Bildung, Bewegung und Gesundheit
1,4 Millionen Euro für Freiburger Sprach-Ballschule und Sport-Quartiere

Spielen, bewegen und dabei Sprache lernen: Die Freiburger Sprach-Ballschule unterstützt Kinder in Kitas und Grundschulen. Jetzt wird das Konzept durch eine Förderung der gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg mit 1,4 Millionen Euro weiter ausgebaut.
Spielerisch Sprache und Bewegung fördern
Die Freiburger Sprach-Ballschule (FSBS) verbindet Sprachbildung mit Sport und Bewegung. Kinder lernen neue Wörter über Bewegungsgeschichten, Spiele und Sporteinheiten. Gleichzeitig stärken sie ihre motorischen Fähigkeiten, ihr Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen.
Vor allem Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen besser erreicht werden und ihre sprachlichen und motorischen Kompetenzen verbessern. Die Förderung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit ermöglicht eine langfristige Sicherung der Angebote und zusätzliches Personal.
Die FSBS ist ein Projekt, das vor Ort mit vielen Akteuren gemeinsam umgesetzt wird. Eng kooperiert wird mit dem SC Freiburg, den Eisvögeln Freiburg, der beruf leben akademie sowie der step stiftung. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, bis 2030 allen Kindern in Freiburg einen niedrigschwelligen Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten zu ermöglichen und gleichzeitig ihre Sprachkompetenzen gezielt zu fördern.
Sport-Quartiere vernetzen Kitas, Schulen und Vereine
Ein zentraler Baustein des Projekts sind die Freiburger Sport-Quartiere. Seit 2021 vernetzen sie Kitas, Grundschulen, Sportvereine und weitere Einrichtungen im Stadtteil. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen für Bewegung, Teilhabe und Gesundheitsförderung zu schaffen.
Derzeit gibt es sieben Sport-Quartiere in Freiburg. Mehr als 200 Einrichtungen arbeiten bereits zusammen, rund 2000 Kinder nehmen wöchentlich an Bewegungsangeboten teil.
Mit der neuen Förderung sollen die Sport-Quartiere schrittweise auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden, insbesondere dort, wo der Bedarf an Sprach- und Bewegungsförderung besonders hoch ist. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden die Maßnahmen unter anderem von der Pädagogischen Hochschule Freiburg.