Wohngeld

Wohngeldantrag

Seit 1. Januar 2020 gilt die Wohngeldreform

Tipp: Anspruch vorab mit dem Wohngeldrechner prüfen

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss für Mieterinnen und Mieter oder für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer. Seit 55 Jahren – exakt seit 1. April 1965 – werden Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen auf diese Weise unterstützt. Mit der Wohngeldreform haben sich die Wohngeldsätze zum Jahresbeginn deutlich erhöht, außerdem haben mehr Menschen ein Anrecht auf Wohngeld.

Leistungsberechtigte

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte beachten Sie die geänderte E-Mail Adresse der Abteilung Wohnen zur Beantragung von Wohngeld:  wohngeld@stadt.freiburg.de. Wir bitten Sie, die neue E-Mail Adresse für Ihr jeweiliges Anliegen sowie zum Nachreichen von Unterlagen zu verwenden.

Ganz wichtig: Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat einen Rechtsanspruch auf Wohngeld. Das Wohngeld gibt es als Mietzuschuss für Mieterinnen und Mieter oder – was viele nicht wissen – als Lastenzuschuss für Eigentümerinnen und Eigentümer einer Immobilie, die sie selbst bewohnen. Auch Studierende, die keinen Bafög-Anspruch haben, können Wohngeld beantragen.

Alle Voraussetzungen für Wohngeld im Überblick:

Mit der vom Bundestag in Berlin beschlossenen Erhöhung des Wohngeldes reagiert der Gesetzgeber auf die insbesondere in den Ballungsräumen deutlich gestiegenen Wohnkosten und Verbraucherpreise. Erhöht wurden nicht nur die Wohngeldsätze, sondern auch die Miethöchstbeträge sowie Freibeträge für Schwerbehinderung und Leistungen gemeinnütziger Organisationen. Außerdem wurde zugleich ab dem Jahr 2022 eine Dynamisierung des Wohngelds eingeführt: Alle zwei Jahre wird es zukünftig an die aktuelle Miet- und Einkommensentwicklung angepasst.

Kurzum: Seit Jahresbeginn gibt es nicht nur mehr Wohngeld, sondern es haben auch mehr Menschen Anspruch auf Wohngeld – bundesweit rund 180000 Haushalte, in Baden-Württemberg etwa 20000. Vor allem Familien und Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen werden davon profitieren.

Höhe der Leistung

Freiburg gehört wie bislang der Mietenstufe VI an, für die jetzt ein um 10,2 Prozent erhöhter Miethöchstbetrag gilt. Das bedeutet, dass Haushalte, die bislang knapp über der Höchstgrenze lagen und deswegen keinen Anspruch auf Wohngeld hatten, künftig in den Genuss der Leistung kommen.

Leider lässt sich nicht pauschal sagen, wann ein Anspruch auf Wohngeld besteht, da dies von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sowie von der Höhe des Haushaltseinkommens und der Miete abhängt. Wer ermitteln möchte, ob ein Anspruch besteht, sollte dies vor der Antragstellung mit dem vom Bundesinnenministerium bereitgestellten Wohngeldrechner prüfen:

Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall: Schließlich erhält ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt künftig statt 145 Euro rund 190 Euro monatlich – das sind 30 Prozent mehr als bislang.

Wohngeldrechner und Antragstellung

Aktuell besteht im Sachgebiet Wohngeld- / Wohnungssuche ein sehr hohes Antragsaufkommen, was zu verlängerten Bearbeitungszeiten von in der Regel nicht unter 8 Wochen nach Vollständigkeit führt. Wir werden uns schnellstmöglich Ihrem Anliegen annehmen und bedanken uns für Ihr Verständnis

Ausführliche Informationen zum Wohngeld sowie den Wohngeldrechner gibt es auf den Seiten des Bundesinnenministeriums unter www.bmwsb.bund.de.

Für Fragen und Antragstellung ist das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen zuständig:

Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen (ALW)
Fahnenbergplatz 4,
Tel. 201-5301/5302
Öffnungszeiten: Montag 10.30–15 Uhr, Mittwoch  7.30–11.30 Uhr, Donnerstag 8–11.30 Uhr

Wohngeld: Tel. 201-5480
telefonische Erreichbarkeit: Montag 10.30-12 Uhr und 13-15 Uhr,  Dienstag 8.00-12 Uhr und 13-15 Uhr, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 8-11 Uhr
www.freiburg.de/wohngeld

Wohnberechtigungsscheine: Tel. 201-5422 bis 5426

Wohnraumförderung: Tel. 201-5431/5432, www.freiburg.de/wohnraumfoerderung

Bewohner_innen der eingemeindeten Ortsteile können ihre Wohngeldanträge auch bei ihrer Ortsverwaltung abgeben, die sie dann an das Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen weiterleitet. Antragsvordrucke gibt es vor Ort oder online unter www.freiburg.de/wohngeld.

Leistungsberechtigte erhalten das Wohngeld rückwirkend ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Dies kann zunächst auch formlos erfolgen, die notwendigen Unterlagen können nachgereicht werden.

Weitere Leistungen

  • Wohngeldempfänger_innen haben Anspruch auf das Sozialticket der Stadt Freiburg. Damit erhalten sie Vergünstigungen für Tickets des öffentlichen Personen-Nahverkehrs wie die Regiokarte oder die 2x4-Fahrten-Karte der VAG Freiburg. Mehr: www.freiburg.de/sozialticket
  • Wohngeldempfänger_innen mit Kind(ern) können Leistungen für "Bildung und Teilhabe" für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beantragen. Die Gutscheine können unter anderem für Schulausflüge, Mittagessen in Schule und Kita, Schülerbeförderung, Schulbedarf, Nachhilfe, sowie für Musik-, Sport- und Spielangebote in verschiedenen Vereinen und Gruppen eingelöst werden. Mehr: www.freiburg.de/bildung-teilhabe
  • Wohngeldempfänger_innen mit Kind(ern) können beim Freiburger Bündnis für Familie eine FamilienCard beantragen. Die Karte bietet Vergünstigungen und freie Eintritte bei zahlreichen Einrichtungen und Veranstaltungen. Mehr:  www.freiburger-buendnis-fuer-familie.de/familiencard