Vom Mammutwald zum Klimawandelwald

Neugestaltung im Seepark

Im Jahr 2001 standen im Mammutwald im Seepark noch ca 260 Mammutbäume. Davon stehen heute noch 96 Stück, von denen mehr als die Hälfte in einem sehr schlechten Zustand oder bereits abgestorben sind. Der extrem schlechte, kiesige Boden und der Klimawandel machen der an der feuchten Westküste Nordamerikas beheimateten Baumart schwer zu schaffen, so dass immer mehr Bäume absterben und in Folge dessen gefällt werden müssen. Der heiße und trockene Sommer 2018 beschleunigte das Baumsterben noch, so dass in diesem Winter ca 60 Bäume entfernt werden müssen.
Aus der Not möchte das Garten- und Tiefbauamt (GuT) eine Tugend machen. Der absterbende Mammutwald soll in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem „Klimawandelwald“ umgestaltet werden. Es ist vorgesehen, die Mammutbäume durch eine Mischung aus unterschiedlichen Baumarten zu ersetzen, die die zunehmende Hitze und trockenen Sommer der kommenden Jahre und Jahrzehnte überstehen können. Dies sind nicht in jedem Fall heimische, sondern vielfach Baumarten aus Regionen, die heute schon ein Klima aufweisen, das hier in Freiburg in den nächsten Jahrzehnten zu erwarten ist. Das GuT verfolgt damit ein Konzept, das einerseits die Veränderungen durch den Klimawandel berücksichtigt und andererseits die Erholungsqualitäten des Seeparks erhalten möchte. Die Baumartenauswahl verbindet ästhetische Aspekte wie Blüte und Herbstfärbung mit den Anforderungen des Klimawandels wie Hitze- und Trockenheitsresistenz. Auch die Insekten werden mehr von den vorgesehenen Baumarten haben, weil einige zu der Gattung der Schmetterlingsblütler gehören, wie z.B. der Schnurbaum, die Gleditschie oder Gelbholzbaum, deren Blüten als Bienen- und Insektenweide wichtig sind.
Voraussichtlich werden die ersten neuen Bäume im Februar/März des kommenden Jahres gepflanzt. Die Umgestaltung ist in zwei Abschnitten vorgesehen, so dass die letzten Neupflanzungen in 2020/2021 erfolgen werden.

Neues Konzept mit Brunnen und Café

Colombipark soll ein Park für alle werden

Ein Park für alle soll der Colombipark künftig werden. Hierfür hat die Stadt ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um diese zentrale Grünanlage in der Freiburger Innenstadt attraktiver zu gestalten. Neben einem Café ist ein Spielplatz und ein neu angelegter Brunnen vorgesehen, in dem Kinder im Sommer auch mal planschen können.

Colombipark im Winter, im Vordergrund Stiefmütterchen
Gegen winterliche Tristesse helfen auch mal ein paar Stiefmütterchen. Das neue Konzept aber soll helfen, den Colombipark für alle und zu jeder Jahreszeit attraktiv zu gestalten.

Hier soll als ein zentrales Element der Neukonzeption ein neuer Spielplatz entstehen, daneben in dem städtischen Gebäude in der Rosastraße 2 ist ein Café mit einer Außenterrasse geplant. Im dem Gebäude selbst könnten zusätzlich zu den Toiletten des Gastronomiebetriebs auch öffentliche Toiletten eingerichtet werden. Im ersten Obergeschoß soll das Archäologische Museum Colombischlössle Flächen nutzen können. Das alte Trafogebäude an der Ecke Rotteckring und Rosastraße wird abgerissen. An dieser Stelle soll ein neuer, offener und einsehbarer Parkeingang mit Blick auf den Spielplatz und die Caféterrasse entstehen.

Visualisierung der ersten Planungsideen für den Spielplatz an der Ecke Rotteckring und Rosastraße
Visualisierung der ersten Planungsideen für den Spielplatz an der Ecke Rotteckring und Rosastraße

Der bisherige Treffpunkt der drogengebrauchende Menschen müsste verlagert werden und näher an den Kontaktladens rücken. So soll an der Ecke Rosastraße und Colombistraße eine Terrasse angelegt werden, die über die bestehende Treppe an der Straßenecke und über eine neue Stahltreppe an der Rosastraße gegenüber des Kontaktladens öffentlich zugänglich wäre. Von der Terrasse in den Park soll es aber keinen Durchgang geben. Die Terrasse erhält durch eine Pergola einen gewissen Sichtschutz, bleibt aber seitlich einsehbar und wird nachts abgeschlossen.

Auch im übrigen Park gibt es weitere Planungen. Erneuert werden müsste der bereits seit Jahren trockengelegte Brunnen vor dem Colombischlössle, hier sollen im Sommer auch mal Kinder planschen können. Zudem würde der historisch vorhandene, in den 1960er Jahren entfernte Zugang vom Rotteckring zum Colombischlössle wieder angelegt werden. Für mehr Sicherheit im Park soll eine verbesserte und neue Beleuchtung im Park sorgen. Zudem werden die Mitarbeiter des Gartenamts den Bewuchs auslichten, damit der Colombipark besser einsehbar ist, auch dunkle Ecken sollen beseitigt werden.

Die Neukonzeption wird die nächsten Monate in den politischen Gremien diskutiert, dann könnte die Planung in diesem Jahr weitergeführt werden und Anfang 2020 mit den ersten Arbeiten begonnen werden, die Bauzeit wird voraussichtlich eineinhalb Jahre betragen.

Geplante Terrasse
Geplante Terrasse
Plan Entwicklungskonzept (Fotos und Plan: GuT)
Plan Entwicklungskonzept (Fotos und Plan: GuT)
Bestand Ecke Rosastraße und Colombistraße
Bestand Ecke Rosastraße und Colombistraße

Kontakt

Garten- und Tiefbauamt
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
79106 Freiburg
Telefon
Fax (07 61) 2 01-46 99