Pressemitteilung vom 28. Juli 2025
Parkraumbewirtschaftung: Parken wird auch am kleinen Opfinger See kostenpflichtig
- Gleiche Preise wie am großen See: An Wochenenden und Feiertagen 10 Euro pro Tag, unter der Woche 5 Euro, von Oktober bis April halber Preis. Durchfahrt und Halten unter 15 Minuten frei. Jahresparkkarte 100 Euro
Im Sommer 2024 hat das Forstamt auf dem Parkplatz am großen Opfinger See eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt, die sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten bestens bewährt hat. Das einstige Park-Chaos an schönen Sommer-Wochenenden gehört hier der Vergangenheit an.
Nun wird die Parkraumbewirtschaftung ab Montag, 11. August, auch auf den Parkplatz am kleinen Opfinger See (Ochsenmoos) ausgeweitet. Es gelten die gleichen Preise und Konditionen wie am nahezu benachbarten großen See: von Mai bis September am Wochenende und an Feiertagen 10 Euro/Tag (24 Stunden ab Lösen des Tickets), unter der Woche 5 Euro/Tag, von Oktober bis April jeweils der halbe Preis. Kurzzeitparken bis zu 90 Minuten kostet ganzjährig 2,50 Euro. Barzahlung ist nicht möglich, die Parkautomaten funktionieren nur mit Kartenzahlung. Bei einer Parkdauer unter 15 Minuten (Fahrdienst, Parkplätze vollkommen belegt usw.) fällt keine Parkgebühr an. Schilder erläutern auch am kleinen See all diese Regelungen.
Jahresparkkarten kosten 100 Euro, ermäßigt mit Freiburger FamilienCard, Freiburg-Pass oder Ehrenamtskarte 60 Euro. Sie gelten künftig auf beiden Parkplätzen, und zwar 365 Tage lang ab dem Tag der Freischaltung.
Wer vor Ort parkt, ohne zu zahlen, hat die Möglichkeit, innerhalb von 24 Stunden seinen Parkaufenthalt online nachzuzahlen. Wer das versäumt, muss später ein erhöhtes Nutzungsentgelt von 54 Euro entrichten.
Zugang, Aufenthalt und Baden an beiden Seen bleiben kostenfrei. Für Radfahrer*innen, Nutzer*innen des ÖPNV und Fußgänger*innen entstehen also weiterhin keine Kosten. Auch Motorräder und Roller parken weiterhin frei. Nur das Parken mit Pkw, Anhängern o.ä. ist zukünftig auf beiden Parkplätzen kostenpflichtig. Das „Ausweichparken“ an Forst- oder landwirtschaftlichen Wegen bleibt verboten.
Bereits mit dem Beschluss zur Parkraumbewirtschaftung am großen See 2023 hatte der Gemeinderat entschieden, zur Badesaison 2025 auch am kleinen See Parkgebühren zu erheben. Inzwischen hat das zuständige Forstamt den erforderlichen Stromanschluss gelegt und die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. Die unübersichtliche Situation für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, deren Weg von und nach Opfingen entlang des Parkplatzes verläuft, wurde ebenso verbessert wie die Situation an der Bushaltestelle. Das gleiche System, das sich am großen See bewährt hat, wird ab dem 11. August auch am Parkplatz nördlich des Ochsenmoos die Kennzeichen der einfahrenden und ausfahrenden Fahrzeuge scannen und die Scans für die Abrechnung der fälligen Parkgebühr nutzen.
Vergangene Woche haben Unbekannte die frisch gelegten Stromanschlüsse beschädigt, es entstand Sachschaden in mittlerer vierstelliger Euro-Höhe. Das Forstamt wird den Schaden zeitnah beheben, so dass die Einführung wie geplant stattfinden kann.
Für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf den kleinen Opfinger See sprechen gute Gründe, die auch zu entsprechenden Beschlüssen des Gemeinderats geführt haben – insbesondere auch die Erfahrungen aus dem ersten Jahr seit der Einführung der neuen Parkregeln am großen Opfinger See. Die Park- und Verkehrssituation hat sich dort ebenso deutlich verbessert wie die Müllproblematik; die Natur ist besser geschützt; und die Aufenthaltsqualität für alle, die Erholung suchen, ist merklich gestiegen.
Der große und der kleine Opfinger See gehören zum Natura2000-Gebiet „Mooswälder bei Freiburg“. Beide Seen (samt ihrer Parkplätze) liegen nahe beieinander und bilden zusammen ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Zonen sehr unterschiedlichen Charakters. Während am Süd- und Südwest-Ufer des großen Sees Erholungsinfrastruktur besteht (Toiletten, Kiosk, Grillstellen, Sporteinrichtungen), gibt es am Ochsenmoos nichts Vergleichbares. Und das soll so bleiben: der kleine Opfinger See soll seinen naturnahen Charakter behalten. Er ist nicht nur für die Naherholung, sondern (wie die Biotop-Schutzzone am Nordende des großen Sees) auch für den Naturschutz bedeutend. Mit seinen Röhrichten und natürlichen Uferzonen ist das Ochsenmoos zum Beispiel ein wichtiges Laichgewässer für die Erdkröte.
Die Entwicklung und Pflege des Naherholungsgebietes an beiden Seen beschert der Stadt seit jeher einen hohen Pflege- und personellen Aufwand. In den vergangenen Jahren waren die Besuchendenzahlen und der Andrang stark gestiegen – und damit auch die Menge von wildem Müll, das Problem der wilden Grillstellen und das Parkchaos an Sommertagen.
Dank der Parkgebühren, die seit einem Jahr erhoben werden, konnte das städtische Forstamt viele zusätzliche Pflegemaßnahmen und Investitionen zum Erhalt der Erholungsfläche umsetzen. Zuletzt wurden am großen See Fahrradständer aufgestellt und für die Badestelle am südlichen Ufer frischer Sand ausgebracht. Zum Saisonstart wurde der Fußweg rund um den See instandgesetzt und der Parkplatz neu aufgeschottert. Auf den Liegewiesen stehen jetzt junge Bäume, die den Badegästen bald Schatten spenden. Mit der Sport-Box kam kürzlich in neues, kostenfreies Angebot hinzu.
Alle Infos zum Thema stehen gebündelt auf der städtischen Webseite unter www.freiburg.de/opfingersee