Umwelt, Artenschutz, Ausgleichsflächen

In Bahlingen am Kaiserstuhl entstand das Projekt "Wilde Weiden" als Ausgleichsfläche (Foto: Seeger/ Stadt Freiburg)

Umbau des Dietenbach-Gewässers

Das Dietenbach-Gelände, das bislang rechtlich ein Überschwemmungsgebiet ist, wird durch den ökologischen Umbau des Dietenbach-Gewässerlaufs hochwasserfrei gestaltet. Den Planfeststellungsbeschluss für den Gewässerausbau hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg im Februar 2022 in einem durch einen Umweltverband initiierten Eilverfahren bestätigt. Zwischen dem Dietenbach und dem Autobahnzubringer hat die Stadt ein Erdaushubzwischenlager eingerichtet, in dem in der Region anfallende Materialien gesammelt werden, um die wegen des hohen Grundwasserstands vorgesehenen Geländeaufschüttungen ressourcenschonend realisieren zu können. Dies schont gleichzeitig Deponieraum in der Region.

Umwelt wird beeinträchtigt

Die Planung und der Bau eines neuen Stadtteils von der Größe Dietenbachs ist mit vielfältigen Beeinträchtigungen der Umwelt verbunden. Diese sind im Umweltbericht zum Entwurf des ersten Bebauungsplans Dietenbach-Am Frohnholz zusammenfassend dargestellt. Die wesentlichen Aspekte betreffen den Wegfall von rund 100 Hektar offener Landschaft, die überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Die hiermit verbundene Versiegelung von Böden kann ebenso wenig vollständig kompensiert werden wie der Verlust an landwirtschaftlich genutzten Acker- und Grünflächen. Die Beeinträchtigungen aller weiteren Umweltgüter sowie von geschützten Arten und Biotopen werden entsprechend den gesetzlichen Regelungen vollständig kompensiert.

Zum Ausgleich ökologischer Beeinträchtigungen sind im angrenzenden Gebiet sowie in der Nachbargemeinde Bahlingen bereits viele Artenschutzmaßnahmen umgesetzt worden. Zum Bebauungsplan gehören naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen im Frohnholz, im Naturschutzgebiet Rieselfeld, im Opfinger Wald, im Mooswald Nord, in Opfingen und Waltershofen sowie außerhalb Freiburgs im Umfang von ca. 175 Hektar.

Waldverlust wird ausgeglichen

Waldflächen werden für den Stadtteil nur insoweit in Anspruch genommen, als sie zur Erschließung der Bauflächen zwingend erforderlich sind, beispielsweise für die Stadtbahn, Geh- und Radwege, welche die Stadtteile Dietenbach und Rieselfeld verbinden sollen, oder den zukünftigen Schul- und Sportcampus. Die Inanspruchnahme von Wald wird andernorts vollständig ausgeglichen.