Welttag seelische Gesundheit 2021

Liebe Interessierte,
trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch die Corona Pandemie, haben wir uns entschlossen ein Programm anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit auch mit öffentlichen Veranstaltungen zusammenzustellen. Bei den Präsenzveranstaltungen in geschlossenen Räumen gelten selbstverständlich die dann gültigen Regeln.

Sofern KEINE Präsenzveranstaltungen möglich sind, haben wir für einzelne Veranstaltungen ein digitales Angebot für Sie vorgesehen. Bitte entnehmen
Sie der Webseite oder der Tagespresse die aktuellen Informationen hierzu.

Die Erhaltung der psychischen und seelischen Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für ein zufriedenes Leben in der Gesellschaft.

Jedoch leiden – auch in Freiburg – sehr viele Menschen unter einer psychischen Erkrankung. Nur wenige der Betroffenen und Ihren Angehörigen trauen sich darüber – privat oder öffentlich – zu sprechen, da sie eine Ausgrenzung oder Benachteiligungen befürchten. Die meisten Menschen sind über psychische Erkrankungen, deren Behandlung und den Umgang damit nicht oder nur oberflächlich informiert.

Vorträge | Filme | Lesung | Begegnungen

Sonntag, 10. Oktober. 17 Uhr

Performance

„Verwicklungen - Entwicklungen: Einblicke in das (Zusammen-)Leben mit einer psychischen Beeinträchtigung“

Grußwort Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

Wir Menschen sind soziale Wesen, wir leben in Familien und Gruppen im täglichen Austausch. Unser Gegenüber erscheint uns als feste Größe mit allen persönlichen Vorlieben und Eigenheiten und wir glauben, ihn oder sie zu kennen. Doch was, wenn unser Bruder, die Mutter, die Freundin, der WG-Mitbewohner oder das eigene Kind sich schleichend oder von einem Tag auf den anderen im Wesen dramatisch verändert? In einer szenischen Darstellung von Schwere(s)Los! e.V. gewähren Menschen mit Psychiatrieerfahrung und ihre Angehörigen Einblick in ihr Schicksal, ihre Hilflosigkeit und ihre persönlichen Lösungswege als Schicksalsgemeinschaft.

Mit anschließendem Austausch

Glashaus im Rieselfeld, Maria-Rudloff-Platz 1

Montag, 11. Oktober 17:30-19:30 Uhr

Begegnung

„RECOVERY COLLEGE – WAS IST DAS?“

Es stellen sich vor: EX-IN Südbaden, Recoverycollege Südbaden, Selbsthilfebüro Freiburg, Selbsthilfe mit Köpfchen e.V.
Vier Organisationen mit hoher Beteiligung von Menschen, die Erfahrungen mit psychischen Krisen haben, präsentieren ihre Arbeit
und ihre Ziele.

Mensa der Hebelschule, Engelbergerstraße 2,
Eingang Eschholzstraße

Dienstag, 12. Oktober 14-17 Uhr

Begegnung

BERATUNGSSTELLE DES ZENTRUMS FÜRAUTISMUS-KOMPETENZ SÜDBADEN (ZAKS)TEACCH - Einsatzmöglichkeiten im Alltag - Inforundgang

Mit dem TEACCH-Ansatz können Aufgaben und Handlungen autismusgerecht dargestellt werden. Die wichtigsten Punkte sind die Visualisierung und Strukturierung. Es werden an verschiedenen Stationen die praktische Umsetzung dargestellt und Tipps gegeben, wie TEACCH im Alltag und im häuslichen Bereich verwendet werden kann. Der Inforundgang richtet sich sowohl an erwachsene Menschen im Autismus-Spektrum, als auch Familien.

Grünwälderstrasse 1 – 7, Innenstadt, die Räume sind nicht barrierefrei;
Bei Beschränkungen nach Anmeldung unter Tel.: 0761 51924057 oder E-Mail: beratungsstelle@autismus-suedbaden.de

Dienstag, 12. Oktober 19:30 Uhr

Film

„Übergeschnappt“ (NL, 2005, 81 Min)

Die zehnjährige Bonny wächst nicht auf wie die anderen Mädchenin ihrer Klasse. Sie wird in erster Linie von ihrer Oma aufgezogen, da ihr Vater abgehauen und ihre Mutter manisch-depressiv ist. Bonnie verbringt dennoch eine schöne Kindheit und kommt gut mit den Stimmungsschwankungen ihrer Mutter zurecht. Als ihre Großmutter stirbt, ändert sich ihr Leben allerdings schlagartig. Eine Mitarbeiterin des Jugendamts will sie in ein Heim schicken, doch Bonny geht mit viel Erfindungsreichtum dagegen vor.

Anschließend Diskussion mit Helga Dilger und Claudia Quilitzsch, (MAKS/ANKER)

Kommunales Kino, Urachstrasse 40, Eintritt 8 € /7 €

Mittwoch, 13. Oktober 10-13 Uhr

Begegnung

MAKS /ANKER Arbeit mit Kindern von Suchterkrankten und psychischerkrankten Menschen

So verschieden psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen auch sind, eines haben sie gemeinsam: die familiären Erfahrungen und Auswirkungen auf die Kinder sind in jedem Fall prägend. Die familiäre Situation alleine zu bewältigen, ist oftmals schwierig. MAKS/ANKER bietet Hilfe und Unterstützung für diese betroffenen Kinder und ihre Bezugspersonen an. (ggf. im Außenbereich).

Kartäuserstrasse 77, Oberau

Mittwoch, 13. Oktober 13-14 Uhr

Begegnung

VITA MOVERE - SOZIALE BETREUUNGEN Allwetterspaziergang

Raus bei jedem Wetter! Gerne können interessierte Besucherinnen und Besucher zum wöchentlich stattfindenden Allwetterspaziergang von Vita Movere mitgehen. Sie spazieren eine Stunde gemütlich, plaudern oder schweigen und lassen sich vom Begleithund mit Lebens- und Entdeckungslust anstecken. Treffpunkt kurz vor 13:00 Uhr am Parkplatz Waldhaus.

Abmarsch pünktlich um 13:00 Uhr.

Mittwoch, 13. Oktober 16-19 Uhr

Begegnung

FREIBURGER HILFSGEMEINSCHAFT & CLUB 55 Tagesgestaltungen, wohnen und arbeiten, Club 55

Die Freiburger Hilfsgemeinschaft ist seit über 50 Jahren in den Bereichen Wohnen, Tagesstruktur und Freizeit für und mit psychisch
beeinträchtigten Menschen aktiv. Es besteht die Möglichkeit, die Räume anschauen, ins Gespräch mit anderen Interessierten und den Mitarbeiter*innen zu kommen, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken und den Film „IRRE- die Freiburger Hilfsgemeinschaft“ anzuschauen.

Schwarzwaldstrasse 9; (Bei Zugangsbegrenzungen nur nach telefonischer Anmeldung: 0761-70481-0)

Freitag, 15. Oktober 10-12 Uhr

Begegnung

VITA MOVERE – SOZIALE BETREUUNGEN Mitmachgarten

Gerne öffnet Vita Movere den Mitmachgarten für interessierte Besucherinnen und Besucher. Krauteln Sie mit, genießen Sie einen Kaffee und lernen Sie die Einrichtung und ihre Arbeit kennen. Kleiderordnung: Lieber praktisch als chic!

Schrebergartenanlage „Gartenfreunde Wonnhalde“, Vom Vereinsparkplatz (Rückseite Gartenwirtschaft) durch Tor Nr. 9 ca. 200m, linke Seite Gartennummer 1021

Freitag, 15. Oktober 14-18 Uhr

Begegnung

SOZIALPSYCHIATRISCHER DIENST – SPDI Beratung für Menschen mit psychischer Erkrankung, derenAngehörige und Mitbetroffene

Für Menschen mit chronischer und schwerer psychischer Erkrankung bietet der sozialpsychiatrische Dienst soziale Hilfestellungen an, um sie in ihrer sozialen Teilhabe, Alltags- und Krankheitsbewältigung zu unterstützen. Darüber hinaus berät er Angehörige und Mitbetroffene. Neben der sozialpsychiatrischen Grundversorgung werden Soziotherapie und Assistenzleistungen angeboten.

Für nähere Informationen besuchen Sie uns gerne an dem Tag der Begegnung. Neben der Ansprechbarkeit der Mitarbeitenden zwischen 14 und 18 Uhr, finden zusätzlich um 15 und 17 Uhr Informationsvorträge zu unserer Arbeit statt.

Bei Absage: https://bit.ly/37ghh17 (Vorstellung der Beratungsangebote 17 Uhr);
Holzmarkt 8, Innenstadt

Freitag, 15. Oktober 18:30 Uhr

Online Lesung

„Schizophrenie ist Scheiße Mama!“ Mutter und Tochter berichten, wie sie gelernt haben,trotz Erkrankung ein gutes Leben zu führen.

»Ihre Tochter hat Schizophrenie!« Diesen Satz hört Janine Berg-Peer vor 25 Jahren das erste Mal. Von einem Tag auf den nächsten ist nichts in ihrem Leben so wie vorher. Aber auch ihre Tochter, Henriette Peer, wird an diesem Tag aus ihrem normalen Leben herausgerissen. Heute arbeitet Henriette Peer schon im 6. Jahr als Genesungsbegleiterin bei einem sozialen Träger. Selbstkritisch und mit großer Offenheit beschreiben beide, wie sie gemeinsam, und manchmal auch gegeneinander, gelernt haben, mit der Krankheit umzugehen. Es gibt keine Verhaltensanleitung für Angehörige. Was darf ich, was mache ich richtig, was falsch? Darf ich überhaupt ein normales Leben weiterleben? Kann ich mich am Leben freuen?« Aber auch für die meisten Betroffenen gibt es wenig Unterstützung, wenn sie sich trotz Erkrankung wieder zurück ins Leben kämpfen wollen. Auch sie fragen sich, was sie sich zutrauen dürfen, was für sie realistisch ist. Vor allem aber müssen sie sich immer vor Augen halten, dass jederzeit eine neue Krise kommen kann. Mutter und Tochter haben gelernt, mit dieser Situation umzugehen. Janine Berg-Peer weiß inzwischen, wie sie ihre Tochter in Krisen unterstützten kann. Sie und Henriette Peer wissen, dass Krisen nicht vermeidbar sind, aber dass sie auch keine Angst vor Krisen haben müssen. Krisen kommen, aber sie gehen auch wieder vorbei.

Online-Diskussion mit Janine Berg-Peer u. Henriette Peer

https://us02web.zoom.us/j/89444321413?pwd=Wmk1V3NMM09WK2hFczJxRzhaOHBxZz09
Meeting-ID: 894 4432 1413 Kenncode: 676270

Samstag, 16. Oktober 10-13 Uhr

Begegnung

GEMEINSAM ZU TISCH Mütterzentrum Klara / Schwere(s)Los!

Der Verein Schwere(s)Los! stellt die eigenen Aktivitäten im Rahmenm eines gemeinsamen Essens auf dem Stühlinger Wochenmarkt vor.
Die Besucher*innen sind herzlich eingeladen zu erfahren, wie kulturelle Teilhabe für alle im Alltag eines soziokulturellen Zentrums gelebt
wird und wie heilsam Begegnung im künstlerischen Tun wirken kann.

Stühlinger Markt / Stühlinger

Samstag, 16. Oktober 14-18 Uhr

Begegnung

SCHWERE(S)LOS! E.V. – MUT Ein neuer Bereich im Verein

MuT steht für "Muse und Therapie" und bietet kunst,- musik-, theater- und tanztherapeutische Gruppen- und Einzelsettings. Hervorgegangen ist MuT aus "Räume für Kunst und Therapie e.V." in der Sternwaldstraße. Das MuTige Team stellt sich erstmals beim Tag der offenen Tür öffentlich vor und bietet psychiatrieerfahrenen Menschen, ihren Angehörigen und anderen Interessierten die Möglichkeit, die Räume, die Therapeut*innen und ihre Arbeit kennen zu lernen.

ASK! e. v. stellt sich vor
Der gemeinnützige Verein besteht aus Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen, Professionellen und engagierten Bürgern. Ziel des Vereins ist eine ambulante Alternative zur bestehenden stationären Behandlung in Kliniken aufzubauen. So soll eine bedürfnis-orientierte Begleitung und
Unterstützung für Menschen in seelischen Krisen realisiert werden.

Kleineschholzweg 5 / Stühlinger

Montag, 18. Oktober 19 Uhr

Vortrag

„Systemische Therapie“ Prof. Dr. Christoph Bielitz

Die Systemische Therapie begreift Probleme nicht als Störung eines einzelnen Menschen, sondern als Folge einer Störung im sozialen Umfeld des Individuums – also des Systems. Ein System kann die Familie sein, aber auch die Schule oder das Arbeitsumfeld. Im Zentrum stehen dabei die Wechselwirkungen zwischen dem Betroffenen und seinem Umfeld. Behandlungskonzepte integrieren systemische Ansätze z. B. in reflecting Teams.

Sigma-Institut im Ärztehaus beim Ev. Diakoniekrankenhaus
Konferenzraum (8 OG); Wirthstraße 9 / Landwasser

Bei Absage: www.sigma-institut.de

Montag, 18. Oktober - Dienstag 19. Oktober jeweils 17 Uhr

Begegnung

SIGMA-INSTITUT Besichtigung und Austausch mit den Therapeuten_innen

Im Vorfeld des um 19 Uhr beginnenden Expertenvortrags öffnet das Sigma-Institut (www.sigma-institut.de) seine Türen für Besichtigungen sowie einen Austausch mit den Mitarbeitenden und dem Therapeutenteam. Ein kleiner Imbiss steht ebenfalls bereit.

Sigma-Institut, Konferenzraum (4. OG)
Wirthstraße 9 / Landwasser
www.sigma-institut.de

Dienstag, 19. Oktober 19 Uhr

Vortrag

„Dem Kindeswohl verpflichtet“ Prof. Dr. C. Bielitz

Die letzte Eskalationsstufe, die es bei Konflikten um das erheblich in Familienstrukturen eingreifende Sorgerecht gibt, ist der Streit vor Gericht.
Gerichtsverfahren vor dem Familiengericht stellen die Weichen für das zukünftige Leben junger Menschen. Von Gerichten in Auftrag gegebene
Gutachten sollen das Gericht dabei unterstützen, zu einer Entscheidung im Einzelfall zu kommen und die richtige Balance zwischen den
Grundrechten junger Menschen und deren Eltern oder Sorgeberechtigten auch unter Berücksichtigung psychischer Beeinträchtigungen zu finden.

Sigma-Institut im Ärztehaus beim Ev. Diakoniekrankenhaus
Konferenzraum (8 OG); Wirthstraße 9 / Landwasser

Bei Absage: www.sigma-institut.de

Dienstag, 19. Oktober 19:30 Uhr

Film

„Mama macht mich krank“ (Medienprojekt Wuppertal, 90 Min.) Dokumentationzum Leben von Kindern mit psychisch kranken Eltern

In Deutschland leben ungefähr zwei bis drei Millionen Kinder in Familien, in denen mindestens ein Elternteil eine psychische Erkrankung hat. Der Film porträtiert Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus vier betroffenen Familien und zeigt durch persönliche Gespräche mit den Betroffenen, was es bedeutet, wenn ein Elternteil an einer seelischen Erkrankung leidet. Sie erzählen von Alltagssituationen, in denen es einem Elternteil auf einmal »schlecht« geht und was das dann für das »normale« Leben bedeutet. Auch beschreiben sie ihre Gefühle, wenn zum Beispiel ihre Mutter wieder für längere Zeit in eine Klinik muss.

Kommunales Kino, Urachstrasse 40, Eintritt 8 € /7 €

Mittwoch, 20. Oktober 16:30-18 Uhr

Vortrag

„Keine(r) ist alleine krank – Paar- und Familiengespräche als Chance“

Unter psychischen Erkrankungen leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Familienangehörige, Eltern, Partner*innen und Kinder. Oft ist das Krankheitserleben und - verhalten in familiäre Muster eingebunden, die alle Beteiligten als belastend und einschränkend erleben, die aber nicht leicht zu verändern sind. Paar- und Familiengespräche können wertvolle Anstöße für Veränderungen geben und bringen meist für alle eine deutliche Entlastung mit sich. Der Vortrag informiert über diese familiären Muster und Möglichkeiten der Veränderung im Rahmen von Paar- und
Familiengesprächen. Vortrag Renate Weihe-Scheidt, Klaus Osthoff (Paar- und Familientherapeuten) Zentrum für Psychiatrie Emmendingen;

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist wird ab 16 Uhr der Einlass möglich sein.

Zentrum für Psychiatrie Emmendingen; Festhalle;
Neubronnstraße 25, Emmendingen

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Psychiatrie-Koordination
Fehrenbachallee 12 / C
79106 Freiburg
Telefon 0761 201 3588
Fax 0761 201 3578

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