Rahmenbedingungen

Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung

Freiburg ist eine schnell wachsende Stadt. Im Vergleich mit den anderen Großstädten in Baden-Württemberg hat Freiburg den höchsten Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen. Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Einwohner/innen um über 10% gestiegen.

Im Gegensatz zum bundesweiten Trend hält in Freiburg das Wachstum durch Zuwanderung und Geburtenüberschuss weiter an. Die Freiburger Bevölkerung wächst deutlich stärker und voraussichtlich auch länger als in den bisherigen Bevölkerungsprognosen angenommen. In der aktuellen kleinräumigen Bevölkerungsprognose 2012 gehen die Statistiker der Stadt davon aus, dass bis zum Jahr 2026 hier 7,6 Prozent mehr Menschen leben werden. Das sind rund 16 000 mehr, als zur Zeit in Freiburg leben.

Die Anzahl der Haushalte in Freiburg wird voraussichtlich bis zum Jahr 2030 um über 10 % ansteigen, es werden mehr Menschen in Haushalten mit Kindern und in Mehrpersonenhaushalten leben als im Jahr 2012.

Entwicklung des Wohnungsbestands

Seit 1995 ist der Freiburger Wohnungsbestand um 18 Prozent gewachsen und umfasste Ende 2010 rund 106.800 Wohnungen. Die Dynamik verläuft wellenförmig mit nach dem Höhepunkt 1998 insgesamt abnehmender Tendenz. Ende der 1990er Jahre kamen in Freiburg rund 1.600 Wohneinheiten jährlich hinzu, Anfang der 2000er Jahre betrug der jährliche Neubau noch rund 1.000 Wohnungen. Der Neubau profitierte damals u.a. noch von der Aufsiedlung der beiden Stadtteile Vauban und Rieselfeld. Seit dem Jahr 2008 bewegt sich der Neubau im Schnitt bei rund 500 - 600 Wohneinheiten pro Jahr.

Kernpunkt des Handlungsprogramms Wohnen ist wieder mehr Baurechte zu schaffen. Im Ergebnis aller Maßnahmen im Neubau (inkl. Realisierung neuer Stadtteil) sollen als Zielwert mittelfristig 1.000 Wohnungen pro Jahr neu errichtet werden, davon sollten 300 geförderte Wohnungen sein.

Die durchschnittliche Wohnungszahl pro Wohngebäude liegt seit 1996 konstant bei 3,9 Einheiten. Der Bestand setzt sich zu 54 Prozent aus Drei- und Vierzimmerwohnungen inkl. Küche zusammen. Neubauten (ab Baujahr 1992) machen 20 Prozent des Bestandes aus, knapp 40 Prozent der Wohneinheiten wurden zwischen 1961 und 1987 errichtet, und hier ist – auch wenn keine genauen Daten vorliegen – mit größerem Modernisierungsbedarf zu rechnen, vor allem in energetischer Hinsicht (vgl. Wohnungsmarktbericht 2011 (921,2 KB)).

Verfügbarkeit von Bauland

In der Zeitstufe I des Freiburger Flächennutzungsplans FNP 2020 standen 78 ha Bauflächen für Wohnen zur Verfügung. Mit den in den vergangenen drei Jahren eingeleiteten und für 2012 vorgesehenen neuen Planverfahren sind nur noch drei von 26 in der Zeitstufe I zum Flächennutzungsplan aufgelisteten Flächen bisher nicht in einen Planungsprozess eingebunden. Damit schreitet die Überplanung der Flächen deutlich schneller voran, als vorgesehen: Ursprünglich beabsichtigt war die Einleitung aller Planverfahren der Zeitstufe I bis Ende 2014.

Schon ab 2013 (statt ursprünglich erst 2015) sollen weitere Verfahren für Flächen aus den Zeitstufen II und III eingeleitet werden. Für die Zeitstufen II und III sind im FNP 2020 rund 77 ha Brutto-Bauflächen für Wohnen dargestellt. (Vgl. Drucksachen G-10/228, G-10/118 und G-12/016)

Dokumente und Infos

Kontakt

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Ute.Gawlista@stadt.freiburg.de

Projektleitung
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ProWo@stadt.freiburg.de