschließlich des Lesesaals ist das durchgehende Tragen einer medizinischen Schutzmaske (OP-Maske) oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder KN95/N95) Pflicht.
  • Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist stets einzuhalten.
  • Vor Betreten von Kanzlei, Lesesaal und Garderobe sind die Hände zu waschen.


Kontaktdokumentation:
Zu Dokumentationszwecken erheben wir bei einem Besuch Ihre persönlichen Kontaktdaten.

Heimatschutzarchitektur vor Ort.

Joseph Schlippe als Leiter des Freiburger Hochbauamtes und Wiederaufbaubüros 1925-1951, unter Berücksichtigung der gleichzeitigen Entwicklung in Basel

Von Ralf Müller

(Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg i. Br. 45)

Konzipiert als Teil der Lebensreformbewegungen ab etwa 1900, erlangte die Heimatschutzarchitektur in der Weimarer Republik und während der Zeit des Nationalsozialismus große praktische Relevanz. Nach 1945 war sie in Orten wie Freiburg im Breisgau für den Wiederaufbau der kriegszerstörten Altstadt handlungsleitend.
Ihre Vertreter grenzten sich sowohl von der in ihren Augen dekadenten Formenvielfalt der Gründerzeit-Architektur als auch später vom ‚Neuen Bauen‘, verkörpert etwa durch das Bauhaus, ab. Neben ästhetischen Gesichtspunkten spielten dabei weltanschauliche Gründe eine Rolle. Häuser mit geneigten Dächern und schlicht gehaltenen Fassaden ohne allzu große Fenster, erbaut mit regional üblichen Materialien und unaufdringlich eingepasst in das Stadtbild oder die landschaftliche Umgebung – das waren einige ihrer zentralen Ideale, deren Umsetzbarkeit von wechselnden personellen und sachlichen Gegebenheiten abhing.
Zwischen 1919 und 1967 waren die Leiter des Hochbauamtes der Stadt Freiburg ausgewiesene Heimatschutzarchitekten. Die Studie analysiert diese Zusammenhänge und bettet sie in größere
politisch-gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein. Zur Einordnung der Bedeutung der Erkenntnisse auch über Freiburg hinaus wird ferner die zeitlich parallele Entwicklung in Basel herangezogen, einer Stadt, die bei aller geographischen Nähe durch wesentliche Unterschiede zu Freiburg gekennzeichnet ist.

Das Buch ist im Stadtarchiv Freiburg oder im Buchhandel für 30,00 Euro erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie hier (1,03 MB).

buochmeisterinne

Handschriften und Frühdrucke aus dem Dominikanerinnenkloster Adelhausen

Hg. von Martina Backes und Balász J. Nemes


(Stadt und Geschichte. Neue Reihe des Stadtarchivs Freiburg i. Br. 24)

"buochmeisterin", so nannte man im Mittelalter jene Schwester, die im Frauenkloster für Anschaffung, Aufbewahrung und Ausleihe der Bücher zuständig war. Auch in den Dominikanerinnenklöstern Freiburgs, deren vornehmstes der im 13. Jahrhundert gegründete Konvent von Adelhausen war, spielten Bücher eine zentrale Rolle. Welche Arten von Büchern in Adelhausen und den befreundeten Dominikanerinnenklöstern vorhanden waren und wer ihre Anschaffung und Benützung im Frauenkonvent organisierte, zeigt die umfangreiche Begleitbroschüre zur gleichnamigen Ausstellung, die im Museum für Stadtgeschichte 2021 zu sehen war.

Die fast 300-seitige Publikation ist im Stadtarchiv Freiburg oder im Buchhandel für 12,00 Euro (zzgl. Versandkosten) erhältlich.

Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120-1293) - Edition, Übersetzung, Einordnung

Hg. von Marita Blattmann, Jürgen Dendorfer, Mathias Kälble und Heinz Krieg

(Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg i. Br. 43)

Das Freiburger Stadtrecht spielt in der Forschung von jeher eine wichtige Rolle. Für keine andere deutsche Gründungsstadt des hohen Mittelalters lässt sich die frühe Rechtsentwicklung so detailliert nachvollziehen wie für Freiburg im Breisgau.

Ediert werden in dem Buch erstmals sämtliche Freiburger Stadtrechtstexte und stadtrechtsnahen
Urkunden von der Marktgründung 1120 bis zum deutschen Stadtrecht von 1293. Darunter auch die verlorenen, aber rekonstruierbaren Stadtrechtstexte der Zähringerzeit, die zu den ältesten Stadtrechtstexten im deutschsprachigen Raum gehören.

Eingeleitet wird der Band von einem Überblick über die Geschichte Freiburgs im 12. und 13. Jahrhundert und einem Beitrag, der die Spezifika der Freiburger Texte erläutert und sie in die Stadtrechtsentwicklung ihrer Zeit einordnet. Neuhochdeutsche Übersetzungen der lateinischen und mittelhochdeutschen Originale sollen die Edition auch einem breiteren Lesepublikum zugänglich machen.

Das Buch (Infoflyer (2,586 MB)) kann im Stadtarchiv für 30 Euro zzgl. Versandkosten bestellt werden (stadtarchiv@stadt.freiburg.de).

"Auf! Hedad, Hedad! Unsre Bahn ist frei." Zionistische Lebenswelten in der Stadt Freiburg 1897-1933

Von Julia Böcker

(Stadt und Geschichte. Neue Reihe des Stadtarchivs Freiburg i. Br. 23)

Die jüdische Bewegung des Zionismus, deren Ziel die Gründung, Sicherung und Rechtfertigung eines jüdischen Nationalstaats ist, nahm in Europa im ausgehenden 19. Jahrhundert ihren Anfang. Dabei bildeten sich zionistische Lebenswelten heraus, in denen Individuen wie soziale Gruppen denken, handeln und dadurch wiederum Daseinsformen schufen.
 
In der vorgelegten Studie wird die zionistische Lebenswirklichkeit am Beispiel von Freiburg i. Br. veranschaulicht. Drei Gruppen von Akteuren treten besonders hervor: Bürger der Stadt, organisiert in örtlichen Vereinen, Studierende der Universität, vereint in Studentenverbindungen, und Jugendliche im „Markenhof“, einem zionistischen Auswandererlager.
 
Für jeden dieser „Räume“ wird erkundet, welche geschichtlichen Faktoren prägend waren, welche Personen das soziale Grundgefüge bildeten, welche Weltanschauungen ihren Zionismus begründeten, welche Handlungsfolgen daraus resultierten und welche Bedeutung sie für die Lebenswelt folglich innehatte.

Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von der Gründung einer ersten Zionistengruppen1897 bis zum Beginn des nationalsozilistischen Regimes 1933. In einem Ausblick wird umrissen, wie die Bewegung danach zwangsweise neuen Auftrieb erfuhr.

Die Broschüre ist direkt beim Stadtarchiv Freiburg oder im Buchhandel für 5,00 Euro erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie hier (324,2 KB).

Recherche

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Kontakt

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Grünwälderstraße 15
79098 Freiburg
Telefon 0761 201-2701
Fax 0761 201-2799

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10-16 Uhr
Freitag: geschlossen

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