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Sustainable Development Goals

Ziel 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Konsum- und Produktionsmuster nachhaltig gestalten

Die Menschheit lebt seit langem über ihre ökologischen Verhältnisse. Dies gilt in besonderem Maße für die Industrieländer und die wachsenden ober- und Mittelschichten in vielen Schwellenländern.

Entsprechende Freiburger Handlungsfelder

Nachhaltigkeit geht uns alle an!


Was macht die Stadt Freiburg?

Beispielhafter Ausschnitt aus Maßnahmen und Programmen der Stadt Freiburg

Alle städtischen Gebäude beziehen Strom aus regenerativen Quellen.

In städtischen Kindergärten und -tagesstätten, Mensen der Schulen und städtischen Kantinen wird zum großen Teil Mittagessen mit regionalen und ökologischen Lebensmitteln angeboten.

Beim Kauf von Spiel-, Bastel- und Beschäftigungsmaterial in Kindergärten und -tagesstätten wird auf Umweltfreundlichkeit geachtet (z. B. lösungsmittelfreie Klebstoffe und Kleister, Wachsstifte aus Bienenwachs, Holzspielzeug).

Ende 2017 wurde ein verwaltungsinternes Car-Sharing an mehreren Standorten eingerichtet. Es werden weitestgehend reine Elektroautos eingesetzt und eine parallel aufgebaute interne Ladeinfrastruktur genutzt. Durch den Bezug von 100 % Ökostrom ist der Betrieb komplett CO2-neutral. Außerdem werden damit die gesamtstädtischen Ziele des Luftreinhalteplans (z.B. bei den Stickoxide) und des Lärmaktionsplans unterstützt. Durch die Nutzung einer modernen Corporate-Car-Sharing-Software werden für die jeweiligen Fahrbedarfe passgenaue Modelle bereitgestellt (z.B. Personenzahl, Reichweite).

Druckerzeugnisse der Stadtverwaltung (z. B. Broschüren) werden grundsätzlich aus Recyclingpapier hergestellt.

Die Stadt Freiburg bietet bei allen öffentlichen Sitzungen ausschließlich Fairtrade-Kaffee an.

Engagiert für Nachhaltigkeit in Freiburg

 Elena Kolb

Mich für Nachhaltigkeit zu engagieren, gibt mir die Chance, mich gegenüber diesen komplexen Problemen nicht mehr ganz so ohnmächtig zu fühlen.

Elena Kolb
Studentin
konsumkritische Stadtführerin, KauFRausch e.V.

Wie setzen Sie sich mit Ihrer Organisation für mehr Nachhaltigkeit ein?
KauFRausch e.V. bietet konsumkritische Stadtrundgänge durch die Freiburger Innenstadt an. Anmelden können sich alle interessierten Gruppen - in letzter Zeit waren das zu einem großen Teil Schulklassen. Bei unseren Rundgängen ist es uns wichtig, in einen Dialog mit den Teilnehmenden zu kommen und alle Stationen möglichst interaktiv zu gestalten. Wir wollen globale Zusammenhänge mit lokalen Beispielen verbinden und die Teilnehmenden nach ihren eigenen Erfahrungen fragen. Uns ist es wichtig, nicht zu belehren oder zu kritisieren, sondern möglichst konstruktiv nach Alternativen und Möglichkeiten für den alltäglichen Konsum zu suchen.

Welche Herausforderungen möchten Sie mit Ihrer Organisation in den kommenden Jahren meistern?
Wir stellen immer wieder fest, dass das Vorwissen unserer Gruppenteilnehmenden sehr divers ist. In solchen Fällen stehen wir vor der Problematik, trotzdem alle Teilnehmenden einzubinden, zum Nachdenken zu bringen, zu begeistern oder mit Ihnen in Diskussionen einzusteigen. Genau diese Herausforderung macht aber auch sehr viel Spaß.

Was haben Sie im Laufe der Zeit über nachhaltiges Handeln gelernt?
Ich persönlich habe gelernt, dass es nicht so viel Sinn macht, an sich selbst oder an andere zu hohe Anforderungen zu stellen. Die kleinen Schritte zählen und diese sind nur dann nachhaltig nachhaltig wenn sie aus eigener Überzeugung heraus entstehen.

Was motiviert Sie persönlich nachhaltig zu handeln?
Der Versuch, den eigenen Alltag etwas nachhaltiger zu gestalten, regt zu Kreativität und Austausch an. Natürlich habe ich auch globale Ungerechtigkeiten und die konkreten Auswirkungen des Klimawandels im Hinterkopf, die uns alle bedrohen. Mich für Nachhaltigkeit zu engagieren, gibt mir die Chance, mich gegenüber diesen komplexen Problemen nicht mehr ganz so ohnmächtig zu fühlen.

Was raten Sie Menschen, die gerne nachhaltiger handeln oder sich engagieren möchten, dies jedoch bisher nicht tun?
Freiburg bietet viele fantastische Möglichkeiten, den eigenen Alltag ganz leicht etwas nachhaltiger zu gestalten. Ich finde es wichtig, dabei sich selbst und auch den eigenen Geldbeutel nicht zu überlasten. Wie wäre es aber mit dem Besuch eines RepairCafés, Ausleihen statt Kaufen oder gemeinsam Selbermachen? Einen ersten Einblick ins nachhaltige Freiburg bietet natürlich ein konsumkritischer Stadtrundgang mit KauFRausch e.V. :)

www.kaufrausch-freiburg.de

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