Neugier auf dem Mundenhof

Neuer Nandu-Stall

Zwei Nandus die im Vorgehege Salat essen, dahinter im Stall ein weiterer Nandu

Bisher teilten sich die Nandus einen Stall mit Lamas und Heidschnucken, die alle gemeinsam in einem Gehege unterkommen. Im ersten Halbjahr 2025 hat der Mundenhof den Laufvögeln einen eigenen, 48 Quadratmeter großen Stall errichtet. In diesen ziehen die Laufvögel nun ein.

Es gibt wenige Tiere, die ihren Namen fehlerfrei aufsagen können. Hund oder Katze, Steinadler oder Erdmännchen sind noch viele Unterrichtsstunden von diesem Lernziel entfernt. Doch wenn in der argentinischen Pampa ein 1,30 Meter großer Laufvogel seinen Balzruf anstimmt, gibt es Menschen, die dabei ein „Nan-Du“ heraushören. Folgerichtig nannten die indigenen Völker, die in seinem Verbreitungsgebiet leben, diesen Vogel genau so: Nandu.

Ausgebautes Heim

Seit 1995 lebt auch auf dem Mundenhof eine Gruppe von Nandus. Weil sie tagaktiv, nicht lauffaul und zudem neugierig sind, entgehen sie so gut wie keinem der Besucher*innen. Nun war ihr Stall, der sich zwischen dem ZMF-Gelände und der Prärie-Sektion befindet, in die Jahre gekommen und für die drei Tierarten, die ihn sich teilten, zu klein geworden. Also hat der Mundenhof einen neuen Nandu-Stall errichtet, welcher vom Aussichtshügel südlich der Mundenhof-Mitte am besten zu betrachten ist.

Zweck

Der Stall dient sowohl dem ungestörten Zufüttern von Laufvogel-Pellets, als auch der Aufzucht der Nanduküken. So bietet man der Nandu-Familie, bestehend aus zwei Hähnen und mehrere Hennen, den Raum für ein artgerechtes und ungestörtes Brüten. Wegen der hohen Temperaturen, und weil wiederholt Unbekannte die Eier stahlen, gab es in diesem Jahr keinen Nachwuchs.

Dank eingebauter Türen, dem Vorgehege und einem abnehmbaren Netz kann man den Stall an verschiedene Bedürfnisse der Tiere anpassen. Zusammen mit den anderen Stallbereichen können alle Tiere im Gehege gleichzeitig (oder bei Bedarf einzeln) eingesperrt werden. Auch gegen Eierdiebstahl soll der neue Stall besseren Schutz bieten.

Kosten

Der neue Stall, den die Nandus alleine beziehen werden, hat rund 80.000 Euro gekostet. Der Förderverein hat das Projekt mit 57.000 Euro großzügig unterstützt.

Weitere Infos unter www.freiburg.de/mundenhof.

Veröffentlicht am 23. Juli 2025