Wildtiere im Stadtwald

Reh
Das scheue Reh ist ein wahrer "Versteckkünstler": Dicht an den Boden gedrückt lässt es den ahnungslosen Wanderer vorüberziehen. Obwohl für viele unbemerkt, ist das Reh heute die häufigste Wildtierart und überall im Stadtwald verbreitet.

Gemse
Die ersten Gemsen wurden in den 30er Jahren im Feldberggebiet ausgesetzt. Seither hat sich die Wildtierart stetig ausgebreitet und ist heute in den Wäldern des Schauinslandes beheimatet. (Foto: Cerise HUA/ istockphoto.com)

Wildschwein
Wildschweine haben sich in den letzten Jahren rasant vermehrt. Bevorzugt nachts durchwühlen sie selbst Wiesen und Äcker auf der Suche nach Nahrung. Entsprechend schwer sind sie nur zu bejagen. Wem sind schon mal die "umgepflügten" Sternwald-Wiesen aufgefallen?

Fuchs
Der Reinecke-Fuchs ist nach der erfolgreichen Tollwutimpfung in den 1980er Jahren wieder stark auf dem Vormarsch. Die zunehmende Verbreitung des Fuchsbandwurms zwingt uns heute wieder zu einer intensiveren Bejagung. (Foto: Judith Niggli/wildenachbarn.ch)

Dachs
Ein vorwiegend nachtaktiver Allesfresser, der umfangreiche Erdbauten anlegt, die er im Gegensatz zum Fuchs mit Heu und Laub auspolstert. Nachdem sich der Dachs im Herbst eine 2-3 Zentimeter dicke Fettschicht angefressen hat, geht er in ein winterschlafähnliche Ruhephase bis zum Frühjahr. (Foto: iredding01/stock.adobe.com)

Hase
Der Feldhase bevorzugt trocken-warme Gebiete mit vielen Versteckmöglichkeiten. Der ideale Lebensraum aus mosaikartig zusammengesetzten Wald-, Feld- und Heckenstrukturen ist heute sehr selten geworden. Im Gegensatz zu den Kaninchen bauen Hasen keine Erdhöhlen, sondern geben sich mit einer flachen Mulde ("Sasse") zufrieden. Noch eine Besonderheit: Junghasen kommen sehend und völlig behaart zur Welt.

Auerhuhn
Ähnlich wie das Haselhuhn liegt auch der Lebensraum des Auerwildes im nördlichen Klimabereich. Ideale Bedingungen finden die Tiere in großen, ungleichaltrigen Nadelbaum-Mischwäldern mit beerenreicher Bodenvegetation und lichten Partien. Die Tiere sind sehr störungsempfindlich und stellen hohe Anforderungen an ihren Lebensraum. Mit Hilfe gezielter Lebensraumgestaltung und Besucherlenkung im Stadtwald soll die Wiederansiedlung auf natürlichem Weg ermöglicht werden.

Marder
Bei uns sind zwei Marderarten beheimatet. Der häufig vorkommende Steinmarder bevorzugt freiere Landschaft und lebt sogar in der Innenstadt, wo er durch das Beißen an Autogummiteilen eine zweifelhafte Popularität erlangt hat. Ganz im Gegensatz dazu lebt der seltenere Baummarder im Hochwald und ist als Kletterkünstler wie das Eichhörnchen in der Lage, Bäume spiralartig und blitzschnell zu erklettern. (Foto: creativenature.nl/stock.adobe.com)

Luchs
Luchse sind in Baden-Württemberg wieder vermehrt anzutreffen, nachdem sie lange Zeit als ausgerottet galten. Es handelt sich hauptsächlich um männliche Tiere, die aus der Schweiz eingewandert sind. Um eine stabile Luchspopulation aufzubauen, werden aktuell Luchse ausgewildert und es gibt ein Projekt zur Bestandes-Stützung. Luchse benötigen sehr große, störungsfreie Lebensräume (mind. 10.000 Hektar).
Weitere Informationen: Wildtiere & Jagd

Wolf
Wölfe sind ebenfalls wieder in Baden-Württemberg präsent, mit einzelnen Tieren, die sich im Schwarzwald und Odenwald niedergelassen haben, sowie durchziehenden Jungtieren. Als oberste Naturschutzbehörde ist das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) für das Wolfsmanagement in Baden-Württemberg zuständig. (Foto: FVA-BW Wildtiermonitoring)
Weitere Informationen: Förderkulisse Wolf