Die Tigermücke in Freiburg

In Deutschland wurde die Asiatische Tigermücke das erste Mal im Jahr 2007 an einer Autobahnraststätte in Baden-Württemberg entdeckt, wohin sie sehr wahrscheinlich als „blinder Passagier“ mit dem Reiserückverkehr aus Italien gelangte. Aufgrund des milden Klimas und der kurzen Einschleppungswege aus den großen Populationen in Südeuropa ist vor allem innerhalb der Oberrheinebene die Wahrscheinlichkeit am größten, dass es zur Ansiedelung und weiteren Ausbreitung der Stechmückenart in Deutschland kommt. So wurde im Sommer 2015 in Freiburg (Breisgau) in einer Kleingartenanlage die erste größere Ansiedelung der Asiatischen Tigermücke in Deutschland gefunden.

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus): Sie ist etwa 6 mm klein, schwarz-weiß gefärbt und hat fünf weiße Streifen an den Hinterbeinen. Das Ende der Hinterbeine ist weiß und ein weißer Längsstreifen ziert auch den vorderen Rücken. (Foto: gordzam / stock.adobe.com)

Momentan stellen die in Freiburg bekannten Tigermückenpopulationen keine direkte oder unmittelbare Gesundheitsgefahr dar. Laut dem Institut für  Dipterologie weist sie in Italien die höchste Dichte in Europa auf. Die Tigermücke ist kann jedoch zahlreiche Krankheitserreger wie Chikungunya-, Dengue- und möglicherweise auch des Zikavirus übertragen und zählt somit als potentielle Krankheitsüberträgerin zu den Gesundheitsschädlingen.
Da die Mücke zudem sehr aggressiv und ausdauernd sticht, soll verhindert werden, dass sie sich dauerhaft etabliert und sich in Freiburg weiter ausbreitet.

Wo brütet sie?

Die Tigermücke brütet in kleinsten Wasseransammlungen, zum Beispiel in: Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Untersetzern, Wasserschalen, wassergefüllten Schirmständern, Gullys, verstopften Regenrinnen, Autoreifen. Die Eier überstehen Trockenheit und auch kalte Winter. Belebte Gartenteiche mit Fischen, Molchen etc. sind keine Brutstätten. Vogel- und Igeltränken sind keine Brutstätten, wenn das Wasser mindestens alle drei Tage gewechselt wird.

Was können Sie tun?

Wichtig: Beseitigen oder sanieren Sie alle Brutstätten!

  • Gießkannen, Eimer, Blumenkübel umdrehen oder unter dem Dach lagern, dass sich kein Regenwasser ansammeln kann.
  • Schirmständer mit einem umgedrehten Gefäß abdecken, Gullys alle zwei Wochen mit Bti-Tabletten (eine Tablette auf 50 Liter) behandeln.
  • Regentonnen mit Bti-Tabletten behandeln und danach mit einem festschließenden  Deckel oder Moskitonetz vollständig abdecken (ohne Ritzen).

Wie wirken die Bti-Tabletten?

Wichtig: Behandeln Sie alle Brutstätten auf Ihrem Grundstück, die Sie nicht beseitigen können, von April bis September alle drei Wochen mit Bti-Tabletten (eine Tablette auf 50 Liter Wasser)!

Bti ist ein biologisches Mittel (Eiweiß), das Mückenlarven vernichtet, aber anderen Tieren, Menschen und Pflanzen nicht schadet. Das Wasser kann weiter zum Gießen genommen werden. Eine der zehn Bti-Tabletten im Blister reicht für die Behandlung von 50 Litern Wasser (siehe Beipackzettel).

Wichtig: Reinigen Sie unbedingt alle Gefäße gründlich, bevor Sie sie über den Winter einlagern, um Überwinterungseier zu entfernen.

Kontakt ​

ICYBAC - biologische Stechmückenbekämpfung GmbH

ICYBAC - biologische Stechmückenbekämpfung GmbH
Georg-Peter-Süß-Straße 1
67346 Speyer
Tel: 06232 622437
www.icybac.de

Wissenschaftlicher Direktor der ICYBAC GmbH
PD Dr. habil. Norbert Becker

Auffällige Mücken bitte melden unter:Tel: 06232-622347