Klimapartnerschaft mit San Jerónimo in Cusco, Peru

Der Aufbau einer Kooperation mit Kommunen in der peruanischen Region Cusco wurde gemeinsam mit lokalen Vereinen und Engagierten im Frühjahr 2019 begonnen. Die Infostelle Peru e.V., universitäre Vertreter*innen sowie engagierte Privatpersonen unterstützten die Entstehung der Klimapartnerschaft. Nach einem ersten Wissens- und Erfahrungsaustausch mit den peruanischen Projektpartnern in Freiburg im Herbst 2019 begannen die Vorbereitungen für das erste Klimaprojekt (NAKOPA) im Distrikt San Jerónimo. Mit freundlicher Unterstützung von Engagement Global sowie finanzieller Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wurde zwischen 2021 und 2024 das lokale Feuchtgebiet „Pata Pata“ wiederhergestellt.

Weißes Banner mit Aufschrift "Freiburg packt an"
Flora und Fauna des verschmutzten Sumpfgebiets „Pata Pata“ in San Jerónimo sind wiederhergestellt. Foto: Municipalidad Distrital de San Jerónimo – Oficina de Imagen Institucional e Comunicaciones.
Menschengruppe mit Warnwesten beim Müllsammeln in einem Park
Foto: Municipalidad Distrital de San Jerónimo – Oficina de Imagen Institucional e Comunicaciones
Inhalt eines Müllsammel-Sets: Stofftasche, Warnweste, Handschuhe, Müllzange und Müllsäcke
Im Februar 2025 wurde das Gebiet in feierlichem Festakt sowie nach traditionellem Ritual „Pachamama“ der Öffentlichkeit übergeben. Foto: Municipalidad Distrital de San Jerónimo – Oficina de Imagen Institucional e Comunicaciones.

Das natürliche Feuchtgebiet „Pata Pata“ befindet sich im Distrikt San Jerónimo innerhalb der Provinz Cusco und ist eines der wenigen verbliebenen Feuchtgebiete im Huatanay-Tal und das letzte im Stadtgebiet von Cusco. Zu Beginn der Zusammenarbeit war Pata Pata in einem kritischen Zustand und durch mehrere Faktoren in seiner Existenz bedroht. So waren die umgebenden Hänge instabil, schädliche Wasserpflanzen wuchsen übermäßig und das gesamte Gelände war wegen fehlender Umzäunung von Abfällen verschmutzt.

Ziel des gemeinsamen Projekts war es, die für Feuchtgebiete typischen Ökosystemleistungen wiederherzustellen, so z.B. den Erhalt der Biodiversität, die Wasserregulierung und -säuberung sowie seine Funktion als CO²-Senke. Das Ökosystem wird seither fachgerecht gepflegt und die Wasserqualität hat sich erheblich verbessert. Daneben wurde das Gebiet zu einem Ort des ökologischen Lernens und der Naherholung. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 260.000€, wovon 90% vom Bund übernommen wurden.

Pata Pata ist zu einem Vorzeigeobjekt für den „Kampf gegen den Klimawandel“ auf Distrikt- und Provinzebene geworden. Das Gebiet ist sowohl für Einheimische als auch für ausländische Touristen geöffnet. Seit Oktober 2023 hat das Feuchtgebiet verschiedene Fachgruppen angezogen, die das Gebiet nicht nur besuchten, sondern unter anderem auch Studien und Umweltschutzprogramme durchführten. Bis Juni 2024 wurden dort mehr als 2.300 Personen aus Distriktverwaltung, Schulen, Universitäten, indigenen Gemeinschaften sowie aus angrenzenden Vierteln sensibilisiert und geschult.