Rückblick

Erfolgreiche Vorschläge

In den vergangenen Jahren fanden sich zahlreiche Vorschläge aus dem Online-Forum zum Beteiligungshaushalt in Änderungsanträgen der Gemeinderatsfraktionen wieder, viele davon wurden schließlich in den Haushalt übernommen. So schafften es auch immer wieder Themen und Einrichtungen auf die städtische Zuschussliste, die ursprünglich nicht im Haushaltsentwurf vorgesehen waren.

Vorschlag: Vorrang für den Radverkehr

Kurzbeschreibung

"Eine Verkehrsplanung, die konsequent vom Rad her gedacht wird". Mit diesem Zitat aus einem Vorschlag lassen sich auch die zahlreichen weiteren Vorschläge zum Thema Radverkehr zusammenfassen, die 2019/2020 wieder im Forum eingingen. Darin wurden zum einen Verbesserungen für konkrete Straßenabschnitte gefordert, zum anderen grundsätzliche Veränderungen im Sinne einer Verkehrswende formuliert.

Stand

Zur zügigen Umsetzung anstehender Maßnahmen im Radwegeausbau sowie zur Verbesserung der Radinfrastruktur erhöhte die Stadtverwaltung im Doppelhaushalt 2019/2020 die Radverkehrspauschale um 1 Million Euro auf insgesamt 3.400.00 Euro. Neben dem Ausbau der Radvorrangrouten FR1, FR2 und FR 3 wurden zahlreiche Einzelprojekte realisiert und insgesamt jeweils siebenstellige Beträge pro Jahr investiert. So wurden unter anderem acht weitere Fahrradstraßen ausgewiesen, überbreite Radstreifen auf dem Friedrichring eingeführt oder Radstreifen entlang der Günterstalstraße gebaut , zusätzliche Abstellplätze für Fahrräder geschaffen oder das Fahrradverleihsystem "Frelo" weiter ausgebaut. Welche Verbesserungen im Haushaltsjahr 2019/2020 im Einzelnen umgesetzt werden konnten, zeigt die Übersicht zu Drucksache G-20/258.

Im nächsten Doppelhaushalt 2021/2022 möchte die Verwaltung noch deutlich mehr Projekte umsetzen und wird dazu einen Investitions-und Finanzschwerpunkt auf den Mobilitätsbereich, insbesondere auf den Fuß-und Radverkehr, legen. Dazu werden neue Stellen im Garten- und Tiefbauamt (GuT) geschaffen. Neben Planung und Ausbau weiterer Abschnitte der Radvorrangrouten in Freiburg soll der Radschnellweg Richtung Waldkirch/Emmendingen vorangetrieben werden. Um auch den Innenstadtring um die Altstadt fahrradfreundlicher zu gestalten, greift die Verwaltung die Anregungen der Initiative "Fuß-und  Radentscheid Freiburg" auf. Wie auf dem Friedrichring soll ein überbreiter Radweg neben nur noch einer verbleibenden Kfz-Spur über den Leopoldring und den Schlossbergring weitergeführt werden.

Der Ausbau der drei Pilotrouten (FR1 bis FR3) ist inzwischen weit fortgeschritten, sodass es an der Zeit war, die nächsten Rad-Vorrang-Routen für die Umsetzung festzulegen. Das im Radkonzept enthaltene Rad-Routen-Netz wurde dazu im RadNETZ plus weiterentwickelt, das im Frühjahr 2023 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Ergänzt wurde darin zum Beispiel die neuere Netz-Klasse der Radschnellwege, indem vier davon in das Freiburger Radnetz integriert werden. Die verschiedenen Radrouten wurden dementsprechend angepasst und zum Teil neu zusammengestellt.

Ziel ist es, möglichst viele Verbindungen zwischen wichtigen Zielen in einem hohen Standard befahrbar zu machen. Eine Auswahl von fünf weiteren Rad-Vorrang-Routen wird daher zur priorisierten Umsetzung vorgeschlagen. Außerdem soll die Rad-Anbindung der Ortschaften verbessert werden. Mehr dazu hier.


Anträge der Fraktionen

Grüne, UL, JPG und FW


Weitere Infos