Ein Herz für den ÖPNV

Stefanie in der Bahn

Den Freiburger Hauptbahnhof kennt Stefanie Heizmann wie ihre Westentasche. Über ein Jahr lang pendelte sie für ihr Studium zwei-, dreimal pro Woche von Freiburg nach Karlsruhe. Rund zwei Stunden von Tür zu Tür war sie dafür pro Strecke unterwegs.

„Ich arbeite in Freiburg, deshalb wäre es nicht praktisch gewesen, umzuziehen. Ich habe mir eine Bahncard 100 zum Aktionspreis gekauft und mir dadurch das Geld für eine Monatskarte und eine eigene Wohnung in Karlsruhe gespart, es hat also auch finanziell Sinn gemacht“, erzählt die gebürtige Freiburgerin. Trotzdem ist sie froh, dass sie ihre Masterarbeit jetzt ohne regelmäßiges Pendeln schreiben kann, „denn das frisst schon viel Zeit“.

Mit dem Auto zu pendeln, war für Stefanie Heizmann nie eine Option – die Studentin besitzt kein Auto. „Ein Auto brauche ich in Freiburg einfach nicht. Ich komme überall gut mit dem Fahrrad und dem ÖPNV hin.“ Für Busse und Bahnen hegt Heizmann dabei ein besonderes Interesse. „Das hat mich schon als Kind fasziniert. Ich habe mir damals selbst beigebracht, Fahrplanbücher zu lesen, und mich mit verschiedenen Fahrzeugtypen beschäftigt, weil ich es einfach spannend fand.“

Ich habe kein Auto. In Freiburg brauche ich einfach keins, weil ich so viele Alternativen habe. Ich komme überall gut und zuverlässig mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV hin.
Stefanie

Ein Lob auch an den Radverkehr

In Freiburg fährt sie gerne und häufig Straßenbahn, aber auch oft Fahrrad. „Das kommt ganz auf die Umstände an: Ich bin mit der Straßenbahn oft am schnellsten, aber ich nehme auch gerne das Rad, weil ich dann Bewegung an der frischen Luft habe. Ich finde es toll, wie sich der Radverkehr in Freiburg in den letzten Jahren entwickelt hat. Man sieht richtige Fortschritte, an allen Ecken und Enden wird ausgebaut.“

Insgesamt gibt Stefanie Heizmann der Stadt eine gute Note für viele Aspekte der Alltagsmobilität. Die Taktung der Straßenbahnlinien, die oft alle 6 bis 7 Minuten fahren, sei zum Beispiel herausragend und besser als in vielen anderen Großstädten.

Allen, die diese Verkehrsmittel noch nicht nutzen, möchte sie ans Herz legen: „Probiert es einfach mal! Und wenn es euch nicht beim ersten Mal gefällt, gebt dem Ganzen auch eine zweite und eine dritte Chance. Es kann immer mal was passieren, was einem nicht gefällt, aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass das Fahren mit ÖPNV und Fahrrad trotzdem fast immer angenehm ist!“

Mein Stadtteil:
Landwasser

Mein liebstes Verkehrsmittel:
Der gesamte Umweltverbund. Das hängt immer von den äußeren Umständen ab.

Meine Meinung zum…
…zu Fuß gehen: Ich gehe sehr gerne zu Fuß. Freiburg ist sehr gut geeignet zum zu Fuß gehen, weil hier vieles einfach schnell erreichbar ist.
…Rad fahren: Ich finde die Rad-Infrastruktur in Freiburg richtig toll, da macht es Spaß, Fahrrad zu fahren. Manchmal nehme ich aber doch lieber die Straßenbahn, weil es schneller ist.
…ÖPNV: Der ÖPNV in Freiburg ist sehr gut ausgebaut. Von mir zu Hause fahre ich knapp zehn Minuten zum Hauptbahnhof, schneller geht´s nicht. Aber ich merke in letzter Zeit, dass es anscheinend einen großen Personalmangel gibt und manchmal Fahrten ausfallen.