Nachhaltigkeitsrat

In der Idee der Nachhaltigkeit verbindet sich für mich ein Appell an uns alle, heute im privaten und beruflichen Umfeld so zu leben und zu handeln, dass wir der nachfolgenden Generationen hier in Freiburg und darüber hinaus eine Welt übergeben können, in der sich gut und friedvoll leben lässt. Dazu gehört neben der Sorge für die Umwelt auch ein sorgenvoller Umgang mit den Mitmenschen. Nachhaltigkeit im Zusammenleben heißt für mich Gemeinsinn und gelebte Solidarität, zu denen jeder an seinem Platz und mit seinen Möglichkeiten eine Beitrag leisten kann. Ich werde mich im Nachhaltigkeitsrat dafür einsetzten, dass das Soziale in der Idee der Nachhaltigkeit seine Berücksichtigung findet.

Ulrich von Kirchbach
Nachhaltigkeitsrat

Nachhaltigkeit ist verantwortungsbewusstes Handeln. Nachhaltigkeit fordert für uns immer wieder auf, die Konsequenzen unseres Handels in ökologischer, sozialer und finanzieller Hinsicht mitzudenken und einzubeziehen. Nachhaltigkeit erfordert neue kulturelle Übereinkünfte, die vielfach noch ausgehandelt werden müssen.

Pia Maria Federer
Stadträtin Grüne

Nachhaltig handeln bedeutet für mich, heute nicht nur an morgen, sondern bereits an übermorgen zu denken. Wir stehen in der Pflicht, über Wahlzyklen hinweg stabile und verantwortungsvolle Strukturen für die Zukunft zu schaffen. Nachhaltigkeit ist eine politische Querschnittsaufgabe. Als Schwerpunkt sehe ich hier eine generationengerechte Haushaltspolitik, die finanzielle Freiräume für eine verlässliche und umfassende Bildung aller und eine zukunftsbeständige Wirtschafts- und Energiepolitik vor Ort schafft.

Wendelin Graf von Kageneck
Stadtrat CDU

Nicht mehr nehmen als geben. Die über den Tag hinausgehende Betrachtung und die Einsicht in die Endlichkeit unserer Ressourcen wird es ermöglichen, sozial, ökonomisch und ökologisch einen Ausgleich der Notwendigkeiten hinzubekommen.

Walter Krögner
Stadtrat SPD

Das Thema Nachhaltigkeit heißt für mich allen Kindern und Jugendlichen den gleichen Zugang zu Bildung ermöglichen, soziale Ausgrenzung verhindern und interkulturelles, generationenübergreifendes Zusammenleben ermöglichen.

Karin Seebacher
Stadträtin SPD

Nachhaltiges Handeln bedeutet für mich, dass die Wirkung unseres Handelns verträglich ist mit der Permanenz des menschlichen Lebens auf der Erde, aber nicht jedweden Lebens, keines erniedrigten, ausgebeuteten Lebens, sondern eines guten Lebens für alle Menschen weltweit. Soziale Einschnitte und eine Verschlechterung der Lebensbedingungen heute mit der Begründung, dies sei notwendig im Interesse zukünftiger Generationen, lehne ich ab. Ich bin überzeugt davon, dass nachhaltiges Handeln hier und heute bei den jetzt lebenden Menschen beginnen muss.

Michael Moos
Stadtrat Unabhängige Listen

Eine gute nachhaltige Entscheidung ist eine Entscheidung die für kommende und mit jüngeren Generationen getroffen wird. Wenn Entscheidungen im Bereich Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch im Alltagsleben von uns allen nachhaltig sind, entstehen langfristig gute Bedingungen. Für Nachhaltigkeit ist aus meiner Sicht auch die Bildung wichtig, denn wer nicht weiß, was und wie wichtig Nachhaltigkeit ist, kann auch keine wertvollen nachhaltigen Entscheidungen treffen.

Lukas Mörchen
Fraktionsvorsitzender, Fraktionsgemeinschaft Junges Freiburg / Die Partei / Grüne Alternative Freiburg (JPG)

Jeder Mensch trägt Verantwortung für Andere. Sie ist größer, als wir uns bewusst machen. Auch die Möglichkeiten des Einzelnen sind weit größer, als üblicherweise gedacht. Jeder kann in seinem persönlichen Bereich besonnen, verantwortungsbewusst und schonend handeln und fördernd in das Geschehen eingreifen. Das berührt nicht nur ökologische und ökonomische Prozesse, sondern auch das Gebiet der Bildung; letztlich jeden langfristig zu denkenden Vorgang. Wir sollten nicht unterschätzen, wie viel jeder bewirken kann, wenn er sich engagiert. Wenn viele so denken und handeln, entsteht eine Gemeinschaft, die ihr Zusammenleben im Wissen um die Endlichkeit materieller Güter wie auch um die Verantwortung für unsere Nachkommen und die Natur gestaltet.

Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer
Stadtrat Freiburg Lebenswert / Für Freiburg

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sieht sich dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung auf allen Ebenen universitären Lebens verpflichtet und setzt dieses Prinzip in Forschung, Lehre, Weiterbildung sowie dem universitären Betrieb seit Jahren konsequent um.

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer
Rektor Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Nachhaltige Entwicklung ist die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Alle Individuen und gesellschaftlichen Akteure müssen sich dieser Menschheitsaufgabe stellen.

Prof. Dr. Dirk Oesselmann
Evangelische Hochschule Freiburg

Nachhaltigkeit bedeutet, das eigene Handeln in zeitliche und räumliche Perspektive zu setzen. Globale Entwicklungen sind dabei nicht von lokalen Ursachen und Folgen zu trennen. Freiburg ist keine grüne Insel, sondern Teil einer sich schnell verändernden Welt.

Dr. Martin Adelmann
Geschäftsführer Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung

Nachhaltigkeit hat viele Aspekte, unser Umgang mit Energie ist einer der wichtigsten. Eine nachhaltige Entwicklung ist in Freiburg genauso wie an jedem anderen Ort der Welt nur möglich, wenn wir zukünftig konsequent Energie einsparen, die benötigte Energie effizient einsetzen und die Erneuerbaren Energien ausbauen. Freiburg geht bei der Energiewende voran und verfolgt seine ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele beharrlich.

Per Klabundt
Geschäftsführer Wirtschaftsverbande 100% Erneuerbare Energien

Bei einem täglichen Flächenverbrauch in Deutschland von ca. 74 ha als Siedlungs- und Verkehrsfläche tragen Architekten und Stadtplaner eine große Verantwortung bei der Erreichung des von der Bundesregierung im Jahr 2002 gesteckten Ziel, diese Zahl bis 2020 auf maximal 30 ha zu senken.

Dipl.-Ing. (FH) Manfred Sautter
Architektenkammer Bezirk Freiburg, Vorsitzender der Kammergruppe

Die ökologische Ausrichtung der badenova ist im Kern geprägt von den Erwartungen und inhaltlichen Ansprüchen unserer Gesellschafter, also vor allem der Städte und Gemeinden zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald. Damit wiederum sind es die Menschen, die Bürger dieser Kommunen, die uns motivieren. Ihre Wünsche, ihre Erwartungen, ihre Bedürfnisse sind unser Auftrag. Wir haben dies vor einigen Jahren als "regionalen Auftrag" sogar ausformuliert. Ausdrücklich haben Aufsichtsrat und Gesellschafter uns diesen Auftrag erteilt. Er ist nie beendet, denn für uns bedeutet er: Wir sorgen für eine lebenswerte Region. Jetzt und in Zukunft.

Dr. Thorsten Radensleben
Vorstandsvorsitzender badenova AG Co. KG

Die Natur und deren nachhaltiger Schutz sind seit Jahrzehnten meine Leidenschaft. Kinder und Jugendliche können in "meiner" Naturschutzjugend in ökologischen Projekten (wie Bachpatenschaft, Amphibienschutz Gebietsbetreuung, Fledermausschutz) Nachhaltigkeit in der Natur erleben. Der Schutz von Biotopen und Arten ist ein wesentlicher Aspekt der Nachhaltigkeit, spielt aber in Freiburg eine noch viel zu geringe Rolle. Meine Motivation für den Nachhaltigkeitsbeirat ist es, an Konzepten zu einer nachhaltigen Entwicklung und Pflege der Natur mitzuarbeiten, Ausgleichsmaßnahmen sinnvoll zu gestalten. Mit großer Begeisterung gebe ich mein Wissen in der Naturschutzarbeit und auf Exkursionen an andere Menschen weiter.

Gisela Friederich
Naturschutzbund Deutschland e.V., Ortsgruppe Freiburg

Nachhaltigkeit ist durch und durch ein biblisches Thema und damit ein integraler Bestandteil des "Christlichen Menschenbildes". Nach biblischer Überzeugung bleibt die Erde Schöpfung, d.h. in den Händen Gottes, der sie gemacht und uns Menschen zwar zur "Krone" seiner Schöpfung bestimmt hat, aber dies gerade in dem Sinn, dass die Erde uns nicht zum grenzenlos ausbeutbaren Eigentum übergeben, sondern zur treuhänderischen Verfahrung anvertraut wurde. Damit ergibt sich die Konsequenz nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens aus dem Innersten der biblischen Botschaft. Es ist unsere Verantwortung, wie wir unseren Kindern und Enkeln die Erde weitergeben.

Stadtdekan Markus Engelhardt
Evangelisches Dekanat Freiburg

Eine aufgeklärte, engagierte Bürgerschaft, eine aufgeschlossene Verwaltung und eine dialogorientierte Politik - das sind die Zutaten, mit denen Freiburg im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung seit Jahren Erfolgsgeschichte schreibt. In Freiburg ist vieles möglich, was in anderen deutschen und europäischen Städten unerreichbar erscheint. Als Mitglied des Nachhaltigkeitsrates möchte ich dazu beitragen, dass technologische und soziale Innovationen in Freiburg Hand in Hand gehen, damit alle Bevölkerungsgruppen vom Erfolg und der Attraktivität der Stadt profitieren.

Stefan Kuhn
Deputy Regional Director, ICLEI-Europasekretariat

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Baustein unseres Zusammenlebens. In den Bereichen der Energie, Leben und Wohnen gab es schon große Veränderungen, doch in den Herausforderungen die uns FreiburgerInnen erwarten, spielt für mich eine nachhaltige Beteiligung von jungen Menschen und verbindliche Ziele eine zentrale Rolle!

Tom Pannwitt
Vorstand Stadtjugendring e.V.

Sustainability is the biggest single yet complex challenge facing the World and Humankind. Unless we can create solidarity to find global solutions to this challenge we face a difficult future. I am committed to education where we can work to create solidarity across nations, cultures and socio-economic backgrounds, where our shared insights and sense of common responsibility lead to ways forward that can be embraced by all.

Laurence Nodder
Geschäftsführer United World College Freiburg (UWC)

Es ist für mich ein Geschenk, in Freiburg wohnen zu dürfen. Als Stiftungsratsvorsitzende der Freiburger Bürgerstiftung und Regionalkuratorin der Bürgerstiftrungen von Baden Württemberg nehme ich gern die Aufgaben des Nachhaltigkeitsrates an. Die Bürger Freiburgs sind sehr engagiert und haben in den unterschiedlichsten Gruppierungen ihr Wissen und ihr politisches Handeln eingebracht, um mit dem Gemeinderat und durch die Stadtverwaltung den Rahmen für eine Stadt der Nachhaltigkeit zu gestalten.

Hanna Lehmann
Nachhaltigkeitsrat

Auftrag des Rates

Der Freiburger Nachhaltigkeitsrat wurde im Jahr 2006 gegründet mit dem Auftrag Gemeinderat und Stadtverwaltung bei der Umsetzung der städtischen Nachhaltigkeitsziele zu beraten. Durch sein Engagement hat er maßgeblichen Anteil an der Förderung der nachhaltigen Entwicklung in Freiburg.

Die  Mitglieder des Freiburger Nachhaltigkeitsrates von 2014 - 2019 (4,426 MB) setzten sich in ihrer fünf-jährigen Amtsperiode mit zukunftsorientierenden Themen auseinander.
Es wurden  „Eckpunkte für ein Quartier der Zukunft“ (1,527 MB)erarbeitet, die in die konzeptionelle Entwicklung des neuen Stadtteil Dietenbach einflossen.
Auch beteiligten sich die Nachhaltigkeitsräte im Bundesprojekt  „Zukunftsstadt“. Mit vielen Praxisakteuren, Wissenschaftler_innen und Bürger_innen arbeiteten sie transdisziplinär an Lösungsansätzen zu Fragen einer nachhaltigen Energieversorgung, der quartiersbezogenen Teilhabe, neuen Wirtschaftsformen und dem Thema Ernährung.
Auf der Agenda ihrer öffentlichen Sitzungen standen zudem Zukunftsthemen wie "Digitalisierung", "Nachhaltigkeitsberichterstattung bei Unternehmen" und "die Dimension der sozialen Nachhaltigkeit" mit denen sie zum öffentlichen Diskurs beigetragen haben.
Mit der  Fortschreibung der Freiburger Nachhaltigkeitsziele (94,1 KB) im Jahr 2017 ist der Freiburger Gemeinderat der Empfehlung des Nachhaltigkeitsrates gefolgt, der die Ziele als politische Richtschnur und bindende Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik vorgeschlagen hat.
In seiner letzten gemeinsamen Sitzung vom 27.03.2019 verabschiedete der Nachhaltigkeitsrat die Stellungnahmen  "Globale Nachhaltigkeitsziele vor Ort umsetzen" (74,3 KB) und  "Soziale Nachhaltigkeit vor Ort gestalten (52,7 KB)" als zukunftsorientierte Empfehlungen, die als Drucksache dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt werden.

Mitglieder des Rates

Im November 2014 startete der Nachhaltigkeitsrat mit veränderten inhaltlichen Strukturen und neuer Besetzung in eine zweite Amtszeit. Unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Martin Horn engagieren sich Vertreter_innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik in dem 40-köpfigen Gremium. Neben fünf Mitgliedern aus Hochschulen und Forschungseinrichten sind mit 15 Sitzen die Institutionen der Zivilgesellschaften am stärksten vertreten. 10 Mitglieder repräsentieren die Freiburger und regionale Wirtschaft und Wirtschaftsverbände, insgesamt 10 Stadträt_innen vertreten die Fraktionen bzw. Fraktionsgemeinschaften im Rat.

Wissenschaft

5 Mitglieder aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Evangelische Hochschule Freiburg

Katholische Hochschule Freiburg

Arnold-Bergstraesser Institut für kulturwissenschaftliche Forschung

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

Wirtschaft

10 Vertreterinnen und Vertreter aus der Freiburger und regionalen Wirtschaft und Wirtschaftsverbänden

Handelsverband Südbaden e.V.

Wirtschaftsverband 100% Erneuerbare Energien

Architektenkammer Bezirk Freiburg

badenova AG & Co. KG

Freiburg Wirtschaft Touristik & Messe GmbH & Co. KG

Freiburger Verkehrs AG

Handwerkskammer Freiburg

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH

Sportclub Freiburg

Freiburger Stadtbau GmbH

Zivilgesellschaft

15 Vertreterinnen und Vertreter aus Institutionen der Zivilgesellschaft

Migrantinnen- und Migrantenbeirat Freiburg

Freiburger Beirat für Menschen mit Behinderung

Naturschutzbund Deutschland e.V., Ortsgruppe Freiburg

Evangelisches Dekanat Freiburg

Stadtjugendring Freiburg e.V.

United World College Freiburg (UWC)

Freiburger Bürgerstiftung

Katholisches Stadtdekanat Freiburg

ICLEI - Europasekretariat

Eine Welt-Forum Freiburg e.V.

Kultur Macht Reich

Ökostation Freiburg

Sportkreis Freiburg

Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V.

Volkshochschule Freiburg e.V.

Politik

10 Stadträtinnen und Stadträte

Mitglieder des Rates​

Kontakt

Nachhaltigkeitsmanagement Freiburg
Rathausplatz 2-4
79098 Freiburg
Tel. 0761 / 201-1070
Fax 0761 / 201-1079

nachhaltigkeitsmanagement@stadt.freiburg.de

Simone Ariane Pflaum
Leiterin
Tel. 0761 / 201-1070
Simone.Pflaum@stadt.freiburg.de

Angela Hinel
Tel. 0761 / 201-1071
Katrin.Troester@stadt.freiburg.de

Peter Rinker
Tel. 0761 / 201-1072
Peter.Rinker@stadt.freiburg.de