Altbauwohnung mit Wärmepumpe

In Kürze

  • Gebäudeart: Wohneinheit im Mehrfamilienhaus
  • Wohn- und Nutzfläche: 110 m²
  • Jahr der Sanierung: 2020-2024
  • Baujahr: 1910
  • Maßnahmen: Kellerdeckendämmung, Fenster, Heizungstausch
  • Denkmalschutz/Erhaltungssatzung: ja
Es ist eine Wärmepumpe zu sehen

Endenergiebedarf

vorher: 172 kWh/m2a

nachher: 43.7 kWh/m2a

in kWh/m²a

A+ABCDEFGH
vorher
nachher
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Einsparung Endenergiebedarf: 75 %

Maßnahmen

Keller
14 cm Mineralfaserplatten (mit abgehängter Decke), WLG 035; Kalzium-Silikat Platten in Küche und Heizkörpernischen.

Fenster
zweifach Wärmeschutzverglasung

Warmwasser
Schichtenspeicher mit integriertem Wärmetauscher für Brauchwasser

Erneuerbare
Luft-Wasser-Wärmepumpe (nur EG)

Impressionen

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Heizkeller

Förderung

BAFA BEG Einzelmaßnahme „Gebäudehülle“ sowie „Heizungstausch“; Stadt Freiburg „Klimafreundlich Wohnen“, (Heizung, Gebäudehülle)

Die Geschichte dahinter

Das Projekt:

Die Familie mit zwei Kindern kaufte im Jahr 2020 die ca. 110 qm große Erdgeschosswohnung in einem denkmalgeschützten Altbau. Die sanierungsbedürftige Wohnung wurde noch vor Einzug saniert, teils in Eigenleistung der Bauherren. Wunsch der Familie war es, die Wohnung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, gleichzeitig möglichst viel alte Substanz zu erhalten und auch den ursprünglichen Grundriss der Altbauwohnung wiederherzustellen. Ein großes Anliegen war es außerdem, den hohen Energiebedarf zu reduzieren und perspektivisch durch den Einbau einer Wärmepumpe, unabhängig vom Energieträger Gas zu werden.


Maßnahmen

Die Bauherren entschieden sich, Küche und Badezimmer wieder in die ursprünglichen Räume zu verlegen. Der Nord-Balkon - von den Vorbesitzern zum Wintergarten umgebaut - wurde ebenfalls rückgebaut und mit einem direkten Zugang zum Gemeinschaftsgarten versehen, Teile des gründerzeitlichen Balkongeländers konnten in den Nachbau des Geländers integriert werden. Darüber hinaus wurde vom Wohnungsflur aus,  ein weiterer Zugang zum Balkon geschaffen, was mehr Licht in die Erdgeschosswohnung bringt.

Um den hohen Gasverbrauch zu reduzieren, entschied sich die Familie für eine Dämmung der Kellerdecke. Die Dämmung der Fassade ist aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich, war aber auch aus ästhetischen Gründen nicht gewünscht. Stattdessen wurden die Heizkörpernischen und teils die Nord-West Seite der Küche innenliegend mit einer geringfügigen Innendämmung versehen. Die alten Fenster, wurden durch zweifach wärmeschutzverglaste Holzfenster - unter Beachtung der Denkmalschutzauflagen - ausgetauscht. Außerdem wurden, wo notwendig, die Rollladenkästen mit einer Dämmung versehen. Im Jahr 2024 wurde die in die Jahre gekommene Gas-Etagenheizung durch eine Luft-Wärmepumpe ersetzt. Die Wärmepumpe versorgt aktuell nur die Wohnung im Erdgeschoss, wurde aber größer dimensioniert, um perspektivisch auch weitere Einheiten im Haus anschließen zu können. Im Zuge des Heizungstauschs musste außerdem die zentrale Hauselektrik auf den neuesten Stand gebracht werden.


Ergebnisse

Durch die Anbringung der Kellerdeckendämmung in Kombination mit der neuen Heizung hat sich die Wohnqualität im Erdgeschoss merklich verbessert. Die zuvor empfundene „Fußkälte“ und die spürbare Zugluft, vor allem in der Küche, haben sich deutlich reduziert. Die neue Heizung wärmt die Wohnung und das Brauchwasser verlässlich und effizient. Der Energieverbrauch konnte wesentlich reduziert werden. Die Eigentümer*innen sind glücklich in ihrem neuen zu Hause und fühlen sich bestätigt, dass Klimaschutz auch im 115 Jahre alten Altbau möglich ist.


Weitere Infos und Kontakt

  • Standort: Freiburg-Wiehre
  • Energieberatung (Kellerdeckendämmung): Martin Schrutka Gewebestr. 13 79112 Freiburg Tel: 07664 – 501078 E-Mail: mail@architekt-schrutka.de
  • Planung: Heizungsanlage Sachsenheimer GmbH Heizungstechnik und erneuerbare Energie Am Reichenbach 13a 79249 Merzhausen Tel: 0761-4013780 E-Mail: info@r-sachsenheimer.de