Jagd

Ausgleich zwischen Wald und Wild

Reh auf einem Waldweg

Wir haben ein großes Ziel: Den Stadtwald als einen naturnahen Dauerwald zu bewirtschaften, in dem sich die geeigneten Baumarten natürlich verjüngen. Für den Erfolg spielt das Wild eine Schlüsselrolle.

Seit der Ausrottung der natürlichen Beutegreifer Wolf, Bär, Luchs und Adler hat sich vor allem das Rehwild  stark vermehrt. Rehe sind "Konzentrat-Selektierer", sie bevorzugen die nahrhaften Knospen und Triebe genau jener Jungbäume, die zum Aufbau von Mischwäldern am dringendsten benötigt werden.

Nur durch die Jagd gelingt es uns, Reh- und Gamswild an die Tragfähigkeit des Ökosystems Wald anzupassen.

Wildtiermanagement in Freiburg

Das Forstamt Freiburg ist auch Untere Jagdbehörde für den Stadtkreis. Dort gibt es Wildtierbeauftragte als kompetente Ansprechpartner*innen für alle Fragen, Probleme und Konflikte mit Wildtieren in der Stadt und in der offenen Landschaft.

Die Amtsblatt-Serie „Tierisch was los“

Auf städtischem Gebiet gibt es zahlreiche Tierarten - im und auf dem Boden, in der Luft oder im Wasser. Eine Serie im Amtsblatt stellt einige dieser tierischen Mitbürger*innen vor.

Luchs und Wolf

In Baden-Württemberg leben sowohl Luchse als auch Wölfe, wobei die Populationen sich unterschiedlich entwickeln.

Luchse sind in Baden-Württemberg wieder vermehrt anzutreffen, nachdem sie lange Zeit als ausgerottet galten. Es handelt sich hauptsächlich um männliche Tiere, die aus der Schweiz eingewandert sind. Um eine stabile Luchspopulation aufzubauen, werden aktuell Luchse ausgewildert und es gibt ein Projekt zur Bestandes-Stützung.

Wölfe sind ebenfalls wieder in Baden-Württemberg präsent, mit einzelnen Tieren, die sich im Schwarzwald und Odenwald niedergelassen haben, sowie durchziehenden Jungtieren.

Territorium

Die Luchsterritorien im Schwarzwald (Stand: Dezember 2025). Quelle: FVA Wildtierinstitut

Luchse benötigen sehr große, störungsfreie Lebensräume mit mindestens 10.000 Hektar. Aktuell (Stand Dezember 2025) sind in Baden-Württemberg sechs Luchse sesshaft. Als sesshaft bzw. territorial gelten große Beutegreifer wie der Luchs, wenn sie mindestens sechs Monate in einem Gebiet nachgewiesen werden können. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) veröffentlicht im Rahmen des Projekts "Luchs Baden-Württemberg" regelmäßig eine Karte der Territorien auf dem Wildtierportal.

Sichtungen melden

Meldungen zu Sichtungen von Luchs und Wolf nimmt das Wildtierinstitut der FVA in Freiburg entgegen.

Herdenschutz

Infos zum Herdenschutz und zur Förderung von Herdenschutzmaßnahmen gibt es bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Freiburg.

Luchs
Luchs Wilhelm, Territorium: Feldberg. (FVA-BW Wildtiermonitoring)
Wolf
Vermutlich Wolf GW1129m, Territorium: Schluchsee. (FVA-BW Wildtiermonitoring)

Kontakt

Untere Jagdbehörde
Wonnhaldestr. 8
79100 Freiburg
Telefon (Herr Ernst) +49 761 2016212
Telefon (Herr Schäfer) +49 761 2016213

Service

Ob Jagdschein oder Jagderlaubnis, im Behördenwegweiser finden Sie alle Dienstleistungen der Unteren Jagdbehörde auf einen Blick.