Zum Schutz von Radfahrer*innen
Neue Fahrbahnmarkierungen in der Eschholzstraße
Die Eschholzstraße ist eine wichtige Verkehrsachse mitten in Freiburg. Hier sind jeden Tag viele Menschen unterwegs – mit dem Auto, dem Rad, aber auch zu Fuß. Gleichzeitig sind die Flächen, die für den Verkehr zur Verfügung stehen, sehr knapp. Das führt dazu, dass fahrende Autos, Radfahrer*innen und parkende Autos sich oft gefährlich nah sind. Eine Folge ist, dass es häufig zu Unfällen kommt, weil Autofahrer*innen ihre Autotür unaufmerksam öffnen. Das kann für Radfahrer*innen lebensgefährlich sein.
75 Zentimeter breiter Schutzstreifen
Um diese besser zu schützen, gibt es künftig eine 75 Zentimeter breiten Schutzstreifen zwischen Radführung und Parkstreifen, so wie es mittlerweile bei allen Neuplanungen üblich ist. Dieser sorgt für den nötigen Abstand zwischen Radfahrer*innen und potenziell gefährlichen Autotüren und reduziert das Risiko von Unfällen erheblich. In der Eschholzstraße fehlt dafür aber an vielen Stellen die nötige Breite im Straßenraum. Daher muss teilweise das Parken entfallen, damit ein Schutzstreifen möglich ist.
Von den heute rund 90 Parkmöglichkeiten fallen deshalb rund 40 weg. Es verbleiben 50 Park- und Liefermöglichkeiten. Die Verwaltung entfernt nur so viele Parkplätze wie unbedingt notwendig, um die Auswirkungen auf Anwohner*innen und Gewerbetreibende möglichst gering zu halten.

Update vom 3. August
Die Stadt plant, im Oktober 2026 bestehende Bewohnerparkgebiete zu größeren Gebieten zusammen zu legen und die Parkraumbewirtschaftung auf weitere Straßenabschnitte auszudehnen. Dadurch können Anwohnende flexibler nach Parkplätzen suchen.
Bis dahin gilt eine Übergangslösung. Bewohner*innen mit einem Bewohnerparkausweis für der Gebiete:
- Kleineschholz
- Stühlinger
- Stühlinger Süd
- Colmarer Straße
dürfen bis zur Neuregelung im Herbst in allen vier Gebieten parken und sind nicht mehr auf ihr ursprüngliches Gebiet beschränkt.
Diese neuen Regeln gelten bis voraussichtlich Oktober 2026, wenn das Bewohnerparkgebiet Kleineschholz nach Westen erweitert wird und die Bewohnerparkgebiete im Stühlinger insgesamt neu zugeschnitten werden. In dem Zuge werden auch die Parkplätze in der Lehener Straße westlich der Fehrenbachallee für Bewohner*innen freigegeben, sodass sich die Zahl der mit Bewohnerparkausweis nutzbaren Parkplätze erhöht.
Das GuT hat die Straße außerdem detailliert auf Lieferbedarfe geprüft. Als Ergebnis wird das Amt zwischen Stühlingerstraße und Lehener Straße in regelmäßigen Abständen fünf Lieferzonen einrichten, damit die Geschäfte beliefert werden können.
Gehwege werden breiter
Was sich noch ändert: Die heute in Abschnitten recht schmalen Gehwege werden durch den Wegfall von Parkplätzen breiter. Damit wird dem recht starken Fußverkehr in dieser wichtigen Achse im Stühlinger Rechnung getragen. Abschnittsweise werden auch die Radfahrstreifen breiter und künftig gibt es 20 zusätzliche Radbügel. Zudem pflanzt das GuT zwei neue Bäume und saniert auf der Ostseite die Fahrbahn im Abschnitt von Stühlingerstraße bis Engelbergerstraße. Hier haben sich Risse im Deckenbelag gebildet.
Die Arbeiten laufen von Montag, 20. Juli, bis Freitag, 14. August. Der Kfz-Verkehr kann während der Bauzeit in beide Richtungen fahren. Zeitweise ist der Radfahrstreifen nicht benutzbar. Radfahrer*innen können dann entweder gemeinsam mit den Autos die Kfz-Fahrspur nutzen oder eine ausgeschilderte Umleitung nehmen. Die Hauptarbeiten laufen abends nach 19 Uhr, da dann weniger Verkehr unterwegs ist. Arbeiten, die viel Lärm machen, werden um 22 Uhr beendet. Die Umgestaltung kostet rund 85.000 Euro.
Infostand zu den Planungen
Das Garten- und Tiefbauamt informiert am Dienstag, 14. Juli, von 15 bis 18 Uhr an der Kreuzung Eschholzstraße / Wannerstraße direkt vor Ort mit einem kleinen Infostand zu den Planungen und zum Bauablauf.