Japanische Poesie
Freiburger*innen gewinnen Haiku-Wettbewerb in Matsuyama

Die Stadt Matsuyama richtet regelmäßig einen internationalen Haiku-Wettbewerb aus und stellt eine Auswahl an Haiku in einem Gedichtband zusammen. In diesem Jahr sind 3 Freiburger*innen unter den Gewinner*innen: Bärbel Gebhardt, Anna Gugel und Emmanuel Baumann.
Haiku ist eine traditionelle japanische Gedichtform. Die im 17. Jahrhundert entstandene 5 – 7 – 5 Silbenform (japanische Silben) besteht meistens aus drei Zeilen. Ein Haiku-Gedicht soll kurz sein, aber schöne und rhythmische Bilder darstellen. Ein Beispiel für diese Gedichtform:
Uralter Teich.Ein Frosch springt hinein.Plop. Freiburgs japanische Partnerstadt Matsuyama spielt eine bedeutsame Rolle in der Entwicklung des Haiku und hat sich als kulturelles Zentrum dieser besonderen Gedichtform etabliert. Das gegenseitige Schreiben und verschicken von Haiku-Gedichten per Post ist ein japanischer Brauch, der auch in Matsuyama sehr beliebt ist, berühmte Haiku Dichter kommen von dort.
In der Freiburger Stadtbibliothek steht seit dem 25. Partnerschaftsjubiläum ein sogenannter „Haiku-Briefkasten“. Diese Haiku-Box, ein Geschenk der Stadt Matsuyama, wurde aus unbehandelten japanischen Zedern- und Zypressenholz handgefertigt. Es ist die zweite Haiku Box, die aus Matsuyama in Übersee aufgestellt wurde. Mit dem Austausch von Haiku können die Freiburger Bürger*innen die japanische Kultur Matsuyamas erleben und am interkulturellen Austausch teilhaben.