Denkmalschutz gewünscht
In Kürze
- Gebäudeart: Wohngebäude mit 3 Wohneinheiten
- Wohn- und Nutzfläche: 223 m²
- Jahr der Sanierung: 2021
- Baujahr: 1965
- Maßnahmen: Fenstertausch, Dachdämmung, Kerndämmung des Mauerwerks
- Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: ja
- KfW Effizienzhaus Denkmal
Endenergiebedarf
nachher: 98.57 kWh/m2a
in kWh/m²a
Maßnahmen
Außenwand
Kerndämmung (Dämmung des Hohlraums zwischen den beiden tragenden Mauerwerkschichten)
Dach
Dampfbremse, Zwischensparrendämmung als Einblasdämmung, mit Aufdopplung GUTEX (Aufsparrendämmung) Erreichter U-Wert Dach: 0,182 W/m²K
Fenster
Austausch der Fenster und Einbau von Dachflächenfenstern U-Wert Fenster: 1,2 W/m²K
Lüftung
Fensterfalzlüfter mit Abluft über Bäder
Förderung
BEG EinzelmaßnahmenDie Geschichte dahinter
Das Projekt:
Der Bauherr ist ganz in der Nähe des Hauses aufgewachsen und hatte den Wunsch, wieder in die alte Heimat zurückzuziehen. Umso mehr freuten sich die Eigentümer als das Haus mit dem tollen Wiesengrundstück, dem Blick ins Grüne und der besonderen Architektur zum Verkauf angeboten wurde. „Uns war sofort klar, dass es dieses Haus sein wird.“ sagen die Bauherrn. Das von außen eher gewöhnlich wirkende Einfamilienhaus der 1960er Jahre, besticht im inneren durch eine raffinierte Raumkomposition. Die offenen Wohnräume sind entlang der zentralen Halle über mehrere Ebenen gestaffelt. Zudem reduziert sich das gesamte Haus auf 3 Materialien: rohes Sichtmauerwerk, Holz und braune Terracottafliesen. Diese besondere Ausstrahlung des Hauses, sollte bei der Sanierung unbedingt erhalten werden. Daher unterstützten die Bauherrn aktiv, dass das Gebäude des Architekten Will Baltzer unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Maßnahmen
Das Haus wurde umfassend energetisch saniert. Das Dach wurde neu gedämmt, dabei wurde auch der Sommerliche Wärmeschutz verbessert. Es wurden überall neue Fenster eingebaut und die Haustechnik komplett erneuert. Eine Herausforderung war die Fassade, da das Mauerwerk aus Kalksandstein sowohl innen wie außen sichtbar ist. Mit der vorhandenen Kerndämmung ist aber ein akzeptabler Dämmwert erreicht worden, wobei die Planer sorgsam auf die Fensteranschlüsse geachtet haben, um Kältebrücken zu vermeiden.
Ergebnisse
Das Ergebnis nach der Sanierung, stellt des Bauherrn voll und ganz zufrieden, auch wenn Kompromisse gemacht werden mussten. So wäre der Einbau einer Fußbodenheizung mit einem enormen Substanzverlust einher gegangen und wurde daher wieder verworfen. Durch den offenen Grundriss, die große Halle und die vielen Räume mit Dachflächen hatten die Eigentümer zunächst Bedenken, dass es im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß würde. Dies hat sich jedoch nicht bewahrheitet. „Vor allem im Sommer können wir durch zusätzliche Dachfenster und die Holzfaserdämmung im Dach ein gutes Raumklima erreichen“ berichten den Bauherrn. Die Planung der Elektrik war wegen des Sichtmauerwerks eine Herausforderung. Pfiffige Details und Lösungen zu überlegen, wie etwa ein drittes „Heizungsrohr“ für Elektroleitungen, hat den Bauherrn besondere Freude gemacht. Dabei achteten sie stets darauf, passende Materialien zu finden, die sich stimmig in das Gesamtkonzept einfügen.
Weitere Infos und Kontakt
- Standort: Kirchzarten
- Planung: Grundmann+Wiedemann Architekten Innenarchitekten, Dr. Diana Wiedemann, Sandstr. 4, 79106 Freiburg, info@grundmann-wiedemann.de, Tel: 0761-5031415

