Interdisziplinäres Projekt zum kreativen Ausdruck

Farben in Bewegung mit Stephanie Scheubeck

Farbzeichnung
Farben in Bewegung
Farben
Farben auf Asphalt

Welche Farbe hat der Klang einer Trompete? Welche Bewegung verursacht die Farbe Grün? Mit ihrer Sound & Colour Production erforscht Künstlerin & Forscherin Stephanie Scheubeck das faszinierende Phänomen der Synästhesie, bei dem der Auslöser eines Sinnes gleichzeitig und unfreiwillig einen zweiten Sinn auslöst, wodurch sich die Sinne vermischen: Musik öffnet einen Raum voll Farben und Formen, die Zahl vier fühlt sich rau an und die Berührung von Samt schmeckt nach Muskat. Musik, Tanz und Malerei bereichern sich in diesem Workshop gegenseitig in einem immersiven Zyklus. Wir sind Forschende unserer eigenen Wahrnehmung und Umgebung und fließen durch verschiedene Ausdrucksmedien mit dem Körper als Basis und Anker für unsere kreativen Prozesse.

Den Kern des Workshops bildet die Arbeit mit der Transformation von Sinnesreizen, wodurch eine Abstraktion ähnlich der Synästhesie entsteht: Wir spüren die Temperatur und Luft, unseren Körper in Bewegung, sehen was uns umgibt. Wir aktivieren unser Gehör und nehmen unser akustisches Umfeld differenziert wahr. Zu Musik lassen wir Bilder, Formen, Farben, Gerüche und Erinnerungen aufkommen. In Malerei und Zeichnung fangen wir diese körperlosen individuellen Assoziationen ein. Die gemalten Bilder setzen wir in Bewegung im Raum um. Daraus entsteht eine offene Improvisation, in der sich Tanz, Klang und Bilderwelt verweben. In der Überlagerung dieser Ausdrücke entsteht eine synästhetische, immersive Szenerie, die von uns gestaltet und bespielt wird.

Zeichnen und Tanzen
Tanzende

In dem Zyklus von Wahrnehmung und Ausdruck wird die individuelle Verarbeitung von Sinnesreizen greifbar und dient als Grundlage für unser kreatives Tun. Der Workshop ist durchzogen von Raum für Austausch zum Thema Vielfalt in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinnesreizen. Einflüsse aus dem Qi Gong, Body Mind Centering, Yoga, Butoh und Meditation bereichern den Prozess.

Aufbauend auf diesen Basis-Zyklus können Film, Projektionen und der Bau von Installationen als weitere Schritte in den Zyklus integriert werden. Bei mehrtägigen Workshops bestimmen die Teilnehmenden selbst ihre Medien-Schwerpunkte und können sich in die Recherche vertiefen. Zum Ende des Workshops werden die individuellen Forschungen gebündelt und in eine immersive Gesamt-Szenerie aus Tanz, Bild, Film, Projektion und Sound übersetzt. Der Workshop hat sein Zentrum im vorgesehenen Safe Space, einem Raum innerhalb eines Gebäudes (z.B. Tanzstudio o.ä.). Je nach Möglichkeit und Rahmenbedingungen verlassen wir diesen Raum, um die Recherche auszuweiten und ortsspezifische Inspirationen zu finden.

Der Workshop ist offen für alle interessierte Menschen mit oder oder Vorerfahrung. Je nach Veranstaltungsort stehen verschiedene Objekte zum Sitzen oder Liegen zur Verfügung. Der Workshop ist als Relaxed Format konzipiert. Bis auf wenige Momente, die im Vorab kommuniziert werden, können die Teilnehmenden selbstbestimmt den Raum verlassen und wieder betreten. Es finden keine plötzlichen Lichtwechsel, unangekündigte Berührungen oder plötzliche laute Musik statt. Es gibt einen Ruheort im Raum, an dem die Teilnehmenden sich selbstbestimmt zurückziehen können und dennoch dem Verlauf des Workshops beiwohnen können. Individuellen Bedürfnissen werde ich im Rahmen der Möglichkeiten begegnen.

Veröffentlicht am 28. Juli 2026

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