Wasserspeicher Wald
Bessere Lebensräume und Laichplätze für Amphibien

Alle heimischen Amphibien sind zwingend auf Gewässer angewiesen, in denen sie sich fortpflanzen können. Oft sind diese aber Mangelware. Daher pflegen das Umweltschutzamt und das Forstamt die vorhandenen Lebensräume und Laichplätze von Kröte und Co. in regelmäßigen Abständen.
Wald dient als Wasserspeicher
Gewässer im Wald sind nicht nur als Lebensraum für Amphibien wichtig. Sie speichern auch Niederschlagswasser und halten es im Wald zurück. Zudem verlangsamen sie den Wasserabfluss bei Starkregen, fördern die Neubildung von Grundwasser und stabilisieren damit die Wasserversorgung des Stadtwaldes in Trockenphasen.
Welche Gewässer werden gepflegt?
Ohne eine wiederkehrende Sanierung trocknen Teiche aus, werden vermüllt oder verschlammen. Dem wirkt regelmäßige Pflege und wirken sogenannte Gewässersanierungen entgegen. Darum wird der Zustand vom Dachsloch- und Vogelsangweiher am Roßkopf, vom Attiweiher am Schauinsland und vom Amphibientümpel in der Freiburger Stadtwald-Exklave auf Kirchzartener Gemarkung verbessert. Jedes dieser Gewässer ist arten- oder individuenreich, weil Amphibien den umgebenden Wald als Landlebensraum nutzen. Die Arbeiten beginnen Anfang Oktober und dauern etwa einen Monat.
Was passiert bei den Gewässersanierungen?
Schlamm, Abfall oder Pflanzen aus dem Wasser und Gehölz am Gewässerrand werden entfernt, denn je mehr Sonne ans Gewässer gelangt, desto besser ist das für eine erfolgreiche Laichablage.
Strukturreiche Tiefenprofile werden geschaffen und die Uferbereiche werden abgeflacht, um den Amphibien den Ein- und Ausstieg ins Gewässer zu erleichtern.
Totholz und Wurzelstöcke werden ins Gewässer eingebracht, da sie als Unterschlupf und Deckung dienen und so die Amphibientümpel auch strukturell aufgewertet werden.
Da der Attiweiher im steilen Gelände liegt, wird er vergrößert. Durch seine Lage droht er nämlich durch Stofffrachten wie Sand, Kies oder Schlamm schneller zu verlanden.
Für die Arbeiten müssen keine Wege gesperrt werden. Es bestehen somit keinerlei Einschränkungen für Bürger*innen.
Was ist mit den Amphibien, die bereits dort sind?
Die Arbeiten wurden bewusst in den Herbst gelegt, weil sich jetzt wenige Tiere in den Gewässern aufhalten beziehungsweise sie sich noch nicht zur Winterruhe in die Gewässersohlen eingegraben haben. Damit ist gewährleistet, dass keine Amphibien zu Schaden kommen. Falls notwendig, werden aufgefundene Tiere in nahe gelegene Gewässer umgesetzt.
Wie hoch sind die Kosten?
Die Kosten liegen bei 5500 Euro und kommen zum Großteil aus Landesmitteln für den Naturschutz.
Weitere Infos
- Mehr zum Thema Wald und Forst unter www.freiburg.de/wald.
- Mehr zum Thema Naturschutz unter www.freiburg.de/umwelt.
- Mehr zum Thema Gewässer gibt es hier.
- Mehr zum Thema Starkregen unter www.freiburg.de/starkregen.