Wild im Stadtwald

Reh

Das scheue Reh ist ein wahrer "Versteckkünstler": Dicht an den Boden gedrückt lässt es den ahnungslosen Wanderer vorüberziehn. Obwohl für viele unbemerkt, ist das Reh heute die häufigste Wildart und überall im Stadtwald verbreitet.

Gemse

Die ersten Gemsen wurden in den 30er Jahren im Feldberggebiet ausgesetzt. Seither hat sich die Wildart stetig ausgebreitet und ist heute in den Wäldern des Schauinslandes beheimatet.

Wildschwein

Wildschweine haben sich in den letzten Jahren rasant vermehrt. Bevorzugt nachts durchwühlen sie selbst Wiesen und Äcker auf der Suche nach Nahrung. Entsprechend schwer sind sie nur zu bejagen. Wem sind schon mal die "umgepflügten" Sternwald-Wiesen aufgefallen?

Fuchs

Reinecke-Fuchs ist nach der erfolgreichen Tollwutimpfung in den 1980er Jahren wieder stark auf dem Vormarsch. Die zunehmende Verbreitung des Fuchsbandwurms zwingt uns heute wieder zu einer intensiveren Bejagung.

Dachs

Ein vorwiegend nachtaktiver Allesfresser, der umfangreiche Erdbauten anlegt, die er im Gegensatz zum Fuchs mit Heu und Laub auspolstert. Nachdem sich der Dachs im Herbst eine 2-3 cm dicke Fettschicht angefressen hat, geht er in ein winterschlafähnliche Ruhephase bis zum Frühjahr.

Hase

Der Feldhase bevorzugt trocken-warme Areale mit viel Deckungsmöglichkeiten. Der ideale Lebensraum aus mosaikartig zusammengesetzten Wald-, Feld- und Heckenstrukturen ist heute sehr selten geworden. Im Gegensatz zu den Kaninchen bauen Hasen keine Erdhöhlen, sondern geben sich mit einer
flachen Mulde ("Sasse") zufrieden. Noch eine Besonderheit: Junghasen kommen sehend und völlig behaart zur Welt.

Auerhuhn

Ähnlich wie das Haselhuhn liegt auch der Lebensraum des Auerwildes im nördlichen Klimabereich. Ideale Bedingungen finden die Tiere in großen, ungleichaltrigen Nadelbaum-Mischwäldern mit beerenreicher Bodenvegetation und lichten Partien. Die Tiere sind sehr störungsempfindlich und stellen hohe Anforderungen an ihren Lebensraum. Mit Hilfe gezielter Lebensraumgestaltung und Besucherlenkung im Stadtwald soll die Wiederansiedlung auf natürlichem Weg ermöglicht werden.

Marder

Bei uns sind zwei Marderarten beheimatet. Der häufig vorkommende Steinmarder bevorzugt freiere Landschaft und lebt sogar in der Innenstadt, wo er durch das Beissen an Autogummiteilen eine zweifelhafte Popularität erlangt hat. Ganz im Gegensatz dazu lebt der seltenere Baummarder im Hochwald und ist als Kletterkünstler wie das Eichhörnchen in der Lage, Bäume spiralartig und blitzschnell zu erklettern.

Haselhuhn

Das extrem seltene Wildhuhn bevorzugt dichten, artenreichen Jungwald mit Hasel, Birke, Weide und Erle mit lichten  Zwischenpartien. In entlegenen Bereichen des Stadtwaldes konnten einige Exemplare überleben. Sinnvolle Biotoppflege und Besucherlenkungskonzepte sollen den Bestand des äußerst störungsempfindlichen Tieres schützen.

Luchs

Das äußerst scheue und für den Menschen vollkommen ungefährliche Tier gehörte einst zu den wichtigsten Beutegreifern. Heute gibt es Bemühungen den Luchs wieder anzusiedeln (z.B. Luchs Initiative Baden-Württemberg e.V.). Es gibt Belege für die Einwanderung des Luchses in den Schwarzwald. Die Nahrung besteht vorwiegend aus kleinen Wirbeltieren bis Rehkitzgröße. Sie benötigen sehr große, störungsfreie Lebensräume (mind. 10.000 Hektar).

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