Freiburg gegen Gewalt

Netzwerk und Kooperationen

verschwommenes, schwarz-weißes Bild von feiernden Menschen in einem Club
(Foto: Landeskoordinierungsstelle Sicherheit im Nachtleben Baden-Württemberg, nachtsam)

Wirksamer Schutz gegen Belästigungen, Übergriffe und Gewalt gelingt nur, wenn viele Akteur*innen gemeinsam handeln. Daher gilt allen Kooperationspartner*innen ein großes Dankeschön für ihren Einsatz gegen Gewalt.

Logo nachtsam-Kampagne

nachtsam. Mit Sicherheit besser feiern.

Feiern sollte Spaß machen, entspannt, frei und wild möglich sein. Viele Faktoren führen aber dazu, dass Menschen nicht ungestört und ausgelassen feiern können, weil ihre Grenzen nicht respektiert, sondern überschritten werden. Das führt dazu, dass die Unbeschwertheit verschwindet und manche Menschen einfach seltener oder auch gar nicht mehr ausgehen, obwohl sie es gerne würden. An dieser Stelle setzt die Kampagne „nachtsam. Mit Sicherheit besser feiern‟ des Landesministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration an.

Koordinierungsstelle für mehr Sicherheit im Nachtleben

Um landesweite Strukturen zu nutzen und Schulungskonzepte vor Ort umzusetzen, wurde die Koordinierungsstelle für mehr Sicherheit im Nachtleben gegründet. Sie hat ihren Sitz in Freiburg, Trägerin ist die Fachberatungsstelle Frauenhorizonte e.V.. Gemeinsam mit lokalen Beratungsstellen klärt sie zu mehr Sicherheit im Nachtleben auf, berät und schult. 

Die Trainer*innen der Beratungsstellen docken an bestehende Strukturen an und sorgen für mehr Handlungssicherheit für Mitarbeitende, die im Nachtleben arbeiten. Außerdem vermitteln sie Wissen über die kommunalen und landesweiten Beratungs- und Hilfsangebote.

Wer kann mitmachen und wie geht das?

Mitmachen können
  • Veranstalter*in eines Festes
  • Inhaber*in eines Clubs
  • Pächter*in einer Bar
  • Betreiber*in einer Tanzschule
  • Organisator*in eines Festivals/ temporären Festes
  • Vereinsmitglied, das z.B. die Fasnachtsparty organisiert

Im Rahmen der Schulung werden die Mitarbeitenden auf kritische Situationen vorbereitet und bekommen dadurch eine Handlungssicherheit gegenüber den Gästen, Kolleg*innen und der Leitungsebene. Die Schulungen finden im digitalen Format, per Video-Call oder auch vor Ort statt.

Da die Kampagne vom Landesministerium für Soziales, Integration und Gesundheit gefördert wird, gilt sie für ganz Baden-Württemberg und ist kostenlos.

Interessierte können sich an koordinierungsstelle-bw@nachtsam.info oder telefonisch unter 0157 80590882 melden.

Wo wird nachtsam gefeiert?

Was bringt das den Gästen?

Für alle, die "einfach" in Ruhe feiern wollen, ist nachtsames Feiern das Richtige: geschulte Clubs, Partys, Vereine, die für alle einen sichereren Raum und Rahmen bieten. Orte, an denen die Mitarbeitenden um Vorfälle wissen und damit umgehen können, indem sie die Bedürfnisse Betroffener ernst nehmen und achten. 

Weiterbildung, Fortbildung und Austauschräume

In Freiburg arbeiten zahlreiche Fachkräfte und Expert*innen in unterschiedlichen Einrichtungen mit jeweils eigenen Schwerpunkten. Ihr Wissen und ihre Vernetzung sind entscheidend, um Betroffene von Gewalt wirkungsvoll zu unterstützen. Besonders gefordert sind Lehrkräfte sowie Sozialarbeiter*innen in Schulen und Quartierbüros. Diese Orte bilden einen sozialen Querschnitt der Stadt ab – entsprechend breit ist das Spektrum an Diskriminierungs- und Gewaltformen, mit denen die Fachkräfte konfrontiert sind. Um diesen Anforderungen standzuhalten, braucht es kontinuierliche Weiterbildung, fachlichen Austausch und spezifische Qualifizierung im kommunalen Gewaltschutz.

Die Freiburger Fachstelle Intervention gegen Häusliche Gewalt (FRIG) hat 2026 in Abstimmung mit der Stadt eine Kompetenz- und Fortbildungsstelle eingerichtet, bündelt Freiburger Angebote für verschiedene Zielgruppen, organisiert Weiterbildungen und sonstige Veranstaltungen. Eine eigene Homepage für KomFor ist aktuell im Aufbau. Wer Ideen, Informations- und Austauschbedarfe mitteilen möchte, kann eine kurze Mail an istanbul-konvention@freiburg.de senden.

Netzwerk

Zur Umsetzung der Istanbul-Konvention braucht es eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung. Nur wenn wir alle dazu bereit sind mit anzupacken, kann die Menschenrechtskonvention umgesetzt werden. Am kommunalen Gewaltschutz wirken zahlreiche lokale Organisationen und Institutionen mit, darunter

Logo von mekriba
Logo Frauenhorizonte e.V.
Logo von Wendepunkt e.V.
Logo Wildwasser e.V.
Logo In Via Freiburg
Logo von Tritta e.V.
Logo des SC Freiburg e.V.
Logo der Rosa Hilfe Freiburg e.V.
Logo von Fluss e.V.
Logo von pro familia
Logo von Nachbarschaftswerk e.V.
Logo Forum Weingarten
Logo von STOP
Logo Bezirksverein für Soziale Rechtspflege
Logo Frauen- und Kinderschutzhaus
Logo Freiburger Fachstelle Intervention gegen häusliche Gewalt (FRIG)
Logo In Via Freiburg
Logo Jugendbüro Freiburg
Logo der Universität Freiburg
Logo Universitätsklinikum Freiburg
Logo Universitätsklinikum, FZG Freiburger Zentrum für Frauen mit Genitalbeschneidung, FGMC Zentrale Anlaufstelle BaWü
Logo Diakonisches Werk Freiburg
Logo Evangelische Hochschule Freiburg
Logo der Polizei Baden-Württemberg
Logo Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration BaWü
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