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Bauen und Wohnen in Kleineschholz

Im Quartier sollen ausschließlich Genossenschaften, private Baugruppen und andere Bauträger zum Zug kommen, deren Ziel nicht die Gewinnmaximierung ist. Für die Vergabe der Bauflächen wird nicht der Preis entscheidend sein, sondern das beste Konzept. Die Bewertung der Konzepte soll über eine ganzheitliche Betrachtung und Abwägung und nicht ausschließlich entlang einer definierten Punktematrix erfolgen. Beginnen wird die Vermarktung im Jahr 2023.

Ziele für die Vermarktung

Welche Kriterien dabei zugrunde gelegt werden, werden derzeit erarbeitet. Die Inhalte des Vermarktungskonzepts, das die Regeln für die Vergabe enthält, stehen noch nicht im Detail fest, insbesondere nicht die Konditionen der Abgabe im Erbbaurecht. Erste Eckpunkte werden hier vorgestellt.

Bei der Vergabeentscheidung wird es maßgeblich darauf ankommen, welchen gemeinwohlorientierten Beitrag – neben der Schaffung von Wohnraum – das Bauprojekt für das Quartier und seine Bewohner_innen oder die gesamte Stadt hat. Dieser Beitrag kann sozial, ökologisch, architektonisch, gewerblich oder kulturell sein und kann von den Bewerber_innen frei gewählt werden. Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, möchte die Stadt möglichst wenig vorgeben und setzt stattdessen auf die Kreativität der Bauwilligen. Eine beispielhafte und nachhaltige Gestaltung der Gebäude und Freiräume wird in der Vergabe ebenfalls relevant sei.

50 Prozent geförderte Wohnungen und Erbbaurechte

Zwei ganz wichtige Leitplanken sollen Teil des Vermarktungskonzeptes sein: Mindestens 50 Prozent der Wohnungen entstehen als geförderte Mietwohnungen. Und 100 Prozent der Flächen bleiben in öffentlichem Besitz und werden über Erbbaurechte (Ablöse) dauerhaft der Bodenspekulation entzogen.

Dank der 50-Prozent-Quote für geförderten Wohnraum bleiben die Mieten hier deutlich unter dem Mietspiegel. Gleichzeitig liegen die Einkommensgrenzen für Mietwohnraumförderung so hoch, dass weite Teile der Bevölkerung davon profitieren – Singles ebenso wie Alleinerziehende oder Familien. Sie alle sollen Kleineschholz zu einem bunt gemischten, lebenswerten Quartier machen. 

Weitere Mindestkriterien, die in den Bewerbungen enthalten und von allen Bewerbenden erfüllt sein müssen, werden voraussichtlich sein:

  • Bestandshaltung der Wohnungen für einen deutlich über 30 Jahre dauernden Zeitraum und
  • Einhaltung gesetzlicher Mindeststandards – zum Beispiel Barrierefreiheit.

Wie läuft das Verfahren ab?

Das Vergabeverfahren für das Quartier ist zweistufig geplant: 

  • Phase 1: Die erste Phase soll möglichst niederschwellig sein, damit sich auch Gruppen bewerben können, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um beispielsweise Architekt_innen mit dem Entwurf von Bauplänen zu beauftragen oder die Finanzierungszusage der Bank einzuholen. Aber es muss eine klare Projekt-, Konzepts-, Finanzierungs- und Realisierungsvorstellung vorliegen und in der Bewerbung dargelegt werden. Man kann sich voraussichtlich auch auf mehrere Grundstücke bewerben unter Angabe von Grundstücksprioritäten. Die Bewerbungen werden nach ihrem Eingang geprüft und mit allen Bewerber_innen, die die Mindestkriterien erfüllen, besprochen. Im Anschluss bewertet ein Bewertungsgremium die eingereichten Konzepte und gibt eine Vergabeempfehlung für die Grundstücke an die gemeinderätlichen Gremien ab. Dieser wird die Entscheidung über die Zusagen treffen. Die Bewerber_innen, die ausgewählt werden, bekommen eine Reservierungszusage für ein Grundstück.
  • Phase 2: Die Bewerber_innen mit Zusage haben dann mehrere Monate Zeit, das Projekt, mit dem sie sich beworben haben, baugenehmigungsreif zu entwickeln. Begleitet wird der Planungsprozess von verschiedenen Statusgesprächen, zu denen die Bewerbenden mit Zusage eingeladen werden. Auch die Finanzierungszusagen der Banken müssen in dieser Zeit eingeholt werden und zum Ende dieser Phase, die mit dem Abschluss der Erbbaurechtsverträge endet, vorliegen.

Die nächsten Schritte

  • Öffentliche Informations-Veranstaltung Anfang 2023, voraussichtlich Ende Februar
  • Beschluss des Vermarktungskonzepts voraussichtlich Ende erste Jahreshälfte 2023
  • Öffentliche Veranstaltung zum Vermarktungsauftakt nach Beschluss zum Vermarktungskonzept
  • Veröffentlichung der Vermarktungsunterlagen voraussichtlich zweite Jahreshälfte 2023 = Beginn der Vermarktung
  • Ab dem Beginn der Vermarktung wird den Gruppen mehrere Monate Zeit gegeben, ihre Unterlagen vorzubereiten und für Phase 1 des Vergabeverfahrens einzureichen.

Weil noch nicht jede Entwicklung absehbar ist, kann sich der Zeitplan auch noch ändern.

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