Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Freiburg ist "Gedächtnis der Verwaltung" sowie zentrale Anlaufstelle für Forschungen zur Stadtgeschichte.

Es ist zuständig für die Sicherung und Erschließung der städtischen Überlieferung. Darüber hinaus verwahrt es auch nichtamtliche Archivalien, wie private Nachlässe oder Fotos. Die Bereitstellung der Dokumente für Interessierte, die Erforschung der Stadtgeschichte und die historische Bildungsarbeit, z.B. durch eigene Publikationen, Ausstellungen und Führungen vor allem für Schüler und Studenten, gehören zu seinen Aufgaben.

Aktuell:

Stadtarchiv wegen Betriebsausflug geschlossen

Aufgrund des jährlichen Betriebsausflugs bleibt das Stadtarchiv am Montag, den 20. September 2021, ganztägig geschlossen. Wir bitten um Beachtung!

Besuch des Lesesaals wieder möglich

Liebe Archivbenutzer_innen,

für eine Nutzung des Lesesaals gelten folgende Regelungen:

Negativer Test-, Impf- oder Genesenennachweis (3G):
Bitte beachten Sie, dass gemäß der aktuellen Corona-Verordnung der Landesregierung ein negativer Test-, Impf- oder Genesenennachweis vorgelegt werden muss. Im Rahmen des von der Corona-Verordnung geregelten dreistufigen Warnsystems gilt dabei als Testnachweis: in der sog. ‚Basisstufe‘ ein negativer Antigen-Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder ein negativer PCR-Test (maximal 48 Stunden alt); in der sog. ‚Warnstufe‘ und der sog. ‚Alarmstufe‘ ausschließlich ein negativer PCR-Test (maximal 48 Stunden alt).

Öffnungszeiten:
Der Lesesaal ist geöffnet Montag bis Donnerstag, jeweils von 10:00–16:00 Uhr.

Begrenzte Nutzer_innen-Zahl und Voranmeldung mit bestätigter Reservierung:
Die Nutzung des Lesesaals ist aufgrund einzuhaltender Abstandregelungen nur für maximal zeitgleich drei Personen möglich.
Für einen Besuch bitten wir um Voranmeldung mindestens einen Werktag im Voraus. Möglich ist die Reservierung einzelner oder mehrerer halber und/oder ganzer Nutzungstage: Sie können von 10:00–12:45 Uhr oder von 13:15–16:00 Uhr oder durchgängig von 10:00–16:00 Uhr reservieren.
Voranmeldungen sind ausschließlich telefonisch zu den Öffnungszeiten (Mo–Do von 10–16 Uhr) unter 0761/201-2701 oder per E-Mail an stadtarchiv@stadt.freiburg.de möglich.

Beratung, Findmittelrecherche, Arbeitsgerät:
Der Aufenthalt in der Kanzlei zu Beratungs- oder Recherchezwecken ist auf ein Minimum zu reduzieren. Wir bitten Sie, sich bei Beratungsbedarf vorab mit uns in Verbindung zu setzen; ggf. können wir Ihre Anfrage telefonisch oder schriftlich beantworten, und eine persönliche Nutzung ist nicht erforderlich. Bitte bringen Sie Ihr eigenes Arbeitsgerät mit (elektronische Geräte, Bleistift und Papier).

Schutz- und Hygienemaßnahmen:

  • Im gesamten öffentlichen Bereich des Stadtarchivs einschließlich des Lesesaals ist das durchgehende Tragen einer medizinischen Schutzmaske (OP-Maske) oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder KN95/N95) Pflicht.
  • Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist stets einzuhalten.
  • Vor Betreten von Kanzlei, Lesesaal und Garderobe sind die Hände zu waschen.
  • Für alle Personen mit typischen COVID-19-Symptomen gilt ein generelles Zutrittsverbot.


Kontaktdokumentation:
Zu Dokumentationszwecken erheben wir bei einem Besuch Ihre persönlichen Kontaktdaten.

Heimatschutzarchitektur vor Ort.

Joseph Schlippe als Leiter des Freiburger Hochbauamtes und Wiederaufbaubüros 1925-1951, unter Berücksichtigung der gleichzeitigen Entwicklung in Basel

Von Ralf Müller

(Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg i. Br. 45) / Alltag & Provinz 18 des AK Regionalgeschichte Freiburg e.V.)

Konzipiert als Teil der Lebensreformbewegungen ab etwa 1900, erlangte die Heimatschutzarchitektur in der Weimarer Republik und während der Zeit des Nationalsozialismus große praktische Relevanz. Nach 1945 war sie in Orten wie Freiburg im Breisgau für den Wiederaufbau der kriegszerstörten Altstadt handlungsleitend.
Ihre Vertreter grenzten sich sowohl von der in ihren Augen dekadenten Formenvielfalt der Gründerzeit-Architektur als auch später vom ‚Neuen Bauen‘, verkörpert etwa durch das Bauhaus, ab. Neben ästhetischen Gesichtspunkten spielten dabei weltanschauliche Gründe eine Rolle. Häuser mit geneigten Dächern und schlicht gehaltenen Fassaden ohne allzu große Fenster, erbaut mit regional üblichen Materialien und unaufdringlich eingepasst in das Stadtbild oder die landschaftliche Umgebung – das waren einige ihrer zentralen Ideale, deren Umsetzbarkeit von wechselnden personellen und sachlichen Gegebenheiten abhing.
Zwischen 1919 und 1967 waren die Leiter des Hochbauamtes der Stadt Freiburg ausgewiesene Heimatschutzarchitekten. Die Studie analysiert diese Zusammenhänge und bettet sie in größere
politisch-gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein. Zur Einordnung der Bedeutung der Erkenntnisse auch über Freiburg hinaus wird ferner die zeitlich parallele Entwicklung in Basel herangezogen, einer Stadt, die bei aller geographischen Nähe durch wesentliche Unterschiede zu Freiburg gekennzeichnet ist.

Das Buch ist im Stadtarchiv Freiburg oder im Buchhandel für 30,00 Euro erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie hier (1,03 MB).

Buchvorstellung am Montag, den 20. September 2021, 18 Uhr, "Stube" im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz in Freiburg. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich (stadtarchiv@stadt.freiburg.de).

buochmeisterinne

Handschriften und Frühdrucke aus dem Dominikanerinnenkloster Adelhausen

Hg. von Martina Backes und Balázs J. Nemes


(Stadt und Geschichte. Neue Reihe des Stadtarchivs Freiburg i. Br. 24)

"buochmeisterin", so nannte man im Mittelalter jene Schwester, die im Frauenkloster für Anschaffung, Aufbewahrung und Ausleihe der Bücher zuständig war. Auch in den Dominikanerinnenklöstern Freiburgs, deren vornehmstes der im 13. Jahrhundert gegründete Konvent von Adelhausen war, spielten Bücher eine zentrale Rolle. Welche Arten von Büchern in Adelhausen und den befreundeten Dominikanerinnenklöstern vorhanden waren und wer ihre Anschaffung und Benützung im Frauenkonvent organisierte, zeigt die umfangreiche Begleitbroschüre zur gleichnamigen Ausstellung, die im Museum für Stadtgeschichte 2021 zu sehen war.

Die fast 300-seitige Publikation ist im Stadtarchiv Freiburg oder im Buchhandel für 12,00 Euro (zzgl. Versandkosten) erhältlich.

Tagung "900 Jahre Stadt Freiburg - 500 Jahre Stadtrechtsreformation"

Ergebnisse, Kontexte und offene Fragen der Stadtrechtsgeschichte

Die Tagung „900 Jahre Stadt Freiburg, 500 Jahre Stadtrechtsreformation – Ergebnisse, Kontexte und offene Fragen der Stadtrechtsgeschichte“ nimmt das Freiburger Stadtjubiläum 2020 zum Anlass, um die wissenschaftliche Diskussion über die Freiburger Stadtrechte fortzuführen. Zeitliche und thematische Ansatzpunkte bilden dabei das Markt- und Stadtrecht des hohen Mittelalters (12./13. Jahrhundert) und die Stadtrechtsreformation des Ulrich Zasius von 1520. Ausgehend von der Präsentation alter und neuer Befunde zu den Freiburger Stadtrechten zielt die Tagung auf die vergleichende, europäische Einordnung aus rechtshistorischer und historischer Perspektive ab.

Tagung am 28./29. Oktober 2021 im Historischen Kaufhaus Freiburg (Hybridveranstaltung).

Um Anmeldung sowohl für die Präsenzveranstaltung als auch die Onlineübertragung bis Mittwoch, den 20. Oktober 2021, wird gebeten (sekretariat.landesgeschichte@geschichte.uni-freiburg.de).

Das Vortragsprogramm finden Sie hier (1,867 MB).

Eine Kooperationsveranstaltung von:
- Stadtarchiv Freiburg
- Universität Freiburg, Hist. Seminar, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I und Abt. Landesgeschichte
- Universität Freiburg, Institut für Rechtsgeschichte und Germanistische Rechtsvergleichung, Germanistische Abt.

Vortragsreihe "Auf Jahr und Tag. Orte im mittelalterlichen Freiburg"

Nicht nur historische Ereignisse und Personen bestimmen die Geschicke und das Leben in einer Stadt, sondern auch ihre Topographie bis hin zu einzelnen Plätzen oder Gebäuden.
Die fünfte Vortragsreihe von „Auf Jahr und Tag“ widmet sich daher anhand von exemplarisch herausgegriffenen Orten – heute noch existierenden wie den verschwundenen – der räumlichen Struktur des mittelalterlichen Freiburg. Die Vorträge finden im 14-tägigen Rhythmus von Oktober 2021 bis März 2022 als Hybridveranstaltung statt und wenden sich in leicht verständlicher Form an ein breiteres Publikum.

Das Vortragsprogramm finden Sie hier (595,3 KB).

Eine Kooperationsveranstaltung von: Alemannischem Institut Freiburg e.V., Breisgau-Geschichtsverein Schauinsland e.V., Hist. Seminar der Universität Freiburg, Abt. Landesgeschichte, Landesverein Badische Heimat e.V., Münsterbauverein Freiburg e.V. und Stadtarchiv Freiburg.

Anmeldung für die Präsenzveranstaltung ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl zwingend erforderlich unter: anmeldung@alemannisches-institut.de.
Ort: Paulussaal, Dreisamstr. 3, Freiburg
Online-Zugangsdaten für Zoom (Meeting-ID: 825 7660 5183, Kenncode: Jahrestag)

Die Freiburger Stadtrechte des hohen Mittelalters (1120-1293) - Edition, Übersetzung, Einordnung

Hg. von Marita Blattmann, Jürgen Dendorfer, Mathias Kälble und Heinz Krieg

(Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg i. Br. 43)

Das Freiburger Stadtrecht spielt in der Forschung von jeher eine wichtige Rolle. Für keine andere deutsche Gründungsstadt des hohen Mittelalters lässt sich die frühe Rechtsentwicklung so detailliert nachvollziehen wie für Freiburg im Breisgau.

Ediert werden in dem Buch erstmals sämtliche Freiburger Stadtrechtstexte und stadtrechtsnahen
Urkunden von der Marktgründung 1120 bis zum deutschen Stadtrecht von 1293. Darunter auch die verlorenen, aber rekonstruierbaren Stadtrechtstexte der Zähringerzeit, die zu den ältesten Stadtrechtstexten im deutschsprachigen Raum gehören.

Eingeleitet wird der Band von einem Überblick über die Geschichte Freiburgs im 12. und 13. Jahrhundert und einem Beitrag, der die Spezifika der Freiburger Texte erläutert und sie in die Stadtrechtsentwicklung ihrer Zeit einordnet. Neuhochdeutsche Übersetzungen der lateinischen und mittelhochdeutschen Originale sollen die Edition auch einem breiteren Lesepublikum zugänglich machen.

Das Buch (Infoflyer (2,586 MB)) kann im Stadtarchiv für 30 Euro zzgl. Versandkosten bestellt werden (stadtarchiv@stadt.freiburg.de).

Recherche

Suche in den bisher erfassten Beständen des Stadtarchivs:
Hinweis: Eine Trunkierung und somit größere Ausweitung des Suchraums ist mit dem Stern-Operator (*) sowohl am Anfang als auch am Ende des Suchwortes möglich.

Kontakt

Stadtarchiv
Grünwälderstraße 15
79098 Freiburg
Telefon 0761 201-2701
Fax 0761 201-2799

Anfahrtsbeschreibung

mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit allen Straßenbahnlinien in Richtung Innenstadt, Haltestelle "Bertoldsbrunnen"

mit dem Auto:
Autobahn A 5, Ausfahrt Freiburg-Mitte, Richtung Innenstadt. Da beim Archiv keine Parkplätze vorhanden sind, möchten wir Sie bitten, dem Parkleitsystem zu folgen.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag:
10-16 Uhr
Freitag: geschlossen

Aushebezeiten für Archivalien an allen Öffnungstagen um 10:30 Uhr, 13:30 Uhr und 15:00 Uhr.