Besucher lenken - Natur entlasten

Erholungskonzepte

Die intensive Erholungsnutzung führt bisweilen zu Konflikten mit dem Natur- und Artenschutz. Steuernde Maßnahmen sind dann unerlässlich. Gesamtnutzungskonzepte können die unterschiedlichen Bedürfnisse in Einklang bringen. Am Opfinger See, am Schauinsland und im Rieselfeld hat das Forstamt hierzu getrennte Kernzonen für die Erholung und den Artenschutz ausgewiesen. Hinweistafeln informieren über die Hintergründe der Besucherlenkung.

Opfinger See: Von der Kiesgrube zum Erholungswald

Der Opfinger See ist aus dem Kiesabbau seit Ende der 1960er Jahre hervorgegangen. Mit 44 Hektar Wasserfläche ist er heute ein beliebtes Naherholungsgebiet für den Menschen, aber auch ein wichtiger Rückzugsbereich für Tiere und Pflanzen. Der See selbst und der Stadtwald, der ihn umgibt, bilden den "Erholungswald Opfinger See". Jahr für Jahr kommen rund 200.000  Besucherinnen und Besucher, um hier zu baden, Rad zu fahren und spazieren zu gehen.

Nachdem im Jahr 2014 der Kiesabbau beendet und alle Anlagen abgebaut waren, hat das Forstamt am südlichen Ende des Sees Grillstellen, einen Beachvolleyball-Platz, Slackline-Pfähle und eine große Liegewiese angelegt. Außerdem entstand ein neues Kioskgebäude mit öffentlichen Toiletten, dessen Pächter in der Badesaison kleine, regionale Stärkungen an die Badenden verkauft. Auch der Wachdienst der DLRG hat hier seinen Stützpunkt. Daneben hat das Forstamt Parkplätze angelegt, schattenspendende Bäume gepflanzt und einen halben Hektar Eichenwald aufgeforstet.

Um ein Miteinander von Mensch und Natur zu ermöglichen, wurde im nördlichen Teil des Sees eine Biotopschutzzone eingerichtet. In diesem Bereich hat die Natur Vorrang - rücksichtsvolle Seebesucherinnen und -besucher bleiben hier auf den Wegen und nutzen die Beobachtungsplattform am Nordostufer für Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt.

Flyer zum Naherholungsgebiet und Biotopschutzzone Opfinger See

Schauinsland: Sensible Bergwelt im Besucheransturm

Das Naturschutzgebiet Schauinsland ist für die Menschen der Region ein gern besuchtes Ausflugsziel. Besonders die Gipfelregion leidet dabei unter dem Verkehr, ungelenkte Besucherströme schädigen trittempfindliche Bergrasen und beschleunigen die Bodenerosion.

Informierte Besucher lassen sich lenken. Gemeinsam mit der "Interessengemeinschaft Landschaftsschutzgebiet Schauinsland e. V." (IGS) entstand 1995 ein Besucherlenkungskonzept. Das Wegenetz wurde nach ökologischen Gesichtspunkten neu konzipiert. Hauptwege wurden befestigt und beschildert. Der aussichtsreiche kulturhistorische Lehrpfad "Erzkasten-Rundweg" informiert auf spannende Art über den sensiblen Naturraum. Ein ehrenamtlicher Naturschutzdienst ist Ihr hilfsbereiter Ansprechpartner in vielen Fragen.

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Kontakt

Forstamt
Günterstalstraße 71
79100 Freiburg
Telefon 0761/ 201-6201 oder -6202, Wochenendnotfalldienst: 0175 / 9322476
Fax 0761 / 77982

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