Erinnerungsschichten
Sandra Eades / Gisoo Kim / Lilly Lulay / Dalmonia Rognean / Wenke Seemann
22. Mai - 05. Juli 2026
Während der Begriff der Sedimentation ursprünglich aus der Geologie kommt, findet er heute auch in anderen Bereichen Anwendung. In uns Menschen gibt es, wie in der Natur auch, eine Vielzahl an Sedimenten – Schichten aus Erinnerungen und Ablagerungen von Momenten und Eindrücken zu inneren Landschaften. Sie formen uns, beeinflussen unsere Identität und bestimmen, wie wir in Zukunft Orte wahrnehmen. Die abgelagerten Erinnerungen sind dabei selbst sedimentär: Sie formen sich nicht nur aus einem Eindruck, sondern aus mehreren Sinneswahrnehmungen und (Wieder-)Erzählungen, immer beeinflusst von Emotionen. Aber wie lassen sich diese Erinnerungsschichten visualisieren?
Alle von den in der Ausstellung präsentierten Künstlerinnen beschäftigen sich mit der Fotografie als Medium der Erinnerung und mit Fragen wie: Wie schichtet sich die Erinnerung an einen Ort? Wie lagert sie sich in uns ab? Wie beeinflussen uns Orte? Wie erinnere ich mich an diese Orte – wie erinnern sich andere daran? Dabei transformieren sie die Fotografien – mit Nadel und Faden, mit Schere und Kleber oder mit Pinsel und Farbe – kombinieren sie mit weiteren Aufnahmen und schichten Medien und Momente um Erinnerungen und Vernetzungen von Personen und Orten zu visualisieren. Es entsteht eine neue, sedimentäre Technik, bei der die Fotografie – wie auch der visuelle Eindruck bei den Erinnerungen – nur eine von mehreren Schichten und Eindrücken ist.
Die Ausstellung findet im Rahmen der Biennale Photo Mulhouse 2026 statt.









