Bauholz, Brennholz und Viehweide

Mittelwälder

Laubwald mit Blättern auf dem Boden

Nicht allein des Holzes wegen war und ist der Wald begehrt. Er diente auch der Weidewirtschaft. Bereits im 13. Jahrhundert praktizierten die Freiburger die Mittelwaldwirtschaft: Großkronige Alteichen, viele davon auch heute noch im Mooswald zu sehen, lieferten neben starkem Bauholz den "Eckerich" (Eicheln) für die Schweinemast. Das dazwischen aufkommende Unterholz wurde in kurzen Zeitabständen zu Brennholz eingeschlagen.

Heimat von über 300 Insektenarten

Alteichen aus der Mittelwaldwirtschaft sind heute mehrere hundert Jahre alt – und entsprechend selten. In absterbenden Ästen und ihrer tiefrissigen Borke leben hunderte Insektenarten. Sie bilden die Nahrungsgrundlage vieler seltener Vögel. Zahlreiche Baumhöhlen bieten Spechten, Fledermäusen oder Hornissen über Jahre hinweg einen ausgezeichneten Brutraum.

Wir haben einen Mittelwald wiederbelebt. Aus kulturhistorischen Gründen bewirtschaftet das Forstamt im Mooswald westlich des Opfinger Sees einen Waldteil wieder auf die traditionelle Art der Mittelwälder. Allerdings ohne Waldweide - denn diese ist heute dem Wald zuliebe verboten.

Daran erkennt man einen alten Mittelwald:
  • In großem Abstand stehen alte Eichen mit riesigen Kronen,
  • dazwischen wachsen viele schlankere, jüngere Bäume,
  • wer genau hinhört, kann einen der vielen Spechte hören, wie er im alten Holz seine Höhle zimmert .

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