Nicht nur Menschen im Rollstuhl stoßen in ihrem Alltag auf Barrieren. Auch viele andere werden im öffentlichen Raum behindert - weil sie mit Kinderwagen, Gehhilfe oder Gepäck an Treppen und Schwellen scheitern, aufgrund ihrer Körpergröße Fahrscheinautomaten und Regale nicht erreichen, weil sie Schilder nicht lesen können und Ampeln nicht sehen, weil sie Durchsagen nicht hören oder Dokumente nicht verstehen, oder weil sie keine öffentliche Toilette finden.
Stand
Um solche infrastrukturellen und baulichen, aber auch sozialen Barrieren aufzuspüren und nach und nach abzubauen, hat die Stadt Freiburg 2013 die "Koordinationsstelle Inklusion" eingerichtet. Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe aller hier lebenden Menschen zu ermöglichen. Damit entspricht die Verwaltung nicht nur der Aufforderung aus der Bürgerschaft, sondern kommt auch ihrer Verpflichtung aus der UN-Behindertenrechtskonvention nach.
Mit dem "Aktionsplan Inklusion 2015/2016", der auch in leichter Sprache erschienen ist, wurden insbesondere die Belange von Menschen mit Behinderung in den Blick genommen. In allen relevanten Themenfeldern wurden konkrete Projekte benannt, darunter viele, mit denen bauliche Barrieren in öffentlichen Räumen, Gebäuden und Verkehrsmitteln beseitigt werden sollen – wie es auch im Beteiligungshaushalt vielfach gefordert worden war (vgl. Audiotaktile Ampeln, Rollgassen in der Innenstadt, Barrierefreier Hauptbahnhof, Barrierefreie Bushaltestellen, Toiletten für alle).
Für die Jahre 2017/2018 wurde der Aktionsplan mit dem Fokus auf ältere Menschen fortgeschrieben, 2019/2020 folgt der Themenschwerpunkt "Inklusive Quartiersentwicklung".
Beim Aktionsplan 2021/2022 lag der Fokus auf der barrierefreien Kommunikation mit Menschen mit Behinderung im Verwaltungshandeln.
Im Doppelhaushalt 2025/2026 sind pro Jahr 1.050.000 Euro für Barrierefreiheit, Fußverkehrsmaßnahmen und Bushaltestellen eingeplant.