Logo des zehnten Ziels nachhaltiger Entwicklung: Weniger Ungleichheiten

Sustainable Development Goals

Ziel 10: Weniger Ungleichheiten

Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

In vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas haben zwischen 2007 und 2012 die Einkommen der unteren Einkommensgruppen stärker zugenommen als die der oberen. Ein gutes Zeichen, um die Ungleichheit auf der Welt zu verringern.

Entsprechende Freiburger Handlungsfelder

Nachhaltigkeit geht uns alle an!


Was macht die Stadt Freiburg?

Beispielhafter Ausschnitt aus Maßnahmen und Programmen der Stadt Freiburg

Für Kinder, die aus anderen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind, hat die Stabsstelle Freiburger Bildungsmanagement gemeinsam mit Freiburger Schulen Bildungspatenschaften eingerichtet.

Durch ein Konzept zur Akquise von Wohnungen für Menschen in besonderen Bedarfslagen erleichtert die Stadt Freiburg geflüchteten und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen einen Zugang zum Wohnungsmarkt.

Mit dem Projekt „Schlüsselkompetenz Vielfalt“ unterstützt die Stadt Freiburg kleine und mittelständische Unternehmen – aber auch städtische Eigenbetriebe und Ämter – bei der Entwicklung einer betrieblichen Willkommenskultur und der erfolgreichen und nachhaltigen Integration von internationalem Personal.

Damit Veranstaltungen für alle Menschen offen sind, achtet die Stadt bei der Planung und Durchführung auf Barrierefreiheit. Die eingesetzten Piktogramme helfen, die angebotene Barrierefreiheit sofort zu erkennen.

Alle 2 Jahre wird von der Stadtverwaltung ein Aktionsplan Inklusion aufgestellt, um die UN- Behindertenrechtskonvention schrittweise umzusetzen.

Das Freiburger Leitbild Migration und Integration beantwortet die Fragen "Was wollen wir in Bezug auf Integration gemeinsam erreichen?" und "Welche Werte und Prinzipien sollen unser Handeln dabei leiten?".

Die "OASE" - Zentrum für wohnungslose Menschen bietet persönliche Beratung, Information, soziale Hilfen, Leistungen des Jobcenters und stellt übergangsweise Wohnmöglichkeiten bereit.

Mit dem Projekt „Durchgängige Sprachbildung“ fördert die Stadt den Erwerb sprachlicher Kompetenzen in verschiedenen Lernumgebungen.

Die Stadt Freiburg hat in den letzten Jahren die Quartiersarbeit ausgebaut. Quartiersarbeit will die Menschen in einem Stadtteil ermutigen, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen und greift Themen auf, die den Bewohner_innen wichtig sind.

Engagiert für Nachhaltigkeit in Freiburg

Stefanie Osten

Wir wünschen uns, dass der Faire Handel für immer mehr Menschen selbstverständlich wird.

Stefanie Osten
Erziehungswissenschaftlerin (M.A.)
Geschäftsführerin, Weltladen Herdern - Fachgeschäft für Fairen Handel

Wie setzen Sie sich mit Ihrer Institution für mehr Nachhaltigkeit ein?
1993 wurde der Weltladen Herdern gegründet und seit seiner ersten Stunde setzen wir uns für einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr globaler Gerechtigkeit ein. Stand in den Anfängen der soziale Aspekt noch im Vordergrund, sind die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz heute nicht mehr wegzudenken. Die meisten unserer Produkte, wie Schmuck, Taschen, Handwerk etc. sind up- oder recycelt oder bestehen aus Naturmaterialien. Die angebotenen Lebensmittel sind größtenteils aus ökologischem Anbau und stammen aus Kleinbäuer_innen-Kooperativen.

Überdies basiert die Arbeit unseres Teams - wie bei fast allen Weltläden - nicht nur auf dem Verkauf fair gehandelter Produkte, sondern fußt darüber hinaus auf politischer Kampagnen- sowie Bildungsarbeit.
Mittels dieser drei Säulen möchten wir einen bewussten Konsum fördern, faire & nachhaltige Handlungsalternativen aufzeigen und politische Rahmenbedingungen ändern.

Welche Herausforderungen möchten Sie mit Ihrer Institution in den kommenden Jahren meistern?
Wir wünschen uns, dass der Faire Handel für immer mehr Menschen selbstverständlich wird, ebenso das Thema "Faire Beschaffung".
Außerdem engagieren wir uns u.a. für die "Initiative Lieferkettengesetz": Gemeinsam mit 90 Organisationen setzen sich die Weltläden hierbei für eine Welt ein, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden.

Was haben Sie im Laufe der Zeit über nachhaltiges Handeln gelernt?
... dass viel gewonnen wäre, wenn sich im Preis eines Produkts die ganze Kostenwahrheit widerspiegeln würde - so würden sich Flüge, der Konsum von Fleisch etc. relativ schnell reduzieren... davon sind wir leider noch weit entfernt, somit sind wir Bürger_innen weiterhin gefragt, Politik mit dem Einkaufskorb zu machen.

Was motiviert Sie persönlich nachhaltig zu handeln?
Unser Lebensstil auf Kosten von Mensch und Natur ist schon lange nicht mehr haltbar und ich fürchte es rennt uns die Zeit davon.
Darum gibt es keine Alternative mehr zum nachhaltigen Handeln. Das bin ich nicht zuletzt auch meinen Kindern schuldig.

Was raten Sie Menschen, die gerne nachhaltiger handeln oder sich engagieren möchten, dies jedoch bisher nicht tun?
Das ist die Crux, die wir alle kennen. Oft hilft, sich bewusst Zeit zu nehmen, um sich Prioritäten zu setzen "Was ist wirklich wichtig im Leben?"- und dann umsetzen. Freiburg macht es einem in dieser Hinsicht vergleichsweise leicht.
Auch einfach: Sich im Weltladen engagieren :)

www.weltladen-herdern.de

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