Hier legen wir Hand an

Pflegebeispiele

Wie Sie in der Biotoppflege mithelfen können, erfahren Sie beim Bürgerschaftlichen Engagement

Waldrandgestaltung: Artenvielfalt zwischen Wald und Feld

Wussten Sie, dass am Waldrand zehnmal mehr Vögel leben als im Waldesinnern?

Stufig aufgebaute Waldränder aus Stauden, Sträuchern und einer lockeren Baumzone sind aber nicht nur ein paradiesischer Lebensraum für Schmetterling, Fledermaus und Igel: Sie stabilisieren auch den dahinterliegenden Wald gegen Stürme und übermäßige Sonneneinstrahlung.
Bei der Waldpflege lockern unsere Forstwirte die Waldränder auf einer Tiefe von bis zu 30 Metern auf, um lichtliebenden Arten Entfaltungsraum zu schaffen.

Felsenpflege: Markante Aussichten erhalten

Exponierte Felsvorsprünge erlauben dem Wanderer immer wieder herrliche Aussichten auf unsere Stadt.

Gleichzeitig gedeihen hier im trocken-warmen "Fels-Klima" Charakterpflanzen wie Flügelginster, Mauerpfeffer, Felsenbirne oder Wildrosen.

Umstehende Nadelbäume müssen immer wieder gefällt werden, um den Charakter dieser gesetzlich geschützten Kleinbiotope wiederherzustellen.

Wiederbewässerung Mooswald: Renaturierung eines Feuchtwaldes

Um Artenvielfalt, Stabilität und Gesundheitszustand des ehemaligen Auewaldes war es schlecht bestellt. Oberflächenversiegelung und industrielle Wasserentnahmen haben das Grundwasser stark abgesenkt und dem Wald schwer geschadet.

Seit Mitte der 1980er Jahre werden im Rahmen des "Bewässerungsprojektes Mooswald" 90% des von der Firma Rhodia zu Kühlzwecken entnommenen Grundwassers (5,4 Mio. cbm/Jahr) über das alte System von Entwässerungsgräben in den Mooswald zurückgeleitet.

Das vorläufige Ergebnis ist erfreulich. 40% des rückgeführten Wassers erreicht das Grundwasser. Die Fläche mit "oberflächennahem Grundwasserstand" konnte verdreifacht werden (heute 433 Hektar). Auf diese Weise entstanden zahlreiche Feuchtbiotope und auf rund 600 Hektar Waldfläche verbesserten sich die Lebensbedingungen der Bäume.

Haselhuhn-Habitatpflege: Lebensraum für ein selten gewordenes Waldhuhn

Haselhuhn-Biotoppflege am Schauinsland: hier findet das extrem seltene, störungsempfindliche Haselhuhn einen letzten Rückzugsraum. Die lückige Dickung aus niedrigen Weichlaubhölzern wie Birke, Weiden und Vogelbeeren droht durch Fichtenanflug einzuwachsen.

Um den spezifischen Lebensraum zu erhalten, müssen die Fichten entnommen werden, um zu verhindern, dass dunkler Fichtenhochwald entsteht. Mit dem Lebensraum würde sonst auch das Haselhuhn auf Dauer verschwinden. Im Rahmen des Bergwaldprojekts engagierten sich ehrenamtliche Helfer in diesem wichtigen Bereich des Artenschutzes.



Kontakt

Forstamt
Günterstalstraße 71
79100 Freiburg
Telefon 0761/ 201-6201 oder -6202, Wochenendnotfalldienst: 0175 / 9322476
Fax 0761 / 77982

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