Mittendrin mit dem Umweltverbund

Martin Horn

Besprechungen, Meetings, zum Abschluss eine Gemeinderatssitzung – dazwischen Schreibtischarbeit im Büro. Der Arbeitsalltag eines Oberbürgermeisters findet viele Stunden am Tag im Sitzen statt. Um dennoch fit zu bleiben, hilft nur eines: Bewegung.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn ist am liebsten zu Fuß und mit dem Rad oder mit dem ÖPNV unterwegs. "Bei schönem Wetter nutze ich gerne das Fahrrad. Und wenn es regnet, steige ich in die Stadtbahn, um ins Rathaus zu kommen", sagt er.

Ich bin fest davon überzeugt, dass eine andere Form der Mobilität keinen Verzicht bedeuten muss, sondern vor allem ein Mehr an Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder und ältere Menschen, ein Mehr an Gesundheit sowie insgesamt ein Mehr an Lebensqualität.
Martin Horn

Der Gesundheitsaspekt ist dabei nur einer der Vorteile, die er in der nachhaltigen Mobilität sieht. "Für mich macht es einen großen Unterschied, ob ich Freiburg durch eine Windschutzscheibe erlebe oder mittendrin bin", erzählt er. Und "mittendrin" sei er, wenn er zu Fuß, mit dem Rad und mit den Öffis unterwegs ist. Gerade als Oberbürgermeister bleibe er so in engerem Kontakt mit der Stadt, ihren Vorzügen, aber auch ihren Problemen. "Besonders schätze ich die Nähe zu den Freiburgerinnen und Freiburgern. Es ergeben sich immer wieder nette Kontakte", erzählt Martin Horn.

Der Arbeitsalltag eines Oberbürgermeisters macht es dennoch häufig unumgänglich, im Dienstwagen statt in der Bahn zu sitzen. Beruflich ist Martin Horn viel in der Stadt und Region unterwegs, und sein Terminkalender ist eng getaktet. "Ich habe Verständnis für alle, die sagen, dass sie beruflich auf ihr Auto angewiesen sind. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich: Manchmal ist es ohne Auto einfach noch schwierig – wir wollen aber eine vollwertige Alternative im verknüpften Umweltverbund  aus Fuß, Rad, Bus und Bahn schaffen."

Chauffeur mit dem Lastenrad

Weil nachhaltige Mobilität nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann, ist Martin Horn stolz auf das, was Freiburg bereits erreicht hat. Konkret: "Die Fortschritte und Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr, die wir in den letzten Jahren in Freiburg umgesetzt haben, sind keine Selbstverständlichkeit. Ich selbst merke es bei meinen täglichen Wegen: Es geht spürbar schneller und komfortabler mit dem Rad von A nach B durch die Stadt – das ist doch großartig!", sagt er. Und mit dem Klimamobilitätsplan Freiburg ruht sich die Stadt keineswegs auf dem Erreichten aus. Ganz im Gegenteil: "Die Erfolge motivieren die vielen Engagierten in der Stadtverwaltung, mutig weiter voranzuschreiten", ist sich der Oberbürgermeister sicher.

Seinen Privat-Pkw hat Martin Horn schon lange abgeschafft. Wenn es mit den Kindern ohne Auto doch mal zu stressig wird, nutzen seine Frau und er Carsharing oder Mietwagen. Mit Kind und Kegel auch mal mit der Bahn in den Familienurlaub zu fahren, z.B. nach Schweden, gefällt ihm. "Dann beginnt der Urlaub schon mit der Fahrt", weiß er aus eigener Erfahrung zu berichten.

Seine Kinder finden es toll, dass ihr Papa sie regelmäßig  mit dem Lastenrad zum Kindergarten und zur Grundschule chauffiert.

Mein Stadtteil:
Oberwiehre

Mein liebstes Verkehrsmittel:
Der Umweltverbund aus Fuß, Rad und ÖPNV.

Meine Meinung zum…
...  Radfahren: Macht in Freiburg Spaß und ist gesund!
… zu Fuß gehen: Ein echter Tipp – entschleunigt in hektischen Zeiten.
… zum ÖPNV: Jeden Tag und fast rund um die Uhr eine gute und attraktive Alternative.