Aufgaben

Außenansicht des Freiburger Stadtarchivs

Das Stadtarchiv versteht sich als das "Gedächtnis der Stadt" und ist die zentrale Anlaufstelle bei allen Fragen zur Stadtgeschichte. Es bewahrt das historische Erbe der Stadt Freiburg und macht es der Öffentlichkeit zugänglich. Darunter fallen analoge und digitale Unterlagen der Stadtverwaltung, soweit sie von historischer oder rechtlicher Bedeutung sind. Damit gewährleistet das Stadtarchiv die Rechtsicherheit der Stadt und ihrer Bürger*innen.

Darüber hinaus sammelt das Stadtarchiv weitere authentische Zeugnisse zur Stadtgeschichte, wie Vereins- und Firmenarchive, sowie Nachlässe und Sammlungen von Personen lokaler und regionaler Bedeutung. Die Bestände des Stadtarchivs reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück und umfassen Urkunden, Akten, Amtsbücher, Fotos, Karten, Pläne, Postkarten, Zeitungen und vieles mehr.

Wissenschaftliche und private Recherchen

Die Bestände des Stadtarchivs werden von der historischen Forschung ebenso wie von Behörden und Gerichten genutzt. Auch jede Privatperson kann diese Dokumente einsehen, beispielsweise um private Rechtsansprüche zu sichern, aus Interesse an Stadtgeschichte oder an der eigenen Familiengeschichte. Damit gewährleistet das Stadtarchiv auch eine transparente Verwaltung.

Forschung und eigene Publikationen

Das Stadtarchiv forscht selbst auch zur Stadtgeschichte und veröffentlicht seine Forschungsergebnisse, wie auch Forschungen Dritter, in eigenen Publikationen. Zur historischen Bildungsarbeit des Stadtarchivs gehören zudem Führungen und Gruppenarbeiten mit Studierenden und Schüler*innen. Zusätzlich unterhält das Stadtarchiv eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit rund 80.000 Medieneinheiten.

Die Aufgaben des Stadtarchivs sind im Landesarchivgesetz und in der Archivsatzung der Stadt Freiburg definiert:

Übernahme und Bewertung

Das Stadtarchiv verwahrt das Schriftgut der Stadtverwaltung und der städtischen Einrichtungen. Alle Dienststellen sind verpflichtet, ihre Unterlagen nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist dem Archiv anzubieten. Die Entscheidung, was dauerhaft aufzubewahren ist, treffen die Facharchivar*innen. Maßgebend für die Bewertung sind neben juristischen Erwägungen die politische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung für die Forschung sowie das Verständnis für die Geschichte und Gegenwart der Stadt Freiburg.

Neben amtlichen Unterlagen übernimmt das Archiv auch solche von Privatpersonen, Firmen, Vereinen, Parteien, Bürgerinitiativen und anderen Organisationen, soweit sie dem Dokumentationsprofil des Archivs entsprechen, also Bezug zur Stadt Freiburg haben und eine Bereicherung für die stadtgeschichtliche Forschung sind. Ziel ist es, die Geschichte der Stadt und ihrer Bürger*innen aus unterschiedlichen Perspektiven zu dokumentieren.

Bestandserhaltung

Das als archivwürdig bewertete Schriftgut wird in das Archiv übernommen, gereinigt und verpackt. Optimale Bedingungen in den Magazinräumen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse) sorgen dafür, dass es dauerhaft erhalten bleibt. Notwendige Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen werden in einer eigenen Restaurierungswerkstatt vorgenommen.

Neben analogen Akten übernimmt das Stadtarchiv in zunehmendem Maße Daten aus der elektronischen Datenverarbeitung. Um ihre Speicherung und Verfügbarkeit auch langfristig zu gewährleisten, setzt das Stadtarchiv das vom Landesarchiv Baden-Württemberg bereitgestellte "Kommunale Digitale Langzeitarchiv" (KDL/DIMAG) ein.

Erschließung

Um Archivgut nutzbar zu machen, wird es durch Findmittel erschlossen. Ältere Findbücher liegen noch in Papierform vor. Viele Bestände sind aber inzwischen über ein archivisches Fachinformationssystem verfügbar und können dort über eine Datenbank-Recherche gefunden werden.

Benutzung

Die Mitarbeiter*innen des Stadtarchivs erteilen mündliche und schriftliche Auskünfte und beraten bei der Recherche. Die Archivalien werden im Lesesaal bereitgestellt. Auf Wunsch fertigen wir gegen Gebühren Reproduktionen an.

Forschung und Vermittlung

Das Stadtarchiv betreibt eigene Forschungen und vermittelt Stadtgeschichte durch Publikationen, Vorträge, Führungen und Ausstellungen. Hier arbeitet es eng mit dem Breisgau-Geschichtsverein zusammen, dessen Geschäftsstelle sich im Stadtarchiv befindet.

Im Rahmen der Archivpädagogik bieten wir Führungen, Workshops und andere Veranstaltungen für Schulen und Gruppen von Studierenden an.

Mehr unter Wissensvermittlung

Erinnerungskultur

Gemeinsam mit den Museen Freiburg und dem Kulturamt der Stadt Freiburg fördert das Stadtarchiv die Freiburger Gedenk- und Erinnerungskultur.

Straßenbenennungen

Bei Neu- und Umbenennung von Straßen in der Stadt Freiburg hat das Stadtarchiv die Federführung. Es prüft die eingegangenen Vorschläge und bereitet die Beschlussfassung durch den Gemeinderat vor.

Kontakt

Stadtarchiv
Neuer Messplatz 5a
79108 Freiburg
Telefon +49 761 2012701

Anfahrtsbeschreibung

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Linie 4 Haltestelle "Technische Fakultät"; Linie 22 Haltestelle "FWTM Neuer Messplatz".

Mit dem Auto: Autobahn A 5, Ausfahrt Freiburg-Mitte, Richtung Innenstadt. Auf dem Messeparkplatz kann gebührenpflichtig geparkt werden.

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag: 10-16 Uhr
Mittwoch: 10-18 Uhr
Freitag: geschlossen

Aushebezeiten für Archivalien an allen Öffnungstagen um 10:30 Uhr, 13:30 Uhr und 15 Uhr, mittwochs zusätzlich 16:30 Uhr.
Wir bitten um vorherige Terminvereinbarung per Mail an stadtarchiv@freiburg.de oder telefonisch unter 0761 201-2701.