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Vorbereitung Sanierungsgebiet Alt-Haslach Süd

Sanierungsgebiet auf Karte

In Alt-Haslach Süd soll ein neues Sanierungsgebiet entstehen: Der Kernbereich des Gebiets umfasst den denkmalgeschützten Gebäudebestand der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) mit insgesamt 417 Mietwohnungen in der Kampffmeyerstraße, Damaschkestraße sowie Uffhauser Straße. Diese Gebäude sind dringend sanierungsbedürftig.

Zudem liegen hier weitere Gebäude der FSB im Finkenschlag und in der Rislerstraße sowie die beiden städtischen Grundstücke mit der Kindertagesstätte Fidibus und dem Spielpark Kampffmeyerstraße. Private Gebäudebestände sind hier ebenfalls verortet.

Ziele

Die vorläufigen Ziele der Sanierung sind:

  • die Modernisierung und Instandsetzung der Wohnungen
  • die Aufwertung des privaten Wohnumfelds
  • die Verbesserung der öffentlichen Freiräume unter Berücksichtigung deren ökologischer Funktionen

Erster Schritt: Vorbereitende Untersuchungen

Derzeit laufen die vorbereitenden Untersuchungen, deren Ablauf im Baugesetzbuch geregelt ist.

Diese Untersuchungen dienen dazu, eine gesicherte Beurteilungsgrundlage für die spätere Festlegung des Sanierungsgebiets zu erhalten. Ein wesentlicher Inhalt ist die Erhebung und Bewertung der sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse vor Ort. Hieraus werden anschließend die allgemeinen Ziele und die Maßnahmen der Sanierung abgeleitet. Dabei werden auch mögliche nachteilige Auswirkungen der Sanierung für die Betroffenen näher betrachtet.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird ein Vorschlag für die Abgrenzung des Sanierungsgebiets erarbeitet und erste Überlegungen für bauliche Maßnahmen im Gebiet konkretisiert.

Forschungsprojekt "Wärmewende in Bestandsquartieren"

Mit diesem Gebiet nimmt die Stadt Freiburg an dem Forschungsvorhaben „Wärmewende in Bestandsquartieren – Ko-produktive Verzahnung von städtebaulichen Sanierungsverfahren und Umsetzungsstrategien für die Kommunale Wärmeplanung“ teil.

Damit können Erkenntnisse und Impulse geliefert werden, welche konkreten Maßnahmen im Rahmen eines Sanierungsverfahrens bei der energetischen Gebäudesanierung sowie der netzgebundenen Wärmeversorgung notwendig sowie wirtschaftlich realisierbar sind. Private Gebäudeeigentümer*innen können von verschiedenen Beteiligungsformaten bis hin zu Energieberatungen für ihren Gebäudebestand Gebrauch machen. Im späteren Sanierungsgebiet können sie - sofern die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen - bei einer Gebäudemodernisierung von erhöhten Abschreibungsmöglichkeiten nach dem Einkommensteuergesetz profitieren.

Neben den Praxiskommunen Bremen und Freiburg sind das Deutsche Institut für Urbanistik (DIfU), das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI (Fraunhofer ISI) am Projekt beteiligt.

Ausblick

Die Untersuchungsergebnisse sollen voraussichtlich im 3. Quartal 2027 vorliegen.

Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse und bei Aufnahme des Gebiets in ein Städtebauförderungsprogramm kann (voraussichtlich im ersten Halbjahr 2028) das Sanierungsgebiet förmlich festgelegt werden und anschließend können die ersten Baumaßnahmen beginnen.

Fotos und Schrägluftbild: Stadt Freiburg