Aktuelles aus der Abteilung Naturschutz

Freiburg ist eine ausgesprochen „grüne Stadt“ mit einem hohen Anteil an Wäldern, artenreichen Wiesen und Weiden, strukturreichen Weinbergen und naturnahen Fließ- und Stillgewässer. Die Lage zwischen Schwarzwald mit dem Schauinsland auf 1.250 m und dem Tuniberg auf etwa 250 m sowie die vielen traditionellen Kulturlandschaften bedingen eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten im Stadtgebiet.
Die Abteilung Naturschutz im Umweltschutzamt engagiert sich – gemeinsam mit vielen anderen Dienststellen in der Stadt – kontinuierlich für den Erhalt der außergewöhnlichen biologischen Vielfalt und für eine naturverträgliche Lebens- und Wirtschaftsweise im Stadtkreis Freiburg. Im Folgenden wollen wir Sie über die aktuellen Aktivitäten der Abteilung auf dem Laufenden halten:

Der Rückgang von Insekten, Vögeln, Fledermäusen und anderen Tieren findet nicht nur in der freien Natur sondern auch vor unserer Haustüre in den Städten statt. Um die biologische Vielfalt auch auf privaten Flächen zu fördern, hat die Stadt Freiburg das Förderprogramm 'Artenschutz in der Stadt' ins Leben gerufen.

Im Dezember 2019 hat die Stadt Freiburg mit dem Klima- und Artenschutzmanifest ein Zeichen gesetzt, nach einem Jahr Arbeit der Verwaltung wird jetzt bekannt, wie die formulierten Ziele ganz konkret erreicht werden sollen.

Eine wichtige Maßnahme des Aktionsplans Biodiversität ist es, systematisch und stadtweit die hier lebenden Insekten und die Vegetation im Offenland dauerhaft zu erfassen. Dieses „Langzeit-Monitoring“ soll die Datenlage zum Zustand der Populationen im Stadtkreis verbessern und so langfristig die Umsetzung des Aktionsplans begleiten.

Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens entfallen derzeit die meisten Freizeit-Aktivitäten der Bevölkerung. Daher sind deutlich mehr Menschen als sonst in der Landschaft unterwegs. Das Umweltschutzamt Appelliert deswegen: Wer ein Schutzgebiet besucht, sollte auch in Corona-Zeiten die Natur respektieren.

Bachmuschelflyer

Die Bachmuschel ist in ganz Europa vom Aussterben bedroht. Einer ihrer letzten Lebensräume in Freiburg ist das Krebsenbächle. Um auf ihre Schutzbedürftigkeit und Lebensraumansprüche aufmerksam zu machen, hat das Umweltschutzamt einen Flyer erstellt.

Pestizidverzicht

Der Rückgang der Insekten- und Vogelbestände ist vor allem in den europäischen Agrarlandschaften durch eine immer intensivere landwirtschaftliche Nutzung sehr ausgeprägt. Die Stadt Freiburg wirkt dieser Entwicklung durch verminderten Pestizideinsatz entgegen.

Ausgleichsflächen SC-Stadion

Seit einem Jahr entwickelt die Stadt Freiburg Magerrasen auf der Deponie Eichelbuck – als Ausgleichsmaßnahmen für die Bauarbeiten für das neue SC-Stadion. Nun zeigen sich erste positive Ergebnisse für Flora und Fauna.

Schafbeweidung

Der Schlossberg ist einer der beliebtesten und größten Parkanlagen in Freiburg. Gleichzeitig ist der Schlossberg ein Hotspot der biologischen Vielfalt im Stadtgebiet, der weiteres ökologisches Aufwertungspotenzial birgt.

Wasserbüffel Rieselfeld

Auf einer rund sechs Hektar großen Fläche trägt eine achtköpfige Büffelherde dazu bei, die Vielfalt der Arten im Naturschutzgebiet (NSG) Rieselfeld weiter zu erhöhen. Dieses neue Projekt haben die Stadt Freiburg, das Regierungspräsidium und der NABU gemeinsam auf den Weg gebracht.

Kontakt

Umweltschutzamt
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg
Telefon 0761 201-6101 Sekretariat
Fax 0761 201-6199

Natur in Freiburg

Natur in Freiburg lautet der Titel einer Serie des Umweltdezernats im Amtsblatt, in der in loser Folge Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale und Gewässer im Stadtkreis Freiburg vorgestellt werden.
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