Neuer Stadtteil Dietenbach

Am 24. Februar 2019 findet in Freiburg ein Bürgerentscheid über den geplanten Stadtteil Dietenbach statt. Aus Sicht der Stadtverwaltung und des Gemeinderats ist der Bau des neuen Stadtteils der wichtigste Baustein gegen die Freiburger Wohnungsnot und steigende Mieten.


Dietenbach soll ein klimaneutraler, inklusiver Stadtteil für 15.000 Menschen werden (Foto: Th. Gries).

Was soll hier entstehen?

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Ein klimaneutraler Stadtteil mit ca. 6.500 Wohnungen für 15.000 Menschen. Vor allem soll bezahlbares Wohnen entstehen. Dietenbach soll ein bunter Stadtteil werden mit kurzen Wegen und kommunikativen Freiflächen, Schulen, Sportangeboten, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten. Das Quartier wird inklusiv und barrierefrei.

Der neue Stadtteil wird von zwei Parks mit großen Erholungsqualitäten geprägt. In der Mitte befindet sich der zentrale Stadtteilplatz mit Kirchenzentrum, Geschäften, Supermarkt, Stadtteiltreff und Gastronomie. Weitere Quartiersplätze sind als nachbarschaftliche Treffpunkte vorgesehen. Im Süden bilden neue Sportflächen den Übergang zum Rieselfeld. Das große Spektrum an unterschiedlichen Gebäudetypen bietet eine sehr gute Voraussetzung, dass sich hier Menschen unterschiedlichster Art und mit unterschiedlichstem Einkommen wohlfühlen. Der Stadtbahnanschluss, ein gutes Radwegenetz und Car-Sharing-Angebote machen die Bewohner_innen unabhängig vom eigenen Auto. Parkmöglichkeiten gibt es nur abseits der Wohnstraßen, vor allem in Quartiersgaragen, vergleichbar mit dem Stadtteil Vauban.


Blick auf das Dietenbachgelände: Oben der Mooswald, links das Naturschutzgebiet und unten Rieselfeld (Foto: A.J.Schmidt).

Dietenbach – wo ist das überhaupt?

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Damit es nicht zu Verwechslungen kommt: Der Dietenbachpark mit dem Dietenbachsee im Stadtteil Weingarten ist nicht gemeint! Der neue Stadtteil soll etwa vier Kilometer westlich der Innenstadt entstehen – zwischen dem Stadtteil Rieselfeld, der Besançonallee, dem Zubringer Mitte und der Zufahrtsstraße zum Mundenhof. Namensgeber ist der Dietenbach, der durch diesen Bereich fließt.


Jedes Jahr kommen 4.000 bis 5.000 Studierende nach Freiburg, von denen viele nach dem Studium in der Stadt bleiben (Foto: Th. Gries).

Warum braucht Freiburg Dietenbach?

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Freiburg gehört bei Miet- und Eigentumswohnungen zu den teuersten Städten Deutschlands. Allein bis 2030 fehlen knapp 15.000 Wohnungen – Freiburg wächst. Die Geburtenrate steigt, die Hochschulen sind attraktiv. Für immer mehr Menschen stehen keine bezahlbaren Wohnungen zur Verfügung. Neubau ist ein zentraler Schlüssel zur Bekämpfung der Wohnungsnot. In einer ähnlichen Situation vor rund 25 Jahren hat sich gezeigt, dass die heute beliebten Stadtteile Rieselfeld und Vauban zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beigetragen haben.

Dietenbach ist die Antwort auf soziale Folgeprobleme der Wohnungsnot. Der hohe Anteil der Wohnkosten am Einkommen führt zu einer wachsenden Armut und zugleich zu einer Abwanderung und Verdrängung, besonders von Familien. Für einen Dienstleistungsstandort wie Freiburg ist es aber wichtig, dass Fachkräfte mit kleinen und mittlerem Einkommen hier arbeiten und leben können.


Durch Ausbau und Aufstockung können in Freiburg nur begrenzt neue Wohnungen entstehen (Foto: Stadt Freiburg).

Gibt es keine Alternativen zu Dietenbach?

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Das gesamte Stadtgebiet wurde intensiv untersucht. Dietenbach ist die einzige Fläche, auf der ein neuer Stadtteil in der angestrebten Größe geschaffen werden kann. Sollte der Standort Dietenbach in Folge des Bürgerentscheids nicht realisierbar sein, stünden in Freiburg keine alternativen Bauflächen zur Verfügung, um Wohnraum für 15.000 Menschen zu schaffen. Zudem würde in der Region die 2- bis 4-fache Fläche verbraucht.

Innenentwicklung kann die Wohnungsnot nicht lösen. Durch Aufstockungen und Dachausbau entstehen bereits jetzt neue Wohnungen. Das sind aber viel zu wenig, um den Bedarf an bezahlbarem und gefördertem Wohnraum zu decken. Aufstockungen oder Dachausbauten entstehen nur, wenn die privaten Eigentümer_innen dies wollen. Zumeist entsteht dann hochpreisiger Wohnraum. Eine Verdichtung der gewachsenen Stadtteile sorgt für eine Überlastung der dortigen Infrastruktur. Für neue Bewohner_innen stehen dann möglicherweise keine freien Plätze in Kindertagesstätten und Schulen bereit. Deshalb wird der neue Stadtteil Dietenbach dringend benötigt.


Kontakt

Projektgruppe Dietenbach
Fehrenbachallee 12 (Rathaus im Stühlinger)
79106 Freiburg

dietenbach@stadt.freiburg.de
Tel. 0761 / 201-4091


Letzte Infos zum Bürgerentscheid am 24. Februar


Termine


3D-Modell



Dietenbach soll Wohnen für alle möglich machen (Foto: Th. Gries).

Wie kann die Stadt gewährleisten, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht?

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Die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum ist das wichtigste Ziel. Es wird nicht nach Höchst-, sondern nach Festpreisen vermarktet. Nicht-profitorientierte Unternehmen, die Mietwohnungen dauerhaft in ihrem Bestand halten und nicht weiterveräußern, spielen eine zentrale Rolle: Das sind z.B. die Freiburger Stadtbau, Wohnbaugenossenschaften, das Mietshäusersyndikat und Baugemeinschaften. Das Studierendenwerk will eine Studentensiedlung mit 700 Plätzen bauen. Im neuen Stadtteil sollen 50 % geförderte Mietwohnungen realisiert werden, damit auch Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen weiterhin in Freiburg leben können.


Eingriffe in die Natur werden ausgeglichen (Foto: A.J. Schmidt).

Wie kann eine ökologisch verträgliche Entwicklung gelingen?

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Mit der Entwicklung ist natürlich ein Eingriff in die Natur und Landschaft verbunden. Diese Naturverluste werden aber durch Ausgleichs- und Vermeidungsstrategien so gering wie möglich gehalten. Unser Stadtteil wird ein ökologischer und klimaneutraler Stadtteil mit vielen Freiflächen. Wenn der Wohnraum nicht in Freiburg entsteht, werden im Umland Wohnungen gebaut: Mit mehr Pendelverkehr nach Freiburg und dem 2- bis 4-fachen Flächenverbrauch zulasten der Landwirtschaft. Deshalb ist der neue Stadtteil die richtige Antwort für die gesamte Region.

Ökologisch verträglich ist der neue Stadtteil auch, weil er Pendelverkehre vermeidet und mit einem modernen Mobilitätskonzept ausgestattet wird. Die Stadtbahn aus dem Rieselfeld soll – wie bereits in den 1990er Jahren vorgesehen – verlängert werden. Quartiersgaragen sichern weitgehend autofreie Wohnstraßen und eine Infrastruktur für Carsharing und Elektromobilität. Elektromobilität wird von Anfang an mitgedacht.



Rückblick

Januar 2019

Soll die Dietenbachniederung unbebaut bleiben oder soll dort ein Stadtteil für bis zu 15 000 Menschen entstehen? Das Baudezernat unter Martin Haag hat in den vergangenen sechs Jahren die Vorbereitung für das geplante Baugebiet getroffen. Bürgermeister Haag stand für ein Gespräch mit dem Amtsblatt zur Verfügung. mehr...


Oktober 2018

Oberbürgermeister Martin Horn und Baubürgermeister Martin Haag sowie die 2. Jury-Vorsitzende Christa Reicher und Wolfgang Borgards von K9 Architekten im Interview


Siegerentwurf steht fest

Oktober 2018

Ende Oktober tagte eine vom Gemeinderat eingesetzte Jury, um den Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs für den neuen Stadtteil Dietenbach auszuwählen. Im Februar wurden von der Jury dann vier aus 28 eingereichten Entwürfen ausgewählt, die in den vergangenen Monaten detailliert überarbeitet wurden. Jetzt kam die 15-köpfige Jury zu einem eindeutigen Ergebnis mehr...


Luftbild Dietenbachgelände

Juli 2018

Der Gemeinderat hat die entscheidende Weiche für den neuen Stadtteil Dietenbach gestellt: Er beschloss die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. mehr...


Der neue Stadtteil wird klimaneutral mit Energie versorgt.

Wird Dietenbach klimaneutral?

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Für Dietenbach ist eine klimaneutrale, nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung geplant. Durch die Nutzung von regenerativen Energien wird im neuen Stadtteil mehr kostengünstiger Strom und Wärme erzeugt als benötigt. Energieeffiziente Bauweise, Solarenergie und Umweltwärme, wie z.B. die Abwasserwärme, sind die wichtigsten Bausteine. Ergänzt wird dies durch ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept.


Die baulichen Herausforderungen sind groß, aber lösbar (Foto: Stadt Freiburg).

Welche weiteren Herausforderungen gibt es?

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Städtebauliche Großprojekte sind immer komplex. Die Herausforderungen sind aber alle lösbar! Das Gewässer Dietenbach wird aus Hochwasserschutzgründen so ausgebaut, dass es auch große Regenmengen aufnehmen kann und gleichzeitig eine hochwertige Erholungslandschaft entsteht. Die beiden über das Gelände verlaufenden Hochspannungsleitungen werden auf gemeinsame Masten entlang der großen Straßen gebündelt, modellierte Erdwälle bieten Lärmschutz, eine Erdaufschüttung auf Teilflächen ist Voraussetzung für die Verlegung unterirdischer Leitungen und Kanäle und sorgt für trockene Keller.


Die Eigentümer der Grundstücke erhalten durch die Kooperation mit der Sparkasse mehr Geld (Foto: AGL).

Wie werden die Eigentümer_innen eingebunden und welche Rolle übernimmt die Sparkasse?

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Im Gebiet gibt es viele private Grundstücke. Die Stadt hat 15 Euro pro m2 für den Grunderwerb angeboten. Mehr darf sie aus rechtlichen Gründen nicht zahlen. Um den Eigentümer_innen eine höhere Zahlung zu ermöglichen und um Enteignungen zu vermeiden, hat die Stadt ein Kooperationsmodell mit der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau initiiert. Eine Tochtergesellschaft der Sparkasse ist bereit, 64 Euro pro m2 zu zahlen. Die deutliche Mehrheit der Eigentümer_innen (heute schon 85 % der privaten Flächen) möchte dieses Angebot annehmen und wirkt so an der Entwicklung mit. Die Stadt hat mit der Sparkassengesellschaft vereinbart, dass die wohnbaupolitischen Ziele zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum auch von ihr umgesetzt werden.


Die Stadt bemüht sich intensiv, Ersatzflächen für die betroffenen Landwirte zu finden (Foto: Stadt Freiburg).

Was tut die Stadt gegen den Verlust an landwirtschaftlichen Flächen?

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Zunächst: Der Stadtteil Dietenbach sorgt dafür, dass in der Region landwirtschaftliche Flächen erhalten bleiben. Denn jeder Hektar Land, der in Dietenbach nicht bebaut wird, würde den Verlust von 2-4 ha landwirtschaftlicher Flächen in der Region verursachen. Für den neuen Stadtteil werden etwa 70 Hektar landwirtschaftliche Ersatzfläche benötigt. Bereits jetzt können 39 Hektar zur Verfügung gestellt werden. Für weitere 4,4 Hektar steht der Erwerb bevor. Nicht alle landwirtschaftlichen Flächen werden von Anfang an benötigt, manche erst in einigen Jahren. Die Stadt wird auch weiterhin Ersatzflächen für die betroffenen Landwirte organisieren.


Das Naturschutzgebiet Rieselfeld wird vor großen Besucherströmen geschützt  (Foto:  Th. Gries).

Welche Folgen hat die Entwicklung für das Umfeld?

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Eine gute Nachbarschaft ist uns wichtig. Der Stadtteil Rieselfeld wird mit Dietenbach über mehrere Geh- und Fahrradwege und die Stadtbahn verknüpft, nicht aber über Straßen für Autos. Durchgangsverkehr wird so vermieden. Damit das angrenzende Naturschutzgebiet Rieselfeld und der Mooswald geschützt werden, führen keine Wege in diese Gebiete. Die Bewohner_innen sollen in weniger sensible Naturbereiche (Dreisam und Dietenbachpark) geleitet werden. Im neuen Stadtteil geplante hochwertige Naherholungsflächen schaffen zusätzliche Entlastung. Mit einer niedriggeschossigen Bebauung und einer großzügigen Pufferzone wird auf den Tier- und Naturerlebnispark Mundenhof Rücksicht genommen. Ein Nebeneinander von Zelt-Musik-Festival (ZMF) und neuem Stadtteil wird für die Zukunft abgesichert.


Mehr als 20 neue Kitas im Stadtteil kommen allen Freiburger_innen zugute (Foto: A.J. Schmidt).

Ist der Bau eines neuen Stadtteils ein finanzielles Risiko?

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Kosten und Erlöse sind mit Unterstützung externer Fachgutachter kalkuliert. Ausgaben von etwa 600 Mio. Euro stehen Einnahmen aus Grundstückserlösen und Fördermitteln in Höhe von etwa 590 Mio. Euro gegenüber. Der Stadtteil Dietenbach und seine Infrastruktur sind also finanzierbar. Es ist Aufgabe einer Stadt dafür zu sorgen, dass Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten entsteht. Und dass auch für die jetzigen Kinder in Zukunft noch Wohnraum bezahlbar ist. Dieses große Projekt ist damit auch ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit. Wir haben es als Stadt geschafft, dass Vauban und Rieselfeld Heimat für über 15.000 Menschen geworden sind. Wir werden auch den neuen Stadtteil Dietenbach vernünftig und seriös finanzieren. Die neue Infrastruktur, darunter mehr als 20 Kindertagesstätten, die Schulen und Sportflächen sowie die Straßenbahn, kommt allen Freiburger_innen zugute.


Dietenbach erhält einen großen, zentralen Platz (Visualisierung: K9 Architekten).
Entlang des Dietenbachs entsteht Freiraum für die Einwohner_innen. (Visualisierung: K9 Architekten).
Zwei Parks werden den Stadtteil prägen (Visualisierung: K9 Architekten).
Blick von oben auf die Pläne von K9 Architekten für den Stadtteil (Visualisierung: K9 Architekten).
Detailansicht der Pläne von K9 Architekten - zentral läuft der Dietenbach durch das Quartier (Visualisierung: K9 Architekten).

13. Wie wird der neue Stadtteil familien- und menschenfreundlich?

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Gerade junge Familien geben unserer Stadt eine Zukunft – deshalb dürfen wir es nicht zulassen, dass sie aufgrund von fehlenden oder zu teuren Wohnungen aus der Stadt verdrängt werden. Wir wollen ihnen im neuen Stadtteil eine Heimat geben. Der neue Stadtteil hat die Größe einer Kleinstadt und wird ein autoarmer Stadtteil der kurzen Wege. Förderung, Bildung und Betreuung für alle jungen Menschen sind Investitionen für einen erfolgreichen Lebensweg der Kinder und Jugendlichen. Vier zentrale Kindertagesstätten, die multifunktional nutzbar sind, und 18 dezentrale, in die Bebauung integrierte Kitas sowie das Schulzentrum mit der Grundschule und einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe sichern gute Voraussetzungen für eine gelingende Bildung. Ein Sportband dient ebenso der Erholung wie die großzügigen Spiel- und Freiflächen. Alle erforderlichen Besorgungen des täglichen Lebens können im Stadtteil abgewickelt werden. Verschiedene Orte der Begegnung, wie der Stadtteiltreff, das Haus der Kirchen, die Kindertagesstätten und ein Jugendzentrum entstehen. Durch bezahlbaren Wohnraum wird der neue Stadtteil für Familien attraktiv. Er wird inklusiv konzipiert für junge und alte, bedürftige und wohlhabende, für Menschen mit Handicaps und ohne.



Bürgerentscheid zu Dietenbach

Am 24. Februar 2019 findet in Freiburg der Bürgerentscheid über den geplanten Stadtteil Dietenbach statt. Aus Sicht der Stadtverwaltung und des Gemeinderats ist der Bau des neuen Stadtteils der wichtigste Baustein gegen die Freiburger Wohnungsnot und steigende Mieten. Im Video wird erklärt, wie der Bürgerentscheid funktioniert und wieso Freiburg aus Sicht der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat einen neuen Stadtteil braucht.





Städtische Informationsveranstaltungen am 3. Dezember 2018 und 22. Januar 2019

Videoaufzeichnungen der städtischen Informationsveranstaltungen zum neuen Stadtteil Dietenbach mehr...


Für Normalverdiener ist auf dem Freiburger Wohnungsmarkt kaum noch etwas zu finden (Foto: Stadt Freiburg).

Was passiert, wenn die Bebauung des Dietenbachgeländes beim Bürgerentscheid abgelehnt wird?

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Natürlich wird die Stadt sich dann auch weiter für mehr bezahlbare Wohnungen einsetzen. Nur wird dies noch schwieriger und die Wohnungen werden viel später und vor allem nicht in der benötigten Anzahl gebaut werden können.

Die Wohnungsnot wird sich weiter verschärfen – mit Folgen für alle: Mieten und Wohneigentum werden im Preis weiter steigen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich weniger Menschen das Leben in Freiburg leisten können: Normalverdienende werden zunehmend ins Umland ausweichen. Einkommensschwächere, die über Sozialleistungen versorgt werden, und Besserverdienende werden in der Stadt bleiben. Dadurch können sich „arme“ und „reiche“ Stadtteile bilden. Zudem kann sich der Fachkräftemangel verstärken, so u.a. bei Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten. Unternehmen und Institute könnten sich außerhalb der Stadt ansiedeln und eine negative wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt auslösen. Auch ein Studium in Freiburg wird möglicherweise für Viele nicht mehr in Frage kommen. Der Druck zu einer Nachverdichtung wird wahrscheinlich in allen Stadtteilen weiter steigen – mit negativen Folgen: Steigende Preise, massivere Bebauung und Wegfall von Freiräumen.

Der neue Stadtteil ist unverzichtbar, damit Freiburg für alle Freiburgerinnen und Freiburger bezahlbar, ökologisch und lebenswert bleibt. Wenn Sie auch dieser Auffassung sind, dann stimmen Sie beim Bürgerentscheid am 24. Februar 2019 bei der Frage "Soll das Dietenbachgebiet unbebaut bleiben?" mit NEIN.



Downloads

Abschlussdokumentation: Städtebaulicher freiraumplanerischer Wettbewerb


Infoflyer zum Bürgerentscheid Dietenbacham 24. Februar 2019


Schritt für Schritt zum neuen Stadtteil

2012

Der Gemeinderat beschließt vorbereitende Untersuchungen für einen neuen Stadtteil auf Gemarkung Freiburg.

2014

Aus einer Untersuchung des Büros empirica geht hervor, dass in Freiburg ein Bedarf von zusätzlich 14 600 Wohnungen bis zum Jahr 2030 besteht.

2015

Die Untersuchungen konzentrieren sich jetzt auf die Dietenbachniederung, Flächen in St. Georgen sind nicht mehr im Gespräch.

2018

Der Gemeinderat beschließt bei nur vier Gegenstimmen eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für den neuen Stadtteil Dietenbach durchzuführen, genehmigt den Rahmenvertrag mit der Sparkassengesellschaft und leitet das Bebauungsplanverfahren ein

2018

Mit der Entscheidung über den Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs steht die künftige Siedlungsstruktur des neuen Stadtteils fest.

2018

Der Gemeinderat nimmt mehrheitlich den interfraktioneller Antrag zur Festlegung auf 50 Prozent geförderten Mietwohnungsbau für den neuen Stadtteil Dietenbach an.

2019

Am 24. Februar 2019 findet der Bürgerentscheid über die Bebauung des Dietenbachgeländes statt.

2019

Ab Anfang 2019 wird der Siegerentwurf zu einem Rahmenplan weiterentwickelt. Dabei werden auch die Behörden und die Öffentlichkeit beteiligt.

2020

Ab hier wird ein Bebauungsplan erstellt, der die bisherigen Planungen konkretisiert und skizziert, wie Dietenbach in Zukunft genutzt wird. Der erste Teilbebauungsplan soll bis 2022 als Satzung beschlossen werden.

2022

Das bis dahin erstellte Vermarktungskonzept bietet die Grundlage für den hier voraussichtlich beginnenden Verkauf erster Grundstücke.

2023

Ab Anfang 2023 erfolgt die Erschließung des Geländes und die Baufeldfreimachung. Die ersten Hochbaumaßnahmen beginnen.

2024

Ende 2024 sollen die ersten Wohngebäude bezugsfertig sein.