Welttag seelische Gesundheit 2019

Die Erhaltung der psychischen und seelischen Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für ein zufriedenes Leben in der Gesellschaft.

Jedoch leiden – auch in Freiburg – sehr viele Menschen unter einer psychischen Erkrankung. Nur wenige der Betroffenen und Ihren Angehörigen trauen sich darüber – privat oder öffentlich – zu sprechen, da sie eine Ausgrenzung oder Benachteiligungen befürchten. Die meisten Menschen sind über psychische Erkrankungen, deren Behandlung und den Umgang damit nicht oder nur oberflächlich informiert.

Vorträge | Film | Gespräch | Informationen

Donnerstag, 10. Oktober 19.30 Uhr

Film

Grußwort Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

„Dem Himmel zu nah“ (CH, 2016, 91 Min) 

«Dem Himmel zu nah» erzählt die Geschichte einer lebensbejahenden Frau, welche ihrer Ohnmacht in diesem tragischen Familienschicksal einen Film entgegen stellt. Mit der Kamera begibt sich die Autorin auf Spurensuche durch ihre bewegte Familiengeschichte. Was hat ihren Bruder und Jahre zuvor ihre Schwester dazu getrieben, sich das Leben zu nehmen? Auf den ersten Blick waren beiden gut eingebettet in eine glückliche Familie mit fürsorglichen Eltern. Es fehlte weder an Geld noch an Verständnis oder Liebe. Doch ab wann rieselte der Sand ins scheinbar intakte Familiengetriebe? Inwiefern waren ihre Geschwister anders als sie selber? Weniger stark? Sensibler? Unsicherer? Warum konnte sie ihre Geschwister nicht „retten“? Und wie weit kann es Angehörigen überhaupt gelingen, ihre Liebsten in schweren Zeiten zu unterstützen, ihnen beizustehen, zu helfen?
Die Autorin findet keine einfachen Antworten, viel mehr Vermutungen, Erinnerungen
und eine Palette von Möglichkeiten. Ruhig und sensibel wirft «Dem Himmel zu nah» existenzielle Fragen auf – und stellt dem Tod das Leben und die Liebe entgegen.

Anschließend Diskussion mit Wolfgang Stich (Arbeitskreis Leben e. V.)
Moderation: Prof. Dr. Dr. Katharina Domschke M.A. (USA) (Ärztliche Direktorin der Freiburger Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie; Vorstand Freiburger Bündnis gegen Depression e. V.)

Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40, Wiehre; Eintritt 7 € /5 € Wiederholung 13.10., 17:30 Uhr

Freitag, 11. Oktober 17 Uhr - ACHTUNG - geänderte Uhrzeit

Vortrag in Bildern

"Mal gut, mehr schlecht."

Sensible Einsichten in die Innenwelten der Depression

Der Fotografin Nora Klein (Erfurt) ist es mit dem 2016 erschienenen Bildband »Mal gut, mehr schlecht.« gelungen, jenseits von Worten eine visuelle Ausdrucksform für die Gefühlswelt depressiver Menschen zu finden. Eine Teilnehmende aus dem Buchprojekt ist Sabine Fröhlich (Depressionserfahrene). Im Bildband schildert sie ihre eigene Lebensgeschichte. Während der intensiven Zusammenarbeit an dem Projekt haben sich die beiden Frauen kennen und schätzen gelernt und wollen gemeinsam weitergehende Aufklärungsarbeit zum Thema Depression leisten. Im Gespräch und mit Bildern geben die beiden Einblicke und Eindrücke zum Thema Depression. Für alle, die die Krankheit Depression besser verstehen wollen.

Moderation: Christine Kubbutat (Amt für Soziales und Senioren)

TheaterBar
Bertoldstraße 46

Montag, 14. Oktober ab 18.30 - 20.00 Uhr

Vortrag / Lesung

"Wenn das Leben zur Last wird"

Möglichkeiten und Grenzen ambulanter Suizidprävention

Seit 1977 gibt es den Arbeitskreis Leben Freiburg (AKL) - die einzige Beratungsstelle
für Suizidgefährdete und Menschen in Lebenskrisen in Südbaden. Eines der wesentlichen Angebote ist die Krisenbegleitung durch ehrenamtlich Mitarbeitende.
Wie funktioniert diese Krisenbegleitung? Auf welcher Basis wird diese Form der
Suizidprävention angeboten? Wo sind ihr Grenzen gesetzt? Wolfgang Stich
(langjähriger Leiter des AKL) stellt die Einrichtung, ihre Arbeitsweise und die
theoretischen Grundlagen vor. Mit Lesebeiträgen von Vera Maria (Autorin), die
Einblicke in ihre suizidalen Lebensphasen gibt.

Bürgerhaus Zähringen – Kleiner Saal, Lameystraße 2, Zähringen

Mittwoch, 16. Oktober 16.30 Uhr - 18.00 Uhr

Vorträge

"Vom Umgang mit Suizidalität..."

...in der stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung:
Was heißt „Suizidalität“ genau? Wer ist besonders gefährdet? Wie geht das ZfP  Emmendingen mit Suizidalität um? Diese und andere Fragen zum breiten Spektrum suizidalen Erlebens und Verhaltens wird Thomas Lutter (Oberarzt der Klinik für affektive Störungen und psychosomatische Medizin und Suizidalitätsbeauftragter des ZfP Emmendingen) in seinem Vortrag ansprechen und beantworten.

...im sozialen Umfeld:
Eröffnen oder nicht eröffnen; sagen oder nicht sagen; lügen oder nicht lügen; und in jedem Fall, wem, wie, wann und wo? Suizidgefährdete Menschen kennen dieses Dilemma. Dabei spielen Reaktionen Anderer auf suizidale Äußerungen eine bedeutende Rolle. Jessica Krebs (Mitarbeitende im Sozialdienst des ZfP Emmendingen) wird diese Perspektive und den Umgang mit Suizidalität im sozialen Umfeld thematisieren.

Zentrum für Psychiatrie Emmendingen; Konferenzaum. Rollerhaus, Neubronnstr. 25

Mittwoch, 16. Oktober 19.00 Uhr

Vortrag

"Angst und Depression im Spiegel der Kunst"

Wenn es um unangenehme Gefühle geht, schaut man gerne weg. Hier aber darf und soll man hinsehen! Anhand von Gemälden und Skulpturen, Fotographien und Installationen bekannter Künstler wird Prof. Dr. Dr. Katharina Domschke M.A. (USA) (Ärztliche Direktorin der Freiburger Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie; Vorstand Freiburger Bündnis gegen Depression e. V.) verschiedene
Aspekte von Angst und Niedergeschlagenheit, von Angsterkrankungen und Depressionen aus dem Blickwinkel der Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie
vorstellen. Im Spiegel der Kunst können diese nicht selten so quälenden Gefühle anschaulicher und begreifbarer – und damit vielleicht auch erträglicher und überwindbarer werden.

Audimax, Universität Freiburg,
Platz der Alten Synagoge 1

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Kontakt

Psychiatrie-Koordination
Fehrenbachallee 12 (Gebäude C)
79106 Freiburg
Telefon 0761 / 201-3588
Mobiltelefon
Fax 0761 / 201-3578

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