Gewässersanierung

Lebensräume für bedrohte Amphibien

Kröte im Schilf
Neues Zuhause für Kröte & Co.: Das entsteht derzeit in Opfingen, am Rosskopf und am Schauinsland. (Foto: Seeger/Stadt Freiburg)

Das Artensterben macht auch vor heimischen Amphibien keinen Halt. Lebensräume und Laichplätze werden weniger – Teiche trocknen aus, sind verschmutzt oder verschlammt.

Dem will die Stadt entgegenwirken. Im Rahmen des landesweiten BUND-Projekts "220 Amphibiengewässer" hat das Umweltschutzamt bereits gemeinsam mit der Ökostation einen Teich im Seepark saniert. Forstamt und Umweltschutzamt verbessern nun fünf weitere Gewässer für die Amphibien: die Storchentränke in Opfingen, den Krottenweiher und den Immentalweiher am Rosskopf sowie zwei weitere kleinere Gewässer entlang von Waldwegen am Rosskopf und am Schauinsland.

Umgebung für Laichablage und Unterschlupf schaffen

Die Arbeiten haben bereits letzte Woche begonnen und dauern voraussichtlich noch bis Anfang Dezember. Dabei werden, wenn nötig, Schlamm, Abfall oder Pflanzen aus dem Wasser sowie Gehölze rund ums Gewässer entfernt. Wenn die Wasserfläche frei ist, kann auch mehr Sonne an den Teich gelangen, was für die Laichablage wichtig ist. Außerdem geht es darum, ein strukturreiches Tiefenprofil zu schaffen und zum Beispiel durch abgeflachte Uferbereiche, den Tieren den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. Vorhandenes Totholz kann bleiben und dient als Unterschlupf und Deckung für die Amphibien.

Die Arbeiten finden im späten Herbst statt, da sich in dieser Zeit deutlich weniger Tiere in den Gewässern aufhalten. Dennoch sind Mitarbeitende des Umweltschutzamtes vor Ort und kümmern sich darum, dass keine Amphibien zu Schaden kommen.

Veröffentlicht am 24. November 2023
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