Die Veranstaltung ist ausgebucht.
Achtung Raumänderung: Die Veranstaltung findet nun im Freundeskreis-Auditorium des Augustinermuseums statt. Zugang ist über den Museumsshop in der Salzstraße 34, 79098 Freiburg.
Zeitzeugin Eva Weyl spricht bei dem Vortrag im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus über die Verfolgung ihrer Freiburger Familie und ihre Erfahrungen während der NS-Zeit. Sie wurde 1935 in Arnheim, Niederlande, als Tochter der als jüdisch verfolgten Freiburgerin Margot Wolff geboren und überlebte selbst das Lager Westerbork. Ihr Großvater Willy Wolff, ein Freiburger Bankdirektor und Überlebender zweier KZs, kehrte 1947 nach Freiburg zurück. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein ZWEITZEUGEN e. V. statt. Für die Teilnahme wird ein kostenfreies Veranstaltungsticket benötigt. Dieses gibt es im Online-Shop und an der Museumskasse. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Eva Weyl wurde 1935 im niederländischen Arnheim geboren. Ihre Mutter Margot Wolff stammte aus Freiburg, der Großvater Willy Wolff war Direktor einer Freiburger Bank. Unter den Nationalsozialisten wurde die Familie als jüdisch verfolgt und im Januar 1942 im Lager Westerbork interniert. Von dort verschleppten die Nationalsozialisten insgesamt 107.000 Menschen zu den KZs im Osten. Fast alle wurden dort ermordet. Mehrfach und nur durch viel Glück konnte Eva Weyls Familie den Deportationen entgehen. Im April 1945 wurde sie schließlich befreit. Weyls Großvater Willy Wolff überlebte zwei KZs und kehrte 1947 nach Freiburg zurück.
Nach dem Krieg studierte Eva Weyl in den USA und in der Schweiz, sie reiste viel, gründete eine Familie und arbeitete hart. Die Familie feierte jedes Jahr den 12. April, den Tag der Befreiung. Für Eva Weyl ist dies bis heute ein wichtiges Datum. Seit fast 20 Jahren sucht sie regelmäßig das Gespräch und den Kontakt mit Jugendlichen. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihre Geschichte weiterzugeben. Ihr Anliegen formuliert sie den Schüler*innen gegenüber so: „Denn ihr seid jetzt meine Zweitzeugen. Vergesst das nicht. Ich brauche euch, um meine Geschichte weiter zu erzählen.“
Der Verein „Zweitzeugen“ ermutigt und befähigt vor allem junge Menschen durch das Weitergeben der Geschichten von Holocaust-Überlebenden selbst zu zweiten Zeug*innen zu werden – und damit gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Mehr Informationen gibt es unter www.zweitzeugen.de.
Kategorien
Veranstaltungsort
Augustinermuseum
Homepage
HomepageDienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Augustinermuseum mit Haus der Graphischen Sammlung: freitags bis 19 Uhr
Beschreibung



