Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Freiburg ist "Gedächtnis der Verwaltung" sowie zentrale Anlaufstelle für Forschungen zur Stadtgeschichte.

Es ist zuständig für die Sicherung und Erschließung der städtischen Überlieferung. Darüber hinaus verwahrt es auch nichtamtliche Archivalien, wie private Nachlässe oder Fotos. Die Bereitstellung der Dokumente für Interessierte, die Erforschung der Stadtgeschichte und die historische Bildungsarbeit, z.B. durch eigene Publikationen, Ausstellungen und Führungen vor allem für Schüler und Studenten, gehören zu seinen Aufgaben.




Aktuell:

Besuch des Stadtarchivs mit Voranmeldung und unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln ab dem 12.05.2020 wieder möglich

Liebe Nutzer_innen,
 
der Lesesaal des Stadtarchivs wird ab dem 12.05.2020 unter Einhaltung entsprechender Zugangs-, Abstands- und Hygieneregeln wieder geöffnet.
Vieles an den Ihnen vielleicht seit langem bekannten Abläufen in unserem Haus wird sich ändern. Wir bitten Sie um Verständnis für unsere Schutzmaßnahmen, mit denen wir eine weitere Ausbreitung von COVID-19 verhindern wollen.
 
Bitte beachten Sie:
 
Geänderte Öffnungszeiten:
Der Lesesaal ist bis auf weiteres zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Donnerstag, jeweils von 10:00–16:00 Uhr; die bisherige verlängerte Mittwochs-Öffnungszeit entfällt vorerst. Die Außentür des Stadtarchivs ist geschlossen; bitte klingeln Sie, um eingelassen zu werden.
 
Begrenzte Nutzer_innen-Zahl und Voranmeldung mit bestätigter Reservierung:
Die Nutzung vor Ort ist aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände nur für eine begrenzte Anzahl von Personen möglich: Es werden gleichzeitig nicht mehr als drei Nutzer_innen im Lesesaal zugelassen.
Für einen Besuch ist eine Voranmeldung mindestens einen Werktag im Voraus verpflichtend. Möglich ist die Reservierung einzelner oder mehrerer halber und/oder ganzer Nutzungstage: Sie können von 10:00–13:00 Uhr oder von 13:00–16:00 Uhr oder durchgängig von 10:00–16:00 Uhr reservieren.
Voranmeldungen sind ausschließlich telefonisch zu den Öffnungszeiten (Mo–Do von 10–16 Uhr) unter 0761/201-2701 oder per E-Mail an stadtarchiv@stadt.freiburg.de möglich.
Ein Besuch ist nur nach telefonisch oder schriftlich bestätigter Reservierung möglich. Bitte informieren Sie uns (auch kurzfristig), wenn Sie eine bestätigte Reservierung doch nicht nutzen.
 
Beratung, Findmittelrecherche:
Der Aufenthalt in der Kanzlei zu Beratungs- oder Recherchezwecken (Findmittel, Zettelkataloge) wird jeweils immer nur einer Person gestattet. Beratungsgespräche mit dem Archivpersonal sind auf ein Minimum zu reduzieren. Wir bitten Sie, sich bei Beratungsbedarf vorab mit uns in Verbindung zu setzen; ggf. können wir Ihre Anfrage telefonisch oder schriftlich beantworten, und eine persönliche Nutzung ist nicht erforderlich.
 
Schutz- und Hygienemaßnahmen:
Im gesamten öffentlichen Bereich des Stadtarchivs einschließlich des Lesesaals ist das Tragen einer einfachen Schutzmaske Pflicht.
Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist einzuhalten.
Wir bitten Sie, sich vor Betreten von Kanzlei, Lesesaal und Garderobe die Hände zu waschen.
Wenn Sie Symptome wie Husten, Schnupfen und Fieber oder sonstige Covid-19-spezifische Symptome aufweisen, bitten wir Sie, von einem Besuch abzusehen.

"Auf! Hedad, Hedad! Unsre Bahn ist frei." Zionistische Lebenswelten in der Stadt Freiburg 1897-1933

Die jüdische Bewegung des Zionismus, deren Ziel die Gründung, Sicherung und Rechtfertigung eines jüdischen Nationalstaats ist, nahm in Europa im ausgehenden 19. Jahrhundert ihren Anfang. Dabei bildeten sich zionistische Lebenswelten heraus, in denen Individuen wie soziale Gruppen denken, handeln und dadurch wiederum Daseinsformen schufen.
 
In der von Julia Böcker vorgelegten Studie wird die zionistische Lebenswirklichkeit am Beispiel von Freiburg i. Br. veranschaulicht. Drei Gruppen von Akteuren treten besonders hervor: Bürger der Stadt, organisiert in örtlichen Vereinen, Studierende der Universität, vereint in Studentenverbindungen, und Jugendliche im „Markenhof“, einem zionistischen Auswandererlager.
 
Für jeden dieser „Räume“ wird erkundet, welche geschichtlichen Faktoren prägend waren, welche Personen das soziale Grundgefüge bildeten, welche Weltanschauungen ihren Zionismus begründeten, welche Handlungsfolgen daraus resultierten und welche Bedeutung sie für die Lebenswelt folglich innehatte.

Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von der Gründung einer ersten Zionistengruppen1897 bis zum Beginn des nationalsozilistischen Regimes 1933. In einem Ausblick wird umrissen, wie die Bewegung danach zwangsweise neuen Auftrieb erfuhr.

Die Broschüre ist direkt beim Stadtarchiv Freiburg oder im Buchhandel für 5,00 Euro erhältlich.
Weitere Informationen finden Sie hier (324,2 KB).

"Auf Jahr und Tag. Leben in Freiburg in der Neuzeit"

Wie lebten die Menschen in Freiburg in der Zeit vom 16. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts? Antworten gibt der neue Band »Auf Jahr und Tag – Leben in Freiburg in der Neuzeit«. Darin erzählen neun Autoren die Vergangenheit anhand von Lebensgeschichten einzelner Personen. Beispielhaft stehen dabei die Glasmaler Gitschmann, Helmle und Geiges, die Nonne und Schulgründerin Euphemia Dorer, der Verleger Bartholomä Herder, der Politiker Carl von Rotteck und die Dermatologin Bertha Ottenstein.
Das thematische Spektrum der Beiträge beleuchtet Architektur, Kunst, Kirche, Schulwesen, Wissenschaft, Wohlfahrtspflege und den Widerstand im Nationalsozialismus. Damit gibt das Buch einen umfassenden Einblick in die ereignisreichen letzten 500 Jahre Freiburger Stadtgeschichte.

Das Buch ist in Kooperation mit dem Stadtarchiv Freiburg und dem Breisgau-Geschichtsverein Schauinsland, dem Alemannischen Institut Freiburg, der Universität Freiburg, Hist. Seminar, Abt. Landesgeschichte, der Badischen Heimat und dem Freiburger Münsterbauverein entstanden.

Der Band ist im Alemannischen Institut Freiburg oder im Buchhandel zum Preis von 26 Euro erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Studio-Ausstellung "60 Jahre Städtepartnerschaft Freiburg - Besançon"

Das Stadtarchiv Freiburg zeigt seit dem 25. November 2019 eine kleine Studio-Ausstellung zum Thema „60 Jahre Städtepartnerschaft Freiburg – Besançon. Exponate sind unter anderem die Städtepartnerschaftsurkunde von 1959, Objekte zum deutsch-französischen Frontkämpfertreffen 1937, Gastgeschenke, die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Besançon, Fotos von gegenseitigen Treffen sowie Objekte vom "Carnaval Besançon".

Die Ausstellung ist geöffnet am Montag, Dienstag und Donnerstag,
jeweils von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch von 10 bis 18 Uhr. Am Freitag, an
Wochenenden und Feiertagen ist geschlossen.

Nähere Infos finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Freiburg, Facebook oder Twitter.

"Freiburg und der Kolonialismus. Vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus"

Wie tief waren die Stadt Freiburg und ihre Bürgerschaft in die deutsche Kolonialgeschichte verstrickt? Und welche Bedeutung besaß der Kolonialismus für die Freiburgerinnen und Freiburger? Die Studie kommt zum Ergebnis: In allen sozialen Milieus war koloniales Gedankengut verankert: Sowohl im bürgerlich-nationalen wie im katholischen als auch im Arbeiter-Milieu dachten die meisten Menschen kolonial. Über alle politischen Gräben hinweg teilten sie die Überzeugung von einer zivilisatorischen Überlegenheit der Deutschen gegenüber den kolonisierten Bevölkerungen. Nationale und koloniale Vereine trommelten für die Errichtung neuer Kolonien und verteidigten die brutale Niederschlagung von Widerständen.
 
Zahlreiche Gesellschaften und wissenschaftliche Vortragsserien widmeten sich kolonialen Themen, ein Völkerkundemuseum wurde eingerichtet, und die Lokalpresse berichtete ausführlich von den Kolonialkriegen, wo auch Freiburger Soldaten in die Kämpfe verwickelt waren. Das Interesse und Engagement für die Kolonien überdauerte auch das Ende der deutschen Kolonialherrschaft (1918). In der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus war der Kolonialrevisionismus in Freiburg besonders stark, wie sich auch bei der Reichskolonialtagung 1935 in Freiburg zeigte – dem lokalen Höhepunkt der Kolonialbegeisterung.
 
Die Studie ist im Buchhandel oder direkt beim Stadtarchiv Freiburg, Grünwälderstraße 15, 79098 Freiburg, Telefon: 0761/201-2701, oder per E-Mail unter stadtarchiv@stadt.freiburg.de erhältlich. Sie kostet 24,50 Euro.

"Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit"

Begleitbroschüre zur Ausstellung kostenfrei erhältlich

Vor 800 Jahren, 1218, starb mit Bertold V. der letzte Herzog von Zähringen. Zahlreiche Geschichten und Legenden ranken sich bis heute um dieses Geschlecht, das am Ober- und Hochrhein sowie in Burgund seinen Machtbereich hatte und dessen Vertreter für etwa 150 Jahre zu den einflussreichsten Reichsfürsten zählten. Unter dem Motto „Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit“ war die u.a. vom Stadtarchiv Freiburg i. Br. konzipierte Wanderausstellung vom 10. Dezember 2018 bis zum 1. Februar 2019 in der Meckelhalle des Sparkassen-FinanzZentrums zu sehen. Die Termine der weiteren Stationen finden Sie auf der Internetseite www.diezaehringer.eu.

Die reich bebilderte, 60-seitige Begleitbroschüre ist kostenfrei im Sparkassen-Finanzzentrum oder im Stadtarchiv Freiburg erhältlich (ggf. zzgl. Versandkosten).

Recherche

Suche in den bisher erfassten Beständen des Stadtarchivs:
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Kontakt

Stadtarchiv
Grünwälderstraße 15
79098 Freiburg
Telefon 0761 201-2701
Fax 0761 201-2799

Anfahrtsbeschreibung

mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit allen Straßenbahnlinien in Richtung Innenstadt, Haltestelle "Bertoldsbrunnen"

mit dem Auto:
Autobahn A 5, Ausfahrt Freiburg-Mitte, Richtung Innenstadt. Da beim Archiv keine Parkplätze vorhanden sind, möchten wir Sie bitten, dem Parkleitsystem zu folgen.

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag Donnerstag:
10-16 Uhr
Mittwoch: 10-18 Uhr
Freitag: geschlossen

Aushebezeiten für Archivalien an allen Öffnungstagen um 10:30 Uhr, 12:30 Uhr, 14:30 Uhr und mittwochs zusätzlich um 16:00 Uhr.

Bereitstellung von Akten und Literatur aus den Außenmagazinen müssen bis spätestens Montag 12 Uhr eingegangen sein und stehen dann ab Mittwoch 10 Uhr zur Benutzung bereit.
Übersicht Bestände Außenmagazin (255,7 KB)