Lärm ist europaweit ein massives Problem, wobei der Straßenverkehr als Hauptursache gilt. Doch auch die Geräusche von Eisenbahnen, Industrie und Gewerbe belasten die Menschen. Die Folgen sind fatal: Chronischer Lärm löst Stresssymptome aus und kann im schlimmsten Fall die Gesundheit ernsthaft schädigen. Um diese schädlichen Auswirkungen zu mindern, erließ die Europäische Union 2002 die EU-Umgebungslärmrichtlinie, die 2005 über eine Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes in deutsches Recht integriert wurde.
Diese Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten dazu, im 5-Jahres-Rhythmus Umgebungslärm zu erfassen, Lärmkarten zu erstellen und Maßnahmenpläne zur Lärmminderung, sogenannte Lärmaktionspläne, zu erarbeiten.
Was ist der Lärmaktionsplan?
Der Lärmaktionsplan wird auf Basis der Lärmkartierung aufgestellt und hat das Ziel, Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung zu formulieren.
Wenn Lärmaktionspläne erstellt werden, muss die Öffentlichkeit einbezogen werden. Bürger*innen haben das Recht, frühzeitig und aktiv an der Ausarbeitung und Überprüfung dieser Pläne mitzuwirken. Ihre Rückmeldungen und Ergebnisse müssen dabei berücksichtigt werden.
2009 wurde erstmals ein Lärmaktionsplan für das Stadtgebiet nach den EU-Vorgaben aufgestellt. Im September 2025 hat der Gemeinderat die Fortschreibung des Lärmaktionsplans der 4. Stufe einstimmig beschlossen – hierfür wurde ein neues Berechnungsverfahren eingeführt.
Der Gemeinderat hat außerdem festgelegt, ab wann Lärmschutzmaßnahmen geprüft werden: Die Auslösewerte liegen tagsüber bei 65 dB(A) und nachts bei 55 dB(A).
Lärmaktionsplan - Fortschreibung (20,6 MB)
Anlage 1 zu G-25/153 (17 KB)


