Prozess & Mitwirkung

Wie entsteht der Klimamobilitätsplan?

Im rund einjährigen Entstehungsprozess des Planes werden die fachliche Bearbeitung und die Beteiligung der Öffentlichkeit eng miteinander verzahnt.

Prozessablauf

In einem ersten Schritt wurden in einer Vorbereitungsphase die bisherigen Planwerke der Stadt und der Region betrachtet und die im Rahmen des Klimamobilitätsplans näher zu untersuchenden Maßnahmen ausgewählt. Parallel dazu wurden Interviews mit etwa 20 Fachakteuren durchgeführt, in denen Hinweise zum Klimamobilitätsplan, zum Erarbeitungsprozess sowie Erwartungen an das Maßnahmen-Bündel abgefragt wurden. Im laufenden Projekt wurden zusätzliche Gespräche mit weiteren Fachakteuren geführt, um durchgehend vielfältige Sichtweisen in die Erstellung des Klimamobilitätsplans einzubinden.

Am 15. Februar 2022 fand die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Klimamobilitätsplan statt. Bei der Veranstaltung wurden u.a. die zu untersuchenden Maßnahmen vorgestellt und die Online-Beteiligung gestartet. Die Online-Beteiligung (Ergebnisse) bot allen Bürger_innen der Stadt und Region die Möglichkeit, die zu untersuchenden Maßnahmen zu kommentieren, zu bewerten und neue Vorschläge einzubringen. Parallel dazu wurden die Wirkungen der Maßnahmen anhand des Verkehrsmodells berechnet.

Am 10. Mai 2022 tagte das erste Mal das Forum Klima & Mobilität. Aufgabe des Forums, das aus zufällig ausgewählten Bürger_innen, Fachakteuren aus der Stadtgesellschaft und Vertreter_innen der Verwaltung besteht, war, den ersten Vorschlag des Maßnahmenbündels unter Berücksichtigung der Eingänge aus der Online-Beteiligung zu diskutieren. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzbarkeit gelegt werden. Die Mitglieder des Forums arbeiteten in drei Arbeitsgruppen an unterschiedlichen Maßnahmenbereichen und sammelten zudem zahlreiche Hinweise und Ideen, welche die Ergebnisse der Online-Beteiligung ergänzen.

Der aus dem ersten Forum resultierende Entwurf des Klimamobilitätsplans wurde im Spätsommer im Mobilitätsausschuss der Stadt Freiburg beraten und am 4. Oktober 2022 durch den Gemeinderat für den weiteren Beteiligungsschritt beschlossen. Alle Interessierten hatten vom 24. Oktober bis 2. Dezember 2022 nochmals die Möglichkeit, den Entwurf des Klimamobilitätsplans durch eine schriftliche Stellungnahme zu kommentieren.

Beim zweiten Treffen des Forums Klima & Mobilität wurde der Blick insbesondere auf die Themen Kommunikation und Beteiligung gerichtet: In mehreren Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmenden vielfältige Ideen und Hinweise für die kommunikative Begleitung der Maßnahmen-Umsetzung. Schließlich wird dieser erneut im Mobilitätsausschuss beraten und im Frühjahr 2023 final durch den Gemeinderat beschlossen.

Nach dem Beschluss des Klimamobilitätsplans beginnt die eigentliche Arbeit: die Umsetzung der Maßnahmen.

Welche Mitwirkungsmöglichkeiten bestanden?

Für alle, die am Klimamobilitätsplan interessiert sind, bestanden zwei zentrale Mitwirkungsmöglichkeiten. Während der Erarbeitung des Entwurfs des Klimamobilitätsplans war dies die Online-Beteiligung zur Kommentierung und Bewertung der zu untersuchenden Maßnahmen. Zum weiter fortgeschrittenen Entwurf des Klimamobilitätsplans konnten alle Interessierten im Rahmen der öffentlichen Auslegung vom 24. Oktober bis zum 02. Dezember schriftliche Stellungnahmen abgeben.

Zusätzlich wurden für das Forum Klima & Mobilität zufällig ausgewählte Bürger_innen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Für die Teilnahme an diesem Format konnte man sich nicht aktiv bewerben, allerdings wurde durch die Auswahl einer heterogenen Zusammensetzung (anhand Kriterien wie Alter, Geschlecht, Wohnort und Mobilitätsverhalten) sichergestellt, dass möglichst vielfältige Interessenslagen berücksichtigt werden.

Radfahrer_innen auf der Blauen Brücke

Mit welchen Institutionen wurden die Interviews geführt?

Bei der Auswahl der Interview-Partner_innen wurde auf eine gute Mischung geachtet, so dass möglichst viele Perspektiven und Erwartungen bereits frühzeitig in den Prozess einfließen konnten. Konkret wurde mit den folgenden Institutionen gesprochen:

  • ACE Auto Club Region Baden-Württemberg
  • Aktionsgemeinschaft z´Friburg in der Stadt
  • Allgemeiner Deutscher Automobilclub (ADAC) Südbaden
  • Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) Freiburg
  • Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine
  • Arbeitsgemeinschaft Umweltfreundlich zum Betrieb e.V.
  • Bürger:innenrat Region Freiburg
  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Freiburg
  • Fahrgastbeirat Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF)
  • Friday for Future Freiburg
  • FUSS e.V. - Regionalgruppe Freiburg-Südbaden
  • Fuß- und Radentscheid Freiburg
  • Grüne Flotte Carsharing
  • Handelsverband Südbaden
  • Handwerkskammer
  • Haufe Gruppe
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein
  • Initiative Statt Tunnel
  • Migrantinnen- und Migrantenbeirat Freiburg
  • Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt der Stadt Freiburg
  • Stadtmobil Südbaden
  • Uniklinik Freiburg
  • Universität Freiburg
  • Unternehmensverband Südwest
  • VCD Verkehrsclub Deutschland e.V. Regionalverband Südbaden
  • Verband des Verkehrsgewerbes Baden