Hintergrund

Gastarbeiter 1955 – 1973

Vom ersten Anwerbevertrag 1955 mit Italien bis zum Anwerbestopp 18 Jahre später kamen etwa 14 Millionen sogenannter "Gastarbeiter" und ihre Angehörigen nach Deutschland.
Dem Abkommen mit Italien folgten Vereinbarungen mit Spanien (1960), Griechenland (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968). Speziell für die Anwerbung von Bergleuten vereinbarte die BRD außerdem Programme zur befristeten Beschäftigung mit Korea, Japan und Chile.

Foto:Quelle Bundesarchiv, B 145 Bild-F008013-0003 / Fotograf: Rolf Unterberg / Lizenz CC-BY-SA 3.0

Die klassische Vorstellung eines Gastarbeiters in Deutschland ist die eines 18 bis 45 Jahre alten Mannes, der entweder unverheiratet ist oder Ehefrau und Kinder in seinem Heimatland zurückgelassen hat. In den Hochzeiten der Anwerbung allerdings war fast jeder dritte und in manchen Branchen jeder zweite Gastarbeiter eine Gastarbeiterin.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) organisiert am 10. September 1964 einen großen Bahnhof für den einmillionsten Gastarbeiter und schenkt dem Portugiesen Armando Rodrigues de Sá zur Begrüßung ein Moped.

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Aufgaben:

Interkulturelle Kunst und Kultur, Stadtteilkultur